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Wie übertragt ihr eure Vorlage auf Papier oder Leinwand?

Dieses Thema im Forum "Sonstige Tips und Tricks" wurde erstellt von Lillemut, 13 August 2019.

  1. Lillemut

    Lillemut Aktives Mitglied

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    Jeder von uns hat seine Lieblingsmethode eine Vorlage zu übertragen.
    Je nach Malstil reichen manchmal schon ein paar Eckpunkte und manchmal muss es etwas genauer sein.

    Bitte beschreibt uns, welche Methode ihr gerne nutzt. Gerne auch mit Fotos oder einem Link.
    Entschuldigt, dass ich nicht den Anfang mache, aber es ist mitten in der Nacht. Morgen Vormittag bin ich dabei.
     
  2. cuby

    cuby Aktives Mitglied

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    Meine Rastermethode (fruehe Jugend):
    Ich habe die Formate proportional angepasst und dann nur Mitte - Mitte Linien gezogen. Kein festes Raster also, aber so viele Hilfslinien, wie ich benoetigt habe. Je nach Bildbereich durchaus unterschiedlich. Die Felder hatten aber durchaus noch Postkartengroesse.


    Projektion auf grosse Formate:
    Konturen im Miniformat auf Folie gezeichnet und die dann in den Dia-Projektor gesteckt.


    Uebertragen von gleichgrosser Skizze:
    Die benoetigten Linenen nehme ich mit Transparentpapier ab, zeichne diese auf der Rueckseite mit einem breiten weichen Bleistift nach und pause das dann nit einem harten Buntstift durch.
    Buntstift deshalb, weil ich dann besser sehe, was schon nachgezogen ist. Geht auch gut fuer mehrere Entwurfsblaetter mit verschiedenen Stiftfarben.


    Von digitaler Vorlage:
    Gab bisher nur einen Bedarf, da habe ich die Vorlage am Bildschirm auf Wunschgroesse gezoomt und dann mit Scrollbalken und mehreren Transparentblaettern ein paar wichtige Konturen abgenommen.
    Den Rest dann wie drueber beschrieben.
     
  3. canvas

    canvas Senior Mitglied

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    Hallo Lillemut,

    meistens pause die wichtigsten Linien ab. Dann nehme ich erst ein Kohlepapier und zeichne danach die Linien mit dem dünnsten Fineliner nach. Der Rest ist dann frei
    Zeichne aber zwischendurch auch komplett frei vor. Je nach Motiv und Lust und Laune :)
     
  4. Gregorio

    Gregorio Aktives Mitglied

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    Hallo Lillemut

    Kommt immer auf die Situation an . Wenn es um Gegenstände geht, ist es immer wieder gut selber eine solide
    Vorzeichnung zu erstellen. Zeichnen kann man nie genug, Am besten lernt man das in einer anerkannten Schule.
    Bei Bedarf lass ich die Zeichnung vergrössern, wenn ich ein anderes Format will.
    Wenn ich nicht viel Zeit habe, verwende ich ein Paxiskop, zum überprüfen der Perspektive, bei Architektur
    Bei Landschaften hat man nicht immer Zeit stundenlang eine Vorzeichnung zu machen, deshalb ist dort ein Foto
    Als Vorlage geeignet, da die Lichtsituation stündlich ändert, und man die Landschaft ja nicht einfach in den Rucksack stecken kann.
    Viele die nur ab Fotos malen, machen oft den Fehler, dass sie in Schattenpartien einfach generell zu dunkel malen, ohne Details.
    Aber das Auge differenziert sehr viel genauer als ein Foto. Unser Auge kann es zwar nicht besser als ein Objektiv, aber die (interne Bildbearbeitung)
    Ist dem Photoshop um einiges überlegen. Schon nur die Tatsache dass das gesehene Bild auf der Netzhaut mit dem Kopf nach unten
    Dargestellt wird, sagt schon einiges.
     

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  5. red

    red Senior Mitglied

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    Hallo Lillemut,
    das hängt vom Motiv ab und dem Zweck.
    Bei Landschaften male ich freihand.
    Bei Archtektur lege ich meine Fluchtpunkte fest und ziehe ein paar Fluchtlinien zur Orientierung, gerne auch mit Lineal. Markante Punkte lege ich durch vergleichendes Abschätzen fest. Rest erfolgt freihand, für sehr lange Linien nehme ich das Lineal .
    Bei Portraits lege ich markante Punkte durch Messen fest. Das sind Kopfhöhe und Breite, Haaransatz, Augenlinie, Augenabstand, Nase, Mund, Kinn. Ist mir der Wiedererkennungswert besonders wichtig nutze ich grobe Raster.
    Bei detailreichen Arbeiten z.B. Straßenszenen mit vielen Menschen, Autos, Laternen, Spiegelungen arbeite ich mit Raster.

    Meine Vorzeichnungen mache ich grundsätzlich auf Transparentpapier. Ich kann dann beliebig korrigieren oder radieren. Ich übertrage dann meine Vorlage indem ich auf der Rückseite die Linien mit einem 8B Bleistift nachziehe. Danach lege ich die Vorlage auf meinen Malgrund und drücke die Kontur mit einem Kugekschreiber durch. Durch dieses Verfahren vermeide ich eine Oberflächenverletzung meines Papiers, was bei Aquarellen wichtig ist. Bei Acrylarbeiten verwende ich statt dem 8B Bleistift einen entsprechenden Pastelstift.
    Durchpausen, Beamer oder ähnliches verwende ich grundsätzlich nicht. Kann aber verstehen, dass Künstler, die mit ihrer Arbeit ihr Geld verdienen müssen, diese Mittel zur Zeitersparnis nutzen.
     
  6. 4212

    4212 Aktives Mitglied

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    Hallo Freunde,

    was mich brennend interessieren würde, wäre was ihr besser mit den Augen abschätzen könnt.
    Am Beispiel des Rasterverfahrens. Wenn eine Kante der Bildvorlage eine Rasterlinie schneidet, entsteht ein Streckenverhältnis zwischen den Rastereckpunkten. Die schneidende Kante besitzt auch einen Winkel (Drehlage der Kante) relativ zu der Rasterlinie.
    Also, was könnt ihr besser abschätzen?
    1. Streckenverhältnis oder
    2. Winkel (es geht nicht um Winkelgrade sondern eine Art Drehlage der Kante)

    Ich persönlich scheine die Winkel viel leichter abschätzen zu können als Streckenverhältnisse. Bei Streckenverhältnissen war ich manchmal geschockt, wie weit daneben ich war. Das ist natürlich eine individuelle Sache. Man kann aber das Auge gezielt für Winkel und Streckenverhältnisse antrainieren, um bei der Übertragung einer Bildvorlage mehr Genauigkeit zu bekommen..
    Trainiert ihr euer Auge gezielt? Wenn ja, wie? Abgesehen von viel üben (zeichnen) natürlich.
    Servus
     
  7. Blackpoint

    Blackpoint Mitglied

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    Zunächst mache ich von jedem Motiv ein Foto und drucke es mir in A4 - für kleinere Bilder auch kleiner - aus.

    Dann wird diese Vorlage auf einen Leuchttisch (A4) gelegt und darauf das Papier oder die Leinwand. Mit einem sehr weichen Bleistift werden dann markante oder relevante Punkte auf das Medium übertragen.

    Bei Bildern die größer als A4 werden sollen messe ich die entsprechenden Punkte jeweils vom linken und vom unteren Rand, multipliziere jedes genommene Mass - wenn das Bild z.B DIN A 3 groß werden soll mit dem Faktor 1,31 - und lege diesen Punkt auf dem Medium fest. Dieses mache ich bei so vielen Punkten wie ich für das Bild benötige. Bei anderen Bildgrößen rechne ich mir den entsprechenden Faktor aus.

    LG Peter
     
  8. marlies+48

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    Bis vor einigen Jahren habe ich viel freihand vorgezeichnet und bei meinen Häusern mit abmessen und Parallelverschiebungen gearbeitet. Das kann ich nicht mehr. Ich drucke meine Motive aus und pause sie mit Transfairpapier ab. Eigentlich haben wir immer Kopierpapier dazu gesagt, aber Kopierpapier ist heute was anderes.
    LG Marlies
     
  9. Lillemut

    Lillemut Aktives Mitglied

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    Danke, dass ihr eure Methoden teilt. :)
    Vieles davon hat man schon selber ausprobiert.
    Gregorio hat recht, wenn er sagt am Anfang steht das Zeichnen. Leider vernachlässige ich das in letzter Zeit auch mehr und mehr.
    Wer regelmäßig zeichnet, etwa 15 - 20 Minuten am Tag, der verbessert nicht nur seine Fähigkeit zu zeichnen, sondern er trainiert zugleich sein Sehen. Man schärft seinen Blick für Details, Licht und Schatten, Form.
    Und man lernt diszipliniert zu arbeiten, deswegen bewundere ich jeden hier im Forum, der hier sein Skizzenbuch führt. Ich selber predige das auch meinen Workshop Teilnehmern, ohne mich selber daran zu halten.

    Aber wieder zum Transfer.
    Egal ob ihr als Vorlage die Natur, Fotos oder angefertigte Zeichnungen nutzt, letztendlich müsst ihr eure Vorlage auf den Bildträger bringen.

    Welche Möglichkeit man wählt, hängt von folgenden Faktoren ab:
    - die Genauigkeit, die ihr benötigt.
    Für ein paar kleine Orientierungspunkte oder Linien braucht man keine teure Ausrüstung.
    - das Format des Bildes
    - wieviel Zeit man investieren kann und möchte
    - wieviel Geld für Ausrüstung einem zur Verfügung steht.

    Abpausen
    Die älteste Methode, wer hat das nicht in seiner Jugend ausprobiert?

    Kleinformatige Bilder ans Fenster kleben, dünnes Papier darüber legen und die wichtigsten Linien abzeichnen.
    Vorteil: man hatte eine genaue Zeichnung
    Nachteil: es funktioniert nur mit dünnem Papier, nicht mit schwerem Aquarellpapier oder Leinwand und es ist unbequem

    Deswegen gibt es Leuchttische. Betonung auf Tische. Früher waren das große, kompakte teure Tische, die man in Druckereien oder Agenturen verwendet hat.
    Heute erhält man unter der Bezeichnung Leuchttische kleine, flache, leichte Tablets für verhältnismäßig kleines Geld.
    Für Zeichner bestimmt ideal. Ich selber habe sie noch nicht ausprobiert.
    Hat jemand Erfahrung damit?

    Bleiben wir bei kleinen Formaten.
    Wer seine Vorlage auf eine Leinwand übertragen möchte nutzt Transferpapiere.

    -selbstgemachtes Papier zum Übertragen
    Die Rückseite der Zeichnung wird mit einem weichen Bleistift, Kohle oder Kreide oder Graphitpulver eingerieben.
    Nun lassen sich die Linien der Vorzeichnung mit einem Stift auf die Leinwand übertragen.
    Vorteil: ich habe eine genaue Zeichnung auf der Leinwand
    Nachteil: Ich habe nun auch den Graphit oder Kreidestaub auf der Leinwand, den ich fixieren muss, bevor ich anfange zu malen. Tue ich das nicht, dann verschmutzen diese Partikel meine Farben.

    Alternativ kann man auch ein fertiges Transferpapier nehmen, z.B. von Saral, dass es in vielen Farben gibt oder auch Schneiderpapier, Kohlepapier.
    Der Nachteil bleibt aber, dass sich die Farbe immer mit den Transferlinien verbindet und verschmutzt.

    Im Internet steht oft, dass man die Linien ganz normal fixiert, wie man eine Zeichnung oder ein Pastellbild fixiert. Aber darauf soll man dann malen?
    Hat das einer von euch ausprobiert? Ich traue mich da nicht heran.

    Bislang habe ich die Linien mit Acrylfarbe nachgezogen und die Hilfslinien weggewischt und radiert.
    Nachteil: ein großer Zeitaufwand.

    Eine einfache Methode mit Transferpapier zu arbeiten ist ein getönter Untergrund.
    Tönt man seine Leinwand ab, dann hat das mehrere Vorteile.
    - man hat keine weiße Fläche vor sich, viele schreckt das ab
    - man gibt einer preiswerten Leinwand eine Extra Grundierung
    - man kann auch helle Objekte seines Bildes (Porzellan, weiße Blüten) malen, ohne zuerst den Hintergrund zu malen.
    - und man kann weißes Transferpapier benutzen! :)
    Da braucht man sich dann keine Gedanken mehr um das fixieren machen, denn ein paar weiße Pigmente verändern die eingesetzten Farben so minimal, dass es nicht auffällt.
     
  10. Lillemut

    Lillemut Aktives Mitglied

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    Ein kleiner Nachtrag zum Transfer.
    Nicht zu vergessen für die Ölmalerei, das Übertragen mit Ölfarbe.
    Dazu gibt es einen kleinen Film, der das perfekt erklärt.

    Oil Transfer von David Gray.
     
  11. Lillemut

    Lillemut Aktives Mitglied

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    Für größere Formate nutzt einem auch kein Transferpapier mehr.

    Die Rastermethode
    Die Rastermethode ist eine kostengünstige, einfache Methode um ein Bild zu übertragen und zu vergrößern.
    Nachteil: Je nach Größe und Detailliertheit der Vorlage, kann das ein ziemlich zeitintensiver Prozess sein.
    Vorteil: Darin kann man aber auch einen Vorteil erkennen, denn man verbessert seine Zeichen- und Beobachtungsfähigkeiten.

    Wie funktioniert das?
    Einfach gesagt legt man ein Raster über seine Vorlage und zeichnet anschließend ein Raster im gleichen Verhältnis auf die Leinwand oder das Papier.

    Dazu gibt es einen Link. Hier wird der Prozess einfach erklärt.
    !Achtung! Auf der Leinwand wird nur zu Vorführungszwecken ein Filzstift benutzt! Ansonsten nimmt man selbstverständlich ein Bleistift, Aquarellstift etc..


    Apropos Bleistift. Auch hier muss man die Linien vor dem Malen fixieren.
    Das Raster wird nach der Übertragung wegradiert, deswegen sollte man hier nur sehr feine Linien ziehen.
    Man kann seine Vorzeichnung gleich mit z.B. verdünnter Acrylfarbe machen, bzw. einem Acrylstift.
    Oder man nimmt einen farbig passenden Aquarellstift, den man nicht mehr fixieren muss, sondern der übermalt wird.
    Bleistiftlinien müssen schon deutlicher zu sehen sein, dann kann man sie mit verdünnter Acrylfarbe fixieren. Bitte immer an einer Ecke antesten, nicht dass die Linien komplett verschwinden.
     

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  12. Lillemut

    Lillemut Aktives Mitglied

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    Projektoren

    Mit der Technik habe ich es nicht so, also korrigiert mich bitte, wenn ich etwas falsches erzähle.
    Ich zähle nämlich alles ganz grob auf, von dem ich meine es gehört dazu.

    Tracer, Dia Projektor, Overhead Projektor, Beamer

    Manche sind günstig, andere teurer, viele kann man günstig ergattern.
    Erfahrung habe ich nur mit dem Beamer.
    Der größte Vorteil ist die enorme Zeitersparnis.
    Nachteile: Nachteil ist sicher der Preis.
    Dazu muss man darauf achten Leinwand und Gerät optimal auszurichten um Verzerrungen zu vermeiden. Das kann man aber auch am Beamer nachjustieren.

    Bislang habe ich meinen Apparat nur 3x genutzt und ja er kostet mich Nerven, da mir die Technik noch nicht so geläufig ist.
    Unterm Strich aber spare ich sehr, sehr viel Zeit. Für mein großes Haribo mit der Raster Methode habe ich gut eine Woche gebraucht und beim neuen Bild Sweets (noch in Arbeit) hat die Vorzeichnung mal gerade 1 Stunde gedauert.

    Das war es jetzt nur kurz. In den nächsten Tagen schreibe ich noch über weitere Hilfsmittel.
     

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    Mon gefällt das.
  13. marlies+48

    marlies+48 Forum-Ikone

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    Bei mir vermischt sich nichts mit den Transferpapierlinien und es verschmutzt auch nichts.
    LG Marlies
     
  14. red

    red Senior Mitglied

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    Bei meinen Aquarellen lasse ich die Bleistiftlinien stehen. Allerdings nehme ich losen Grafitstaub mit einem Knetradierer ab. Da durch sind meine Linien so blass, dass man sie kaum durch den Farbauftrag sieht.
     
  15. Gregorio

    Gregorio Aktives Mitglied

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    Hallo Lillemut

    Wenn ich eine Originalzeichnung fertig habe, lasse ich diese vergrössern, oder verkleinern. ( Kopieranstalt)
    So bleibt die Originalzeichnung erhalten, besonders bei Städteansichten.
    Danach färbe ich die Rückseite der Kopie mit weissem Farbstift ein, nicht flächig sondern nur dort wo auf der Vorderseite
    Zeichnung ist. Vor dem übertragen der Zeichnung Auf die Leinwand, färbe Ich diese mit einem Roller und Arylfarbe ein.
    Ich mache das mit Schwung, so dass die Schaumstoff- Rolle vor dem Richtungswechsel immer noch leer drehen kann
    In der Luft, damit der Farbauftag auf der Leinwand schön gleichmässig wird. Als Drucker habe ich das X mal gemacht.
    Wichtig bei diesem Vorgang, die Farbe muss gut verdünnt sein mit Wasser !!
    Wenn die Arylfarbe auf der Leinwand trocken ist, klebe ich die Kopie am oberen Bildrand gut fest. Nun Pause ich mit einer Gravier-
    Nadel die Zeichnung durch. Dabei kontrolliere ich immer ob alles übertragen ist.
    Das einfärben der Leinwand hat folgende Vorteile. Ich kann in beide Richtungen arbeiten, nach hell, und nach dunkel.

    Für mich gibt es keinen grauenhafteren Anblick als eine weisse Leinwand. Das Weiss der Leinwand konkurrenziert die
    Lichter, erst wenn die ganze Fläche neutral gefärbt ist kann man richtig arbeiten. Es entstehen auch weniger Probleme
    Mit dem Simultankontrast. Es kann jeder selber googeln was mit dem Begriff gemeint ist.
    In dem Beispiel mit den Holzscheitern, pauste ich die Kopie auf die weisse Leinwand, an Stelle von einem Weissen Farbstift
    Benutzte ich einen Bleistift.
    Später übermalte ich die Linien mit Feder und Tusche. Erst dann färbte ich die Leinwand ein.
    Der Bleistift Strich wäre sonst im Grau abgesoffen.

    Gruss Gregorio
     

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    Zuletzt bearbeitet: 16 August 2019