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Pinselreinigungsverfahren nach Dr. M. Bindewald

Dieses Thema im Forum "Ölmalerei nach BR - Sonstige" wurde erstellt von dr.bindewald, 16 Mai 2016.

  1. Pinselreinigungsverfahren nach Dr. M. Bindewald für die klassischen Pinsel der nass-in-Nass-Malweise

    Bitte keine Kommenare einfügen, um Textfluss nicht zu zerreißen!

    Dieses Verfahren ist nur anzuwenden, wenn die Pinsel nach einigen "normalen" Reinigungsprozeduren nicht mehr hinreichend sauber werden und/oder leichte Verhärtungen der Pinselhaare aufweisen. Besonders leicht tritt das auf, wenn größere Malpausen beispielsweise von Wochen eingelegt werden. Grund dafür ist die Hohlfaserstruktur und die enge Haarpackung, die eine komplette Entfernung der Öle und Pigmente nicht hinreichend zulässt.

    Es gibt zwar Pinselöle, die zur Erhaltung des Geschmeidigkeit der Haare und einer Verharzung vorbeugen sollen, wenn die Pinsel geplant länger nicht zum Einsatz kommen, aber auch diese Öle trockenen nach meiner langjährigen Erfahrung und verharzen, so dass für diese braunhaarigen Pinsel, dieser Einsatz m.E. nicht den gewünschten Pflegererfolg nach sich zieht.


     
  2. [FONT=&quot]Selbst bei sorgfältigem Umgang mit den Naturhaarpinseln gelingt es nie, die Farb- und Grundierungsreste bei der Nass-in-Nass-Ölmaltechnik bei jedem Reinigungsvorgang vollständig aus den Pinselborsten zu entfernen. Auch der Versuch, mittels einer Reinigungskaskade über drei Verdünnergefäße eine allmähliche Pinselverhärtung aufsteigend von der Zwinge zu vermeiden, ist nicht in jedem Fall ausreichend Erfolg versprechend.[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Meines Erachtens ist dies durch die Kapillarwirkung der sehr dicht gepackten Pinselhaare bedingt, die die Öl- und Grundierungskomponenten Richtung Zwinge aufsteigen lassen. Durch die Reinigung mit Verdünner gelingt es keineswegs, die Reste in dieser Region auswaschen zu können. Die Folge davon ist, dass mit der Zeit kontinuierlich von der Zwinge zum Pinselende hin eine allmählich fortschreitende Verhärtung der Borsten auftritt, die selbst durch Kneten des Pinsels nicht mehr gelöst werden kann.
    [/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]In der Nass-in-Nass-Ölmaltechnik wird in einschlägigen Kreisen immer mit Nachdruck betont, dass Naturhaarpinsel nie mit Wasser in Berührung kommen dürfen. Eine Reinigung ist nur mit dem entsprechenden Verdünner vorzunehmen. Versuche der Reinigung mit Wasser haben gezeigt, dass die Pinselborsten alsbald im Laufe der Trocknung aufquellen, die Fasern abspreizen und sogar die Zwinge sprengen.
    [/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Was ist aber zu tun, wenn trotz sorgfältiger Pflege eine fortschreitende Verharzung und Verfestigung der Pinselborsten unvermeidlich eingetreten und der Pinsel hart und damit unbrauchbar geworden ist?

    [/FONT] [FONT=&quot]Durch eigene Versuche ist es mir experimentell gelungen, völlig verharzte und somit unbrauchbare Pinsel wieder zu retten, so dass sie nahezu Neuzustand erreichen. Sollten Sie diese Verfahrensweise einmal selbst versuchen wollen, so rate ich dringend, sich strikt an den genauen Ablauf zu halten.[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Obwohl ich wie auch viele meiner Schüler dieses Verfahren wiederholt mit Erfolg durchgeführt haben, kann ich natürlich nicht garantieren, dass Sie dabei ihre Pinsel nicht irreparabel beschädigen. Ich kann also und will keine Garantie für den Erfolg ihrer Maßnahmen übernehmen!

    [/FONT]

    [FONT=&quot] [FONT=&quot]Sie benötigen:[/FONT]
    [FONT=&quot]a. [/FONT][FONT=&quot]Küchen-Papiertücher oder Zellstoffplatten[/FONT]
    [FONT=&quot]b. [/FONT][FONT=&quot]Schere[/FONT]
    [FONT=&quot]c. [/FONT][FONT=&quot]Schmales Krepp-Klebeband (vom Baumarkt)[/FONT]
    [FONT=&quot]d. [/FONT][FONT=&quot]Kantholz (Stärke ca. 2,5 x 5,5 cm)[/FONT]
    [FONT=&quot]e. [/FONT][FONT=&quot]Kleines Behältnis für den geruchlosen Verdünner[/FONT]
    [FONT=&quot]f. [/FONT][FONT=&quot]Geruchloser Verdünner ca. 20 ml[/FONT]
    [FONT=&quot]g. [/FONT][FONT=&quot]Pinselseife (Beste Erfahrungen habe ich mit „The Masters’s Brush Cleaner“)[/FONT]
    [FONT=&quot]h. [/FONT][FONT=&quot]Abschlaggitter[/FONT]
    [FONT=&quot]i. rechteckigen Putzeimer
    [/FONT]



    [/FONT]
     

    Anhänge:

  3. [FONT=&quot]Obwohl einige Künstler den Einsatz von gewöhnlicher Seife und vor allem Kernseife propagieren, bin ich zunächst dem Rat von Fachleuten gefolgt, die oben gezeigte Pinselseife dafür zu verwenden, die mich vollkommen in ihrer Leistung überzeugt hat. Sollten Sie jedoch diese Spezialseife irgendwie nicht beziehen können, dürfen sie beruhigt auch zur sog. Kernseife greifen. Neuerlicher Erfahrungen meinerseits, haben für die Pinsel bei Kernseifeneinsatz keine negativen Folgen gezeigt.[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Einfache Verfahrensweise:[/FONT]
    [FONT=&quot]Lassen Sie in ein Waschbecken etwas lauwarmes Wasser ein (ca. 5-10 cm Wasserhöhe) und tauchen Sie den zu reinigenden Pinsel kurz bis zur Hälfte, maximal zu Drei-Viertel der Pinselborsten in das Wasser ein. Drücken Sie dann mit Daumen und Zeigefinger das Wasser wieder aus den Borsten.[/FONT]
    [FONT=&quot]Nehmen Sie anschließend etwas Pinselseife mit kreisenden Bewegungen auf. Kneten Sie anschließend mit Daumen und Zeigefinger die Borsten gut durch, indem Sie den Daumen ständig von der Zwinge zum Borstenenden schieben.

    [/FONT] [FONT=&quot]Sie werden bemerken, wie schnell sich dabei die helle Seife mehr oder weniger stark einfärbt. [/FONT]
    [FONT=&quot]Waschen Sie die verschmutzte Seife aus, indem Sie die Pinselhaare jetzt bis kurz unterhalb der Zwinge ins Wasser eintauchen. Drücken Sie dabei den Pinsel am Wasserspiegelrand gegen den Waschbeckenboden.[/FONT]
    [FONT=&quot]Wiederholen Sie dieses mindestens 3x, bis der Seifenschaum keine Einfärbungen mehr zeigt. [/FONT]
    [FONT=&quot]Spülen Sie den Pinsel unter fließendem, handwarmem (nicht heißem) Wasser gründlich aus. Drücken Sie wieder mit Daumen und Zeigefinger das Wasser aus dem Pinsel, ohne die Pinselhaare dabei allzu sehr zu spreizen.[/FONT]
    [FONT=&quot]Schlagen Sie durch ruckartige Bewegung in der Luft (ab Besten draußen im Freien oder Badewanne) das überschüssige Wasser aus den Borsten.[/FONT]
    [FONT=&quot]Anschließend sollten Sie das restliche Wasser in den Pinselhaaren per Hand in ein gut saugendes Zellstoff- oder Küchenpapiertuch drücken. Das alles sollte sehr zügig ohne Pausen und zeitliche Verzögerung erfolgen.

    [/FONT]
     

    Anhänge:

  4. weiter gehts
     

    Anhänge:

  5. [FONT=&quot]Gut, aber nicht unbedingt erforderlich ist, den noch leicht wasserfeuchten Pinsel unverzüglich dann in geruchlosen Verdünner zu tauchen. Drücken Sie dann die Pinselborsten kräftig auf den Boden des Verdünnergefäßes so, dass alles Restwasser als kleine Perlen im Verdünner am Boden sich sammeln. Nehmen Sie anschließend den Pinsel heraus und streifen mit sanftem Druck den Verdünner am Gefäßrand aus den Pinselhaaren.[/FONT]
    [FONT=&quot]Über das sog. Abschlaggitter ist der Pinsel von weiterem Verdünner zu befreien. Nehmen Sie das in gewohnter Weise vor. Schlagen Sie die Pinselborsten unmittelbar in Zellstoff oder Küchenpapier ein und drücken von außen die restliche Feuchtigkeit ins Tuch. Alternativ können Sie auch die Pinsel in kreisförmigen Bewegungen über ausgebreitetes Trocknungspapier führen.[/FONT]
     

    Anhänge:

  6. [FONT=&quot]Schneiden Sie jetzt aus dem Zellstoff oder Küchenpapier einen etwa 7 cm breiten Streifen ab. Damit wickeln Sie in zwei Windungen die Pinselhaare so locker ein, dass die originäre Pinselform unbedingt erhalten bleibt, ohne die Borsten straff zu bündeln. Das Papier sollte aber schon dicht anliegen.[/FONT]
     

    Anhänge:

  7. [FONT=&quot]Mit einem kleinen Kreppbandstreifen kleben Sie das Papierende fest, um eine Abwicklung des Papiers und Formveränderung des Pinsels zu unterbinden. Kleben Sie das Klebeband möglichst in den Bereich des Endes der Pinselborsten.

    [/FONT] [FONT=&quot]Wie in Abbildung unten rechts gezeigt, sollten Sie abschließend die Pinsel auf einer gut saugenden Unterlage (Zellstofftuch) deponieren, mit leicht erhöht gelagertem Stiel (Beispielweise auf einem Kantholz).[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Damit wird erreicht, dass der Restverdünner auslaufen kann und ein Abspreizen und Quellen der Pinselborsten während der Trocknungsphase unterbunden wird.[/FONT]
    [FONT=&quot]Nach einem Tag der Trocknung können Sie die Pinsel auspacken und ,falls noch nicht komplett trocken, noch einmal eine Tag unverpackt in gleicher Position auf neuer frischer Zellstoffunterlage nachtrocknen lassen
    [/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Wenn alles geklappt hat, ist der Pinsel jetzt wieder weich und locker.[/FONT]
     

    Anhänge:

  8. Sind die Pinsel zwingennah komplett verhärtet, was automatisch nach einer gewissen Anwendungszeit der Fall ist, sollte vor dem obigen Reinigungsverfahren eine Reinigunsphase mit

    Turpenoid natural

    eingesetzt werden.
     

    Anhänge:

  9. [FONT=&quot]Seit September 2007 wird auch auf dem deutschen Markt ein neuartiger Spezialverdünner angeboten, dem der Hersteller neben hervorragenden Reinigungseigenschaften absolute Ungiftigkeit attestiert. Diese gelbliche leicht honigartige Lösung mit deutlich typischem Zitronengeruch trägt die Bezeichnung Turpenoid-natural. Es handelt sich hierbei um ein Gemisch aus verschiedensten Chemikalien geschützte Rezeptur. Entwickelt wurde Turpenoid® vornehmlich zur Reinigung von Pinseln, vor allem bei bereits vorhandener Verharzung und festgetrockneten Öl- und Acrylfarbresten.

    [/FONT] [FONT=&quot]In eigenen vorsichtigen Versuchen habe ich zum Teil ganz verblüffende und hervorragende Ergebnisse bei der Reinigung verschiedener Malutensilien erzielt.
    [/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Leider aber ist dieser Verdünner nicht recycelbar, weil sich die abgelösten Partikel nicht sedimentieren lassen und somit Turpenoid® immer weiter verschmutzt bis er schließlich von Farbpigmenten komplett gesättigt ist. Dann aber ist seine Reinigungskraft aufgebraucht und muss dann entsorgt werden.[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Da gemäß des beigefügten Begleitschreibens der Herstellerfirma Turpenoid® auch als ein Pinselpflegemittel gilt, bedarf es keines weiteren Pinselschutzmittels zu Dauerkonservierung und Erhalt der Geschmeidigkeit der Haare.

    [/FONT]
    Rechtsanmerkung:
    [FONT=&quot]Für die nachstehend beschriebene Verfahrensweise zur schadensfreien Reinigung Ihrer Pinsel mit Turpenoid® und Wasser kann ich keine Garantie übernehmen![/FONT]

    [FONT=&quot]Vorgehensweise zur Pinselreinigung

    [/FONT]

    1. [FONT=&quot]Reinigen Sie die Pinsel wie üblich mit Verdünner vor und lassen sie diese vollständig trocknen.

    [/FONT] 2. [FONT=&quot]Geben Sie reichlich Turpenoid® in einen Reinigungseimer und tauchen Sie den Pinsel bis zur Zwinge ein.

    [/FONT] 3. [FONT=&quot]Drücken Sie dann die Pinselborsten mehrfach auf dem Boden des Eimers um sowohl jegliche Luft zwischen den Pinselhaaren zu entfernen, wie auch die Benetzung alle Haare mit der Reinigerlösung zu ermöglichen.

    [/FONT] 4. [FONT=&quot]Belassen Sie bei stärkerer Verschmutzung den Pinsel problemlos auch über Nacht im Reiniger. Um ein Verdunsten zu verhindern können Sie vorsichtshalber die Eimeröffnung mit einer Aluminiumfolie abdecken. Ist aber erfahrungsgemäß nicht unbedingt erforderlich, da diese Lösung kaum flüchtig ist.

    [/FONT] 5. [FONT=&quot]Am darauf folgenden Tag entnehmen Sie die Pinsel der inzwischen leicht bräunlich trüb gewordenen Lösung und kneten die Pinselborsten mit den Fingern vor allem im Bereich der Zwinge gut durch. Keine Sorge; die Turpenoid® - Lösung ist laut Herstellerangaben hautverträglich.

    [/FONT] 6. [FONT=&quot]Drücken Sie dann das restliche Turpenoid® so weit wie möglich aus dem Pinsel.

    [/FONT] 7. [FONT=&quot]Mit einem Küchenschwamm und einer geringen Menge Turpenoid® können Sie zusätzlich auch noch die Zwinge und den Pinselgriff reinigen.

    [/FONT] 8.[FONT=&quot]Unter fließendem Wasser waschen Sie anschließend den Reiniger aus den Pinselhaaren aus, wobei dieser Vorgang so kurz wie möglich gehalten werden sollte, da die Pinselhaare bei Kontakt mit Wasser aufquellen.

    [/FONT]
    [FONT=&quot]Hiernach verfahren Sie mit der Pinselreinigung so weiter, wie ich bereits oben beschrieben habe. Hierbei ist es sehr wichtig, den feuchten Pinsel anschließend auch wieder in Küchenpapier oder Zellstoff einzuwickeln, um ihn so wieder in Form zu bringen zu können. Anderenfalls ist Ihr Pinsel unbrauchbar geworden![/FONT]
     
  10. [FONT=&quot]Nach der Reinigung mit Turpenoid® und dem Auswaschen mit Wasser sträuben sich die Haare des Pinsels deutlich ab. In dieser Form ist der Pinsel unbrauchbar und muss durch Umwicklung während des Trocknungsprozesses wieder in Form gebracht werden.

    [/FONT] [FONT=&quot]Fazit:[/FONT]
    [FONT=&quot]Auf Grund des ganzen Verfahrens ist dieses doch aufwändige Verfahren nicht für die tägliche Pinselpflege geeignet. Zum anderen sollte man nicht vergessen, dass Turpenoid® nicht regenerierbar ist und unter Umstanden, je nach Menge der Pinsel, bereits nach einer Sitzung eine Lösungssättigung induzieren könnte.[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]So bin ich der Meinung, dass dieses Reinigungsverfahren sich in größeren Abständen bewährt und sehr gute Ergebnisse bringt. [/FONT]
     

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  11. Kommen wir nun zur normalen, alltäglichen Pinselreinigung.

    Über die Risiken, chemischen Varianten, Alternativprodukte von Verdünnern mochte ich hier nicht detaliert eingehen. Darüber habe ich ein gesondertes riesiges Kapitel verfasst, was natürlich in meinen Lehrbüchter mit integriert wurde.


    [FONT=&quot]Wenn Sie Ihre Pinsel und anderen Gerätschaften pflegen, werden Sie lange Freude daran haben. Der hohe Preis rechtfertigt allemal einen sorgfältigen Umgang.[/FONT]
    [FONT=&quot]Zunächst einmal sollten Sie sich vor dem Reinigen darüber im Klaren sein, um welche Pinselart es sich handelt. Nicht alle Pinsel vertragen nämlich Wasser. Gerade die Naturborsten werden normalerweise nicht mit Wasser, sondern nur mit Verdünner gereinigt. Lediglich bei den synthetischen Fasern ist eine Säuberung sowohl in Wasser als auch in Verdünner möglich. Einfacher gesagt: Alle braunen Pinsel bedürfen der Reinigung in Verdünner, alle hellen Pinsel können bis auf Ausnahmen (Ziegenhaarpinsel) in Wasser gereinigt werden.

    [/FONT] [FONT=&quot]Warnung: Da der geruchlose Verdünner leicht flüchtig ist und die Dämpfe hoch toxisch sind (zumindest stark allergieauslösend und bei vielen zu Hustenreiz führend), sollten die entsprechenden Gefäße immer verschlossen bleiben.
    [/FONT]



    [FONT=&quot]Auch das Pinselreinigungsgefäß sollte sofort und unmittelbar nach jedem Gebrauch wieder abgedeckt werden. Außerdem sollten Sie keinesfalls in den Räumen, in denen gemalt wird, schlafen. Achten Sie bitte während der Pinselreinigung auch auf ausreichende Belüftung.[/FONT]


    Noch ein Gedanken zum Verdünnergefäß vorab. Nehmen sie bitte nicht irgendeinen Platikbehälter. Sie wären nicht die erste Person, die allen Verdünner auf dem Boden wiederfindet, weil sich der Gefäßboden aufgelost hat.

    Nehmen Sie das Original-Verdünnergefäß, was extra dafür hergestellt wurde. Da hinein passt auch gut das sog. Abstreifgitter. Dieses besteht aus kunstoffummanteltem Stahl, das die empfindlichen Haarenden (Haarspliss) der braunen Pinselhaare vor Bruch schützt. Jedes andere Gitter wäre nich so optimal geeignet.
     

    Anhänge:

  12. [FONT=&quot]Da Verdünner beim Verschlucken schwere Vergiftungserscheinungen auslöst, sollten diese Lösungen immer kindergeschützt verwahrt werden![/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Wie bereits eingangs berichtet, ist möglichst jeder Hautkontakt wegen seiner stark entfettenden Wirkung tunlichst zu vermeiden.[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Abfallbehälter mit den mit Verdünner getränkten Tüchern sollten Sie mit einer Plastiktüte ausschlagen sein und sind unbedingt wegen der möglich austretenden Dämpfe geschlossen zu halten. Optimal wären dafür auch Behältnisse mit gut schließendem Deckel vorzuhalten.
    [/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Um die Pinsel effektiv zu reinigen und den Verdünner nicht unnötig zu belasten, empfiehlt es sich, die überschüssige Farbe vorab entweder mit einem Tuch zu entfernen oder mit dem Malmesser abzuschieben. Letzteres aber sollten Sie frei Hand in der Luft machen und nicht den Pinsel auflegen und mit dem Malmesser gezielt und sicher die Borstenenden abscheren![/FONT]
     

    Anhänge:

  13. [FONT=&quot]Den so grob vorgereinigten Pinsel tauchen Sie dann in den Verdünner des Reinigungsbehälters und bewegen diesen mit sanftem aber beherzten Druck über das Siebgitter hin und her.
    [/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Nach mehrfachem Abstreifen der Borsten am Eimerrand, um den überschüssigen Verdünner auszudrücken und auslaufen zu lassen, wird dieser noch einmal über dem Eimerchen in der Luft leicht ausgeschlagen.[/FONT]
     

    Anhänge:

  14. [FONT=&quot]Anschließnd wird dann der in verdünner gewaschene Pinsel über das sog. Abschlaggitter - in einem gesonderten Eimer - mit kräftigen Zügen und leichtem Druck mehrfach hin und her geführt.

    [/FONT] [FONT=&quot]Hierbei sollten Sie nicht vergessen, dass sich dabei ein feiner und nicht unerheblicher Aerosolnebel bildet, weshalb diese Prozedur am Bestem Im Freien oder zumindest am geöffneten Fenster erfolgen sollte.
    [/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Außerdem ist zu beachten, dass die Pinsel nicht am Eimerrand anschlagen sollten, da Ihre Borsten dann dort abbrechen könnten, und zwar genau an den Stellen, die Sie zum Malen dringend benötigen![/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Kleine Pinsel, wie Fächerpinsel, OvalMop, Schriftenpinsel und Filbert sind mit Tuch zu trocknen und dürfen nicht über das Abschlaggitter geführt werden.[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Erstaunlich immer ist, wie viel Verdünner sich am Boden des Gittereimers ansammeln, der dann in das Verdünnergefäß wieder zurückgegeben werden kann. So können Sie unnötige Verluste elegant vermeiden. Legen Sie also - wie häufig beschrieben - NIE ein Tuch auf den Grund des Abschlaggittergefäßes. Dann ist dieser Verdünner eben verloren.[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Bitte übernehmen Sie nicht die Unart, den Pinsel an der Staffelei auszuschlagen. Dies Technik lässt Ihren Pinsel mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht alt werden, abgesehen von der Schweinerei, die die Farbreste an der Zimmerwand verursachen.
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Versuchen Sie, wenn immer möglich, jede Zwischenreinigung zu vermeiden und verschieben alle Reinigungsarbeiten an das Ende jeder Malsitzung.


    [/FONT]
    [FONT=&quot]Zwischengereinigt wird nur mit einen Wischtuch, allenfalls zuvor die Farbe mit dem Malmesser (frei luft) ausstreifen!

    [/FONT]
     

    Anhänge:

  15. [FONT=&quot]Stellen Sie die Pinsel nie zum Trocknen in einen Behälter, sodass die Borsten nach oben zeigen. Der Restverdünner in den Borsten enthält immer noch Farbereste, wenn auch in geringer Menge, und sollte deshalb immer die Möglichkeit erhalten, auslaufen zu können, um sich nicht an der Zwinge aufzustauen. Positionieren Sie also Ihre Pinsel zum Trocknen stets mit dem Stiel auf einer Erhöhung, sodass die Pinselhaare auf einem gut saugenden Tuch aufliegen können.

    Optimal wäre natürlich eine hängende Trocknungsweise, weil sich die Borsten während des Trocknungsvorgangs nicht verbiegen können.

    Ein leider bereits verstorbener Freund und hervorragende Kunstmaler von mir hat für sich eine Kunsstoffbox genommen und einen 2 mm starken Vanadumstahlstab am oberen Rand durchgefüht. dort hat er dann die Pinsel zum Trockenen aufgehängt, nachdem er alle Pinselstiele zuvor am Ende des Griffs durchbohrt hatte.
    [/FONT]
     

    Anhänge:

  16. Nun zum leidigen Thema:
    Wie bekomme ich den Verdünner wieder sauber? Oder muss der nach jeder Malsitzung entsorgt werden

    [FONT=&quot]Verschmutzte Verdünner zeigt letztlich immer eine tiefgraugrüne Brühe, von der man sich kaum vorstellen kann, diese wieder sauber zu bekommen. Bitte schütten Sie diesen keinesfalls weg![/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Nehmen Sie das Sieb heraus, reinigen und trockenen es mit einen Tuch (z.B. Küchenpapiertuch oder Zellstoffplatte). Andernfalls käme es schnell zum Absetzen der Farbe auf dem Sieb mit der Folge, dass die Poren verkleben und durch die so aufgeraute Oberfläche es schnell beim nächsten Reinigungsvorgang zur Pinselbeschädigung kommt.

    [/FONT][FONT=&quot]So sieht ein Siebgitter aus, wenn Sie die Entnahme vergessen. Zum Vergleich im rechten Bild: Links vor der Spezialreinigung und rechts den sauberen Zustand, nach Reinigung. (Nachzulesen in meinem 12 bändigen Lehrbuch)

    [/FONT]
     

    Anhänge:

  17. [FONT=&quot]Folgende Schritte empfehle ich, nach Abschluss der Reinigungsarbeiten vorzunehmen:[/FONT]

    • [FONT=&quot]Zurückkippen der sich im Eimer der Abschlaggitters angesammelten Verdünners[/FONT]
    • [FONT=&quot]Wischen Sie dann diesen Eimer gut aus und trocknen dabei auch das Abschlaggitter. Farbreste an der Kunststoffummantelung könnten sonst eintrocknen und zu Rauigkeiten führen, die die Pinsel unnötig schädigen könnten.[/FONT]
    • [FONT=&quot]Deckel des Verdünner Gefäßes gut schließen und alles über Nacht stehen lassen. Sie werden erstaunt sein, wie klar der Verdünner am Morgen des nächsten Tages geworden ist. Es kann aber durchaus je nach Farbe durchaus einmal vorkommen dass eine gewisse Trübung noch verbleiben ist. Lassen sie dann den Verdünner noch einen weiteren Tag sich absetzen. Spätestens dann ist er wieder klar wie Wasser.[/FONT]
    • [FONT=&quot]Ist das der Fall, dürfen Sie den nunmehr klaren Verdünner vorsichtig in ein Zwischenlagerungsgefäß abkippen. Vorsichtig insofern, dass er durchaus möglich ist, dass durch diesen Vorgang ein Teil des Bodensatzes wieder aufgewühlt wird. Wäre das der Fall, schütte ich diesen getrübten Inhalt in ein bereitgestelltes sauberes altes Marmeladenglas und lasse es dort noch einmal über Nacht sich absetzen.[/FONT]
     

    Anhänge:

  18. [FONT=&quot]Mit dem Malmesser wühle ich jetzt den verbliebenen Bodensatz der Reinigergefäßes auf in schütte das in ein zweites Marmeladenglas. Über Nacht setzt sich selbst aus dieser honigartigen Brühe noch einmal erstaunlich viel sauberer Verdünner ab, der sich am Folgetag durch vorsichtiges Abschütten zurückgewinnen lässt.

    [/FONT][FONT=&quot]Hiernach wischen Sie mit einem Tuch den Verdünnereimer einmal kräftig aus. Es ist nicht zu vermeiden, dass sich mit der Zeit vor allem durch den Wachsanteil der transparenten Feuchtgrundlösung ein klebriger Rand am [/FONT][FONT=&quot]Verdünnergefäß bildet. Der ist nicht so leicht zu entfernen. Anfänglich habe ich das mit dem Taschenmesser abgekratzt, was aber letztlich die Wand rau machte und die weitere Verklebung nur noch mehr förderte.[/FONT]
     

    Anhänge:

  19. so geht es weiter:
     

    Anhänge:

  20. [FONT=&quot]Heute sprühe ich das Gefäß mit Lakosa® Universalreiniger ein. Dieses Lösungsmittel schafft so gut wie alles innerhalb von Minuten weg, sodass Sie den Eimer mit Wasser auswaschen können und dieser wieder wie neu aus[/FONT][FONT=&quot]sieht. (Die Bezugsanschriften aller chemischen Lösungen sind der frei downloadbaren Broschüre auf meiner Homepage http://m.bindewald.net aufgelistet!)

    [/FONT]
    [FONT=&quot]Der Versuch, den Verdünner z.B. mit Kaffeefiltern zu klären, ist zwecklos und außerdem nicht notwendig.

    [/FONT]
    [FONT=&quot]Er braucht sich nie auf und es ist keinesfalls erforderlich, ihn komplett durch Neuen und Frischen zu ersetzen. Ein gewisser Schwund ergibt sich jedoch durch Verdampfung und die Pinselreinigung selbst, da stets ein Rest in den Pinselhaaren verbleibt.[/FONT]
    [FONT=&quot]
    [/FONT]
    [FONT=&quot]Sollten Sie in die Lage versetzt sein, den Verdünner doch einmal entsorgen zu müssen, ist das natürlich nur über den örtlichen Ab[/FONT][FONT=&quot]fallwirtschaftsbetrieb fachgerecht und umweltfreundlich zu machen.[/FONT]
     

    Anhänge: