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Mehr Zeit beim Verblenden von Acrylfarben.

Dieses Thema im Forum "Rund um die Acrylfarben" wurde erstellt von Zeti, 16 Dezember 2016.

  1. Zeti

    Zeti Senior Mitglied

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    Hallo liebe Happypainter:00000293:,

    das Malen mit Acrylfarben gehört sicher mit zu den beliebtesten Möglichkeiten, sich mit dem Pinsel auf der Leinwand auszutoben.

    Gerade Anfänger machen mit diesen Materialien gerne ihre ersten Schritte in die faszinierende Welt der Farben.

    Man kann mit Acrylfarben auf fast jedem Untergrund und in den unterschiedlichsten Techniken malen.
    Zum Verdünnen reicht normales Wasser und der Malbereich riecht nicht nach irgendwelchen Lösemitteln.

    Eine Eigenschaft der Farben kann von Vorteil, aber auch ein Nachteil sein: Ihre sehr kurze Trockenzeit (zumindest bei normalen Acrylfarben).

    Einmal aufgetragen dauert es meist nicht viel länger als ein paar Minuten (wenn überhaupt) und schon ist die Acrylfarbe auf dem Malgrund angetrocknet (sowas löst schnell eine gewisse "Panik" beim Malen aus:00000108:).

    Zum sanften Verblenden von zwei Farben bleibt dabei kaum Zeit und wenn, dann schaut das Ergebnis irgendwie nicht so aus, wie man sich das erhofft hat. Und das geht sicher nicht nur Anfängern so, sondern auch erfahrene Künstler haben damit bestimmt schon Bekanntschaft gemacht.

    Daher habe ich hier mal ein paar tolle Tipps zusammen gestellt, wie ihr die Acrylfarben länger feucht haltet und somit auf dem Malgrund mehr Zeit zum Mischen habt.


    Beginnen wir mit der Palette, denn bereits hier kann die Farbe sehr rasch antrocknen und muss daher ständig erneuert werden (was mich immer sehr ärgert). Auch Mischungen bleiben leider kaum lange auf der Palette vermalbar.

    Daher rate ich euch unbedingt zu einer sogenannten "Feuchtpalette". Dies ist nichts anderes, als eine flache, luftdicht schließende Box mit Deckel, in die ihr eure Farben gebt und mischt (gibt es unter dieser Bezeichnung fertig zu kaufen).

    Könnt ihr aber auch selbst herstellen. Dafür könnt ihr z.B. eine möglichst große Aufschnittbox, oder irgendein anderes Gefäß mit Deckel nehmen. Es sollte nur nicht zu tief sein, damit sich die Farben leicht daraus entnehmen lassen.

    Die Acrylfarben könnt ihr zusätzlich auf ein feuchtes Stück Küchenkrepp geben, was diese bereits sehr lange vermalbar macht. Benetzt ihr die Palette von Zeit zu Zeit mit einem feinen Wassersprüher, so bleiben die Farben auch über Stunden einsetzbar. Unterbrecht ihr eure Malerei, so verschließt die Box solange einfach gut mit dem Deckel. Wenn ihr zusätzlich noch einen kleinen feuchten Schwamm in die Box legt, bleiben die Farben auch über viele Tage einsetzbar.


    Mit einem speziellen Malmittel, könnt ihr die Farben auch auf dem Malgrund sehr lange bearbeiten. Einfaches Wasser hilft dafür leider nicht immer.

    Fast alle großen Hersteller bieten die entsprechenden Zutaten dafür an. Mein Favorit ist z.B. der Winsor & Newton Farbflussverbesserer, sowie das langsam trocknende Malmittel des selben Herstellers.

    Beide sind farblos und können in beliebigen Verhältnis miteinander gemischt werden. Ich bevorzuge dabei eine leicht cremige Konsistenz, also nicht zu dünn und auch nicht zu dick und mische sie mir in einem kleinen Marmeladenglas vorher an.

    Dieses Malmittel kann man entweder direkt zur Farbe geben, oder den Malgrund zuvor damit bestreichen und anschließend die Farben darauf auftragen. Anschließend lässt sich diese wunderbar sanft verblenden. Ich empfehle euch dafür einen nicht zu weichen Synthetikpinsel. Die Pinsel hänge ich vorher für mehrere Stunden in ein Wassergefäß. Dadurch halten sie mehr Feuchtigkeit und die Acrylfarbe trocknet darin nicht an.

    Ihr könnt das Malmittel übrigens auch entsprechend verdünnt in einen Wassersprüher füllen und damit einen feinen(!) Nebel über die Leinwand geben.

    Ein stark saugender Malgrund macht das Verblenden ebenfalls nicht gerade einfacher, daher trage ich die erste Schicht mit Acrylmattierungsmittel auf. Dieses ist farblos und versiegelt die Oberfläche wunderbar. Anschließend "steht" die Acrylfarbe darauf regelrecht, was sie wiederum länger vermalbar macht.

    Auf den Fotos erkennt ihr das entsprechende Material, sowie ein Bild, welches ich mit der entsprechenden Technik erstellt habe. Dieses wurde auf glattem "Schöllershammer Reinzeichenkarton" in der Größe 22x30cm erstellt.

    Vielleicht habt ihr ja auch noch ein paar Tipps zu diesem Thema und ich würde mich freuen, wenn ihr diese hier ebenfalls vorstellt.

    Zeti
     

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  2. Brigitte70

    Brigitte70 Senior Mitglied

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    Ui, toll....vielen Dank für deine Tipps! Eine Feuchtpalette nutze ich schon, kann ich auch wärmstes empfehlen....damit hab ich mal ein Acrylbild entspannt über 3 Wochen hinweg malen können und manche Farben waren auch nach 3 Wochen noch nutzbar!

    Deine anderen Tipps werde ich künftig auch mal testen! :00000465:
     
  3. schulzchen67

    schulzchen67 Forum-Ikone

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    danke Zeit!
    Mit Acrylfarben male ich ja schon einige Zeit, aber das Verblenden klappt noch nicht so richtig!

    vG Thomas
     
  4. Zeichner71

    Zeichner71 Senior Mitglied

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    Das sind ja sehr wertvolle Tipps von Dir, Zeti.
    Vielen Dank, das kannte ich alles noch nicht.:angel_3:
    Das Bild sieht übrigens toll aus.:00000298:
     
  5. elisagos

    elisagos Senior Mitglied

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    Danke Zeti für deine Tipps.Werde es auch testen.
     
  6. bruno

    bruno Senior Mitglied

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    Es gibt auch noch ein paar Geheimtipps, die beim Acrylmalen helfen können. Dabei handelt es sich oft um haushaltsübliche Materialien, die nicht wie die von den Farbherstellern als "flüssiges Gold" verkauft werden. Deren Mittelchen sind ja oft maßlos überteuert.

    Hier mal nur zwei Stoffe, die den Farbfluss von Actylfarbe erhöhen und auch die Trocknung beeinflussen:

    1. Pflanzliches bzw. pharmazeutisches Glycerin / Glyzerin (eine kleine Menge hinzugeben reicht!)
    2. Haargel (das billige Zeugs was es in großen Töpfen zu kaufen gibt)

    Probiert es ruhig mal aus. Beides ist spottbillig und funktioniert sehr gut.

    Hier gibt es auch ein erklärendes Video dazu mit weiteren Tipps:

    https://youtu.be/4HGyUbPdgKo
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 Dezember 2016
  7. Harzhexe

    Harzhexe Aktives Mitglied

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    :00000347:Oh, DANKESCHÖN für Eure Tips ...

    Das mit dem Haargel ist habe ich ja noch nie gehört.

    :00000298: werde ich mal ausprobieren

    LG Sabine
     
  8. evalena

    evalena Senior Mitglied

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    Ich mache Hütedienst in einem kleinen Museum das Künstlern die Räumlichkeiten für Ausstellungen zur Verfügung stellt. Und so komme ich immer wieder mit Malern in's Gespräch. Am vergangenen Samstag erzählt ich der Ausstellerin, dass ich mit Acryl gescheitert sei, weil die Trocknungszeit soooo kurz sei. Sie meinte, man könne einfach ein(ige?) Tropfen Spülmittel beigeben. Ich habe aber keine Ahnung ob das funktioniert....

    :00000293:
     
  9. Zeti

    Zeti Senior Mitglied

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    Hallo lieben Happypainter:00000293:,

    erst mal herzlichen Dank für eure Kommentare.

    Brunos Tipps waren mir bislang ebenfalls noch nicht bekannt. Glycerin mit Haargel zu vermischen klingt im ersten Moment sicher etwas nach Chemiebaukasten:00000285:, sollte es jedoch tatsächlich funktionieren, umso besser. Haargel hätte ich da, aber woher bekomme ich jetzt noch Glycerin?

    Und auch die Idee mit dem Spülmittel ist sicher einen Versuch wert.

    Vertragen sich diese Mittelchen denn auch auf lange Sicht mit den Acrylfarben? (Wobei, wenn ein Experte wie Bruno sowas vorschlägt, habe ich eigentlich keine Bedenken:00000295:).

    Nochmals danke für eure prima Tipps:00000465::00000298::00000936:.

    Zeti
     
  10. bruno

    bruno Senior Mitglied

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    Zeti, das muss ich gleich klarstellen, tut mir leid wenn das falsch rüberkam...

    Normalerweise nimmt man entweder Glycerin ODER Haargel. Ob auch beides zusammen geht hab ich bislang noch nicht ausprobiert. Sollte vielleicht auch gehen, aber normalerweise nimmt man nur eins von beiden.

    Glycerin kann man zb auch auf Ebay oder Amazon kaufen, ggfls. auch in der Apotheke oder Drogerie. Kostet nicht viel, je nach Anbieter so 8-10€/Liter. Habs auch schon noch billiger gesehen.

    Gibt es auch in kleineren Flaschen, zb 100ml oder 250ml. Da man nur wenig davon der Farbe zugeben sollte muss es vielleicht nicht gleich ein Liter sein. Nur nicht zuviel reintun, sonst trocknet die Farbe sehr lange gar nicht... ;-)

    Bei Kremer Pigmente kostet 1L 8,93€ (86%ig), hab gerade nachgeschaut:

    http://www.kremer-pigmente.com/de/glycerin-86-64900.html


    Details: http://www.kremer-pigmente.com/media/pdf/64900.pdf

    Glycerin ist übrigens gesundheitlich völlig unbedenklich, es wird sogar in Lebensmitteln verwendet...
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 Dezember 2016
  11. Zeti

    Zeti Senior Mitglied

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    Hallo Bruno:00000293:,

    ups, da hatte ich wohl kurz nicht aufgepasst:00000653:.
    Vielen Dank für deine Richtigstellung. Ich schaue mir übrigens gerade das Video an und bin wirklich begeistert, was es noch alles für Möglichkeiten gibt (Eiweiß, Super PVA, eine Art Kleber,...).

    Und die Mischung mit dem Glycerin bleibt in dem Video wirklich am längsten feucht.

    Zeti
     
  12. bruno

    bruno Senior Mitglied

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    Dieses "Super PVA" ist im Prinzip eine Art Leim, ich denke wenn man Bastel- oder Buchbinderleim nimmt geht das auch. Ob es auch mit Holzleim ("Ponal") geht weiss ich nicht, müsste man mal probieren. Vermutlich geht das auch...
     
  13. bruno

    bruno Senior Mitglied

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    So, ich habe gerade einen schnellen Versuch mit Ponal gemacht. 30% puren Ponal Holzleim mit Schmincke Akademie Acryl.

    Klappt sehr gut, die Farbe lässt sich besser vermalen als pur. Die Transparenz erhöht sich leicht, das ist also auch gut für Lasuren geeignet.

    Da ich nur Ponal Express vorrätig habe, hat sich die Trocknungszeit nicht verlängert. Ist aber kein Wunder bei Ponal Express, die werben ja extra damit dass es schnell (5 Minuten) trocknet. Meine Probe mit Ponal Express war in etwa gleich schnell trocken wie die pure Acrylfarbe. Wer die Farbe länger offen halten möchte, sollte also eher normales Ponal nehmen oder es ggfls. noch mit etwas Wasser verlängern...

    Eine weitere Probe habe ich dann noch mit "Drei Wetter Taft Styling Gel Ultra Stark" gemacht. Ebenfalls 30%. Auch hier ergab sich eine erhöhte Transparenz und eine geschmeidigere Vermalbarkeit. Die Trocknungszeit erhöhte sich etwas, und die Farbe riecht auch gut. Das verwendete Gel ist ja leicht parfümiert ;-). Der Geruch stört aber nicht und verfliegt ja auch schnell. ;-)
     
  14. ReneHH

    ReneHH Forum-Guru

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    sehr interessantes thema, zeti und bruno, ursela...
    das mit dem haargel und den anderen sachen kannte ich auch nicht...schon komisch, haargel..bei haarlack bzw. haarspray sagt jeder finger weg auf nem bild, hier mit acryl scheints wohl ok...das werd ich auf jeden fall auch mal ausprobieren..mal schauen, das glycerin blieb ja richtig lange offen...er hat auch noch andere videos über acryl, sind da auch ähnliche tipps enthalten (falls jemand gesehen hat? sonst guck ich mir die auch mal demnächst an)..
    schön, dass du auch wieder hier bist zeti. und dann gleich wieder mit so guten tipps.
    dir ne schöne adventszeit noch :)
     
  15. Beowulf

    Beowulf Aktives Mitglied

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    Von Trocknungsverzögerern, Haargel, Glycerin & Co würde ich persönlich die Finger lassen. Die wirkliche Bearbeitungszeit wird meiner Erfahrung nach nur minimal verlängert (die Farbe wird schnell zäh und zieht eine Haut), die Durchtrocknungszeit aber massiv verlängert, was den Bildaufbau unnötig verzögert. Es besteht immer die Gefahr, dass Bildbereiche nicht gescheit durchtrocknen und noch lange klebrig bleiben. Auch nach dem Trocknen können derartige Bildbereiche noch sehr empfindlich gegenüber Wasser sein oder werden zum Staubmagneten.

    Auch sind saugfähige Malgründe alles andere als unvorteilhaft, da man sie vor dem Anlegen von großen Farbverläufen mit Wasser "auftanken" kann. Nachdem das Wasser etwas angezogen ist, kann man auch hier ganz prima drauf arbeiten, ohne dass direkt alles antrocknet (Aquarellmaler gehen ja oft ähnlich vor). Auch macht es bei Acryl wegen der Deckkraft oft Sinn, Farbverläufe in mehreren Schichten anzulegen. Die Saugkraft des Untergrundes verringert sich dadurch schon schnell genug.

    Als Palette habe ich sehr gute Erfahrungen mit Porzellangeschirr gemacht (vorzugsweise mit vielen Einbuchtungen). Es gibt auch Porzellanpaletten zu kaufen. Zur Not geht auch Plastik. Die Farben zwischendurch immer mit Wasser besprühen, und bei Unterbrechung der Malsitzung eine der Einbuchtungen mit Wasser füllen und die Palette komplett mit Folie abdecken. Will man Farben auch mal langfristig aufbewahren, lohnt sich die Anschaffung luftdicht verschließbarer Döschen.

    Eine gute Taktik für kontrollierte, feine Farbverläufe in Acryl ist meiner Meinung nach das Lasieren, nicht zuletzt deshalb, weil die Farben nach dem Trocknen oft etwas anders aussehen als im feuchten Zustand. Man kann also immer wieder das Bild auf sich wirken lassen und dann irgendwann entscheiden, Bildbereiche noch einmal zu vertiefen oder wieder abzuschwächen. Das funktioniert aber nur auf sehr gut durchgetrockneten Flächen, die nicht zu viel Bindemittel oder sonstwas enthalten. Die Farbe darf nicht abperlen und muss genügend "Grip" haben, um saubere Pinselstriche zu erlauben. Auch muss man die Pinselgröße auf den Farbverlauf abstimmen, große weiche Aquarellpinsel machen das Leben da deutlich leichter.
    Auch die Wahl der Pigmente ist da nicht unwichtig. Z.B. lasierendes Ultramarin produziert oft glasige, glatte Oberflächen, deckendes Coelinblau hingegen wirkt matter und griffiger und lässt sich daher leichter übermalen.

    Ich habe mal vor einiger Zeit mal eine Testgrisaille mit den Golden Opens versucht, aber das war extrem mühsam und unzufriedenstellend. Obwohl der Untergrund stark imprägniert war, zogen die Farben recht schnell an. Ich war viel mit Mischen beschäftigt, die Deckkraft war mäßig und Details liefen schnell Gefahr zermalt zu werden. Nach dem langen Trocknunsgprozess verlor alles zum Überfluss auch noch Kontrast und Tiefe, Details verschwanden fast. Auch wirkte die Oberfläche dieser Untermalung etwas "speckig" und unruhig, ein sauberes Übermalen schien für mich nicht mehr möglich, weshalb das Bild dann auf dem Müll landete.
     
  16. bruno

    bruno Senior Mitglied

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    Also meine Testergebnisse sagen etwas anderes, sowohl mit Haargel als auch mit Glycerin und besonders mit Ponal ergeben sich sehr stabile Farbschichten. Da klebt nichts, es wird auch nicht zäh und die Farbschichten sind nach dem Trocknen auch sehr stabil.

    Besonders beeindruckend finde ich meine Versuche mit Holzleim (Ponal), die Farbschicht ist sowas von stabil und auch das Lasieren klappt wunderbar. Das ist auch kein Wunder, der Leim gibt der Farbe viel "Body", gerade beim Lasieren ergibt sich eine stabile und auch sehr gleichmäßige Schicht, es ist damit viel einfacher zu lasieren als mit purer Tubenfarbe.

    Bezüglich Glycerin gebe ich Dir teilweise Recht, da muss man aufpassen dass man es nicht überdosiert. Ein paar Tropfen reichen idR. Wenn man es sparsam verwendet klappt es aber gut. Und anzumerken ist auch, dass manche Tubenfarben schon von Werk aus Glycerin enthalten. Es schadet also keineswegs.

    Generell sollte man Malhilfsmittel natürlich immer eher sparsam verwenden, man darf es nicht übertreiben..

    Meine Tests mögen vielleicht nicht allgemeingültig sein, den Anspruch erhebe ich für meine kurzen Tests auch nicht.
     
  17. Zeti

    Zeti Senior Mitglied

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    @Bruno: Prima, dass du so fleißig am testen bist.
    Könntest du eventuell ein paar Fotos von deinen Versuchen hochladen?
    Das Ergebnis würde mich (und bestimmt auch andere) brennend interessieren:00000465:.

    Was die unterschiedlichen Erfahrungen mit solchen Zusätzen angeht, gebe ich Beowulf in vielen Punkten durchaus recht.

    So ist das anfeuchten des Malgrunds ebenfalls eine gute Möglichkeit, die Farben länger vermalbar zu halten.
    Und auch das Lasieren in mehreren Schichten ist eine weitere Option. Ich selbst male z.B. sehr gerne auf diese Art und verwende dafür meistens nur normales Wasser.

    Allerdings möchte ich mich nicht ausschließlich auf eine Technik konzentrieren, sondern auch pastose, mehr der Ölmalerei ähnliche Malweisen mit den Acrylfarben ausprobieren. Für diese Zwecke finde ich die entsprechenden Zusätze durchaus eine gute Wahl.

    Und natürlich entwickelt jeder beim Malen so seine Vorlieben und Techniken, daher mögen diese Tipps vielleicht nicht allen zusagen. Ich finde es jedoch immer wieder spannend, neue Möglichkeiten mit den Materialien auszuprobieren.

    Den Hinweis auf die sparsame Dosierung der Zusätze kann ich nur unterstreichen. Hierbei gilt nicht: "Viel hilf viel."
    Gerade bei Trocknungsverzögerern kann sich der Effekt ansonsten nämlich auch umkehren und die Farben sehr klebrig machen.


    Zeti
     
  18. gucki

    gucki Senior Mitglied

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    Danke für die wertvollen Tipps
     
  19. Ölpinselchen

    Ölpinselchen Forum-Guru

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    Ich nehme in letzter Zeit ein Malmittel von Lukas
    "Verzögerer von Acrylfarben 2262".
    Das ist wirklich sehr gut und ist sparsam im Gebrauch.
    Ein Teel. voll in einen Schraubglasendeckel. Ist am anderen Tag noch gut zu gebrauchen.
    Da ich Glycerin zu Hause habe, werde ich es mal probieren. Habe es in der Apotheke gekauft und kostet nicht die Welt.
     
  20. grüner Klecks

    grüner Klecks Senior Mitglied

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    Oh, das finde ich ja interessant, wo ich doch gerade am Rumprobieren bin mit Acryl und mich sehr oft die (zu) schnelle Trocknung nervt. Dann werde ich mir wohl demnächst mal die diversen Zusätze wie Glycerin oder Ponal besorgen... .-) Eine alte Aufschnittbox habe ich noch irgendwo rumliegen... ;-)

    Danke Zeti (und allen anderen Ratgebern!) für die super Tipps!!!

    LG Birgit :00000237: