3D Malen für die Brille?

P

panograf

Gast
moinmoin

ich will hier niemandem den Spass verderben,
aber nach meiner Meinung ist es nahezu unmöglich,
ein zufriedenstellendes stereoskopisches Bild per Handwerk zu erstellen.
Ich habe bewusst hier den Begriff 3D nicht benutzt sondern das Wort "Stereo" eingesetzt.
Unter diesem Fachbegriff kann man sich im Internet auch prima schlaumachen,
was stereoskopisches Sehen eigentlich bedeutet, wie es funktioniert.
Das kann man an zahlreichen WWW-Quellen nachlesen, das muss ich nicht nochmal wiederkäuen.
Ich würde es sowieso kopieren und hätte dann evtl. auch noch Urheberrechtsprobleme.
Zum Einsteigen vielleicht mal hierhin gehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stereoskopisches_Sehen

Kurzfassung:
Stereoskopisches Sehen beruht auf der "Berechnung" im Gehirn,
was zwei Augen von den verschiedenen Positionen aus sehen.
Das rechte Auge sieht die Szene weiter von rechts als das linke Auge.
Zur Demo mal den Zeichenstift am ausgestreckten Arm betrachten,
und dabei abwechselnd das rechte oder das linke Auge schließen.
Der Stift "bewegt" sich vor dem Hintergrund hin und her.
Diese Variation in der Perspektive, gilt es im Bild festzuhalten.
Das ist erst gelungen, wenn dem Betrachter des Stereobildes nicht schwindelig wird.

Ein weiterer Hinweis vielleicht doch noch:
Hier wird in lustigen Durcheinander über 2 (Unter-)Themen zum 3D diskutiert:
1 die Erzeugung einer Stereo-Darstellung
2. die Wiedergabe eines Stereo-Bildes.
Aber darauf gehe ich hier mal nicht näher ein.
Das wäre erst sinnvoll wenn es jemandem gelungen ist,
ein Stereobild-Paar zu malen.
 

Ernesto

Senior Mitglied
Karins Frage bezog sich auf die rot-grün Bilder, bei denen man zum Betrachten eine Brille braucht. Ob so etwas schon einmal gemalt wurde, weiß ich nicht.
Etwas anderes sind die Stereobilder, die man mit etwas Übung auch ohne Brille betrachten kann.

Das wäre erst sinnvoll wenn es jemandem gelungen ist,
ein Stereobild-Paar zu malen.

Siegfried Zademack stellt solche Bilder aus. Ich habe das "mit eigenen Augen" gesehen und gestaunt.


http://happypainting.de/showpost.php?p=378894&postcount=17

LG Ernesto
 
Zuletzt bearbeitet:
P

panograf

Gast
ich sagte ja auch, dass es hier etwas kreuzundquer durchs Thema Stereo geht.
Aber meine Ausführung bezog sich genau auf Karins Frage!

Das Ausführen des StereoBildpaares in rot-grün ist nur eine Möglichkeit der Darstellung.
Aber vor der Darstellung kommt erstmal die Herstelluing!
 

demetrius

Mitglied
Das hat Salvador Dali auch fasziniert - es gibt ein paar stereoskopische Gemälde von ihm - bestehend aus zwei fast identischen Leinwänden mit etwas verschobener Perspektive und veränderten Farben. Bei der Betrachtung durch eine Spezialvorrichtung ergeben sie ein stereoskopisches Bild. Beispiel: "Gala's foot".
LG
D.
 
P

panograf

Gast
:00000109:in deinem Link zu Wikipedia wird aber die Methode beschrieben, die Zademack malt.
LG Ernesto
wie bitte?
"Zademack" kommt auf der Seite doch garnicht vor!

wikipedia Auszug schrieb:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stereoskopisches_Sehen
Stereoskopisches Sehen
(von agr. στερεός stereós, „fest“, „starr“ und agr. σκοπεῖν skopéin, „anschauen“, „beobachten“), auch räumliches Sehen oder Stereopsis genannt, vermittelt durch die beidäugige Betrachtung von Objekten und Gegenständen eine echte, messbare Tiefenwahrnehmung und räumliche Wirkung des Außenraums. Das stereoskopische Sehen ist die höchste Form des beidäugigen Sehens (Binokularsehen).
 
P

panograf

Gast
@panograph
Auf deinem Link zu Wikipedia sehe ich ein Stereobild mit Bücherregalen.
Solche Bilder kann man mit einem Stereoskop, oder ohne Hilfsmittel mit dem Kreuz- oder Parallelblick betrachten. Zademacks Bild funktioniert genau nach diesem Prinzp und das siehst du auf auf dem Link in meinem Beitrag.

hier direkt zu Zademack.
http://kunst.blog.de/2008/04/21/austellungshinweis-und-stereobilder-4076000/

LG Ernesto

die Eingangsfrage ist doch, wie man Stereobilder malt die sich dann wie das Bücherregal anschauen lassen.
Das Bücherregal könnte man mit entsprechender Technik auch als rot/grün-Bild ausgeben.
Dann ist es kein Bilderpaar bei dem die Bilder nebeneinander dargestellt werden,
sondern die Bilder werden transparent überlagert und rot bzw. grün eingefärbt.
Damit sie für die beiden Augen getrennt erkannt werden muss der Betrachter eine entsprechende rot/grün Brille verwenden.
Aber das wollte ich eigentlich hier nicht erklären,
das das in dem WikiLink beschrieben ist.

Das es jemand geschafft hat StereoBildPaare malerisch zu erzeugen ist schon erstaunlich, keine Frage.
Wenn dem jemand hier nacheifern möchte, soll er sich aber vorher genau über den Aufwand informieren.
Ich habe den Eindruck, dass dies hier noch niemand getan hat.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Ernesto

Senior Mitglied
Das Bücherregal könnte man mit entsprechender Technik auch als rot/grün-Bild ausgeben.
Dann ist es kein Bilderpaar bei dem die Bilder nebeneinander dargestellt werden,
sondern die Bilder werden transparent überlagert und rot bzw. grün eingefärbt.
theoretisch kann man alles malen, aber eine Überlagerung ist extrem schwierig. Ich kenne niemand, der das je gemacht hat.
LG Ernesto
 
P

panograf

Gast
theoretisch kann man alles malen, aber eine Überlagerung ist extrem schwierig. Ich kenne niemand, der das je gemacht hat.
LG Ernesto

Bei dem zitierten Bücherregal sollte das ja kein Problem sein, da es sich ja um Fotos handelt.

Die gemalten Bildpaare müssen sich "im Kopf" ja auch überlagern,
ohne dass es zu Irritationen kommt.
Was das rechte Auge sieht, muss das linke ja auch sehen, nur an der Perspektive entsprechenden anderen Stelle.
Wenn also bedingt durch die Maltechnik Details z.B. Pinselstriche zu sehen sind, die mit dem Motiv nichts zu tun haben,
hat man schon das Problem, dass die beiden Augen NICHT dasselbe zu sehen bekommen.
Darin sehe ich das Problem, StereoBilder malerisch zu erzeugen,
Egal für welche Darstellungstechnik sie gedacht sind.
Die Rot/Grün-Überlagerungstechnik macht die ganze Sache dann nicht einfacher.
 

Ernesto

Senior Mitglied
Bei dem zitierten Bücherregal sollte das ja kein Problem sein, da es sich ja um Fotos handelt.
Ich denke 3D-Bilder kann man nur malen, wenn man eine Stereoaufnahme exakt kopiert. Dali hat das 1978 mit Projektoren gemacht. Oder man kopiert ein digital erzeugtes Stereobild mit malerischen Mitteln. Ich finde, das macht aber keinen Sinn.
LG Ernesto
 

Ernesto

Senior Mitglied
hat man schon das Problem, dass die beiden Augen NICHT dasselbe zu sehen bekommen.
Darin sehe ich das Problem, StereoBilder malerisch zu erzeugen,
Ich denke, das ist kein Problem, weil die Augen ja auch in Wirklichkeit zwei verschiedene Bilder sehen. Erst im Gehirn werden sie zu einem Bild zusammengefügt. Details, wie Pinselstriche werden dann irgendwie zugeordnet, stören nicht. Wenn du den Kreuzblick beherrscht, kannst du das testen, indem du ein Bild leicht veränderst.
LG Ernesto
 

romal

Aktives Mitglied
stereoskopisches Sehen

Hallo miteinander

Salvatore Dali hat sich Ende der 70er Jahre damit befaßt:
Er malte zweimal dasselbe Motiv aus einem anderen Blickwinkel.
Die Bilder wurden nebeneinander gehängt . Ab einem gewissen Abstand
verschmolzen sie zu einem virtuellen 3-D-Bild

Eines der Bilder zeigte Christus am Kreuz "Galas Christus"
Das andere hat einen unendlich langen Titel .
Ich habs angehängt. Am Monitor funktionierts bei mir allerdings nicht .

Wer genau hinsieht, sieht die Unterschiede im Vordergrund am ehesten:

Treppe rechts , die beiden Boote links unten und an den Gebäuden an den Rändern
 

Anhänge

  • dali2.jpg
    dali2.jpg
    59,7 KB · Aufrufe: 55
P

panograf

Gast
Hallo miteinander

Salvatore Dali hat sich Ende der 70er Jahre damit befaßt:
Er malte zweimal dasselbe Motiv aus einem anderen Blickwinkel.
Die Bilder wurden nebeneinander gehängt . Ab einem gewissen Abstand
verschmolzen sie zu einem virtuellen 3-D-Bild.....

Danke für das Beispiel, das die Probleme sehr anschaulich zeigt.
In mehreren Bereichen zeigen sich Unterschiede,
die verhindern, dass sich ein ruhiges plastisches Bild vor Augen einstellt.

Man muss ein wenig üben um auf das Bildpaar zu "schielen" damit jedes Auge aud das zugehörige Bild schaut.
 
P

panograf

Gast
Ich denke, das ist kein Problem, weil die Augen ja auch in Wirklichkeit zwei verschiedene Bilder sehen. ....LG Ernesto

nein ist es wohl, da irrst Du gewaltig.
Ich mache selber schonmal Stereofotos und beherrsche auch die notwendige Blicktechnik, bzw. bediene mich zugehöriger Hilfsmittel.
Ich weiß, dass man Teile, die nur in einem der Bilder fehlen sofort störend auffallen.
Kopiere Dir das Bild ind male mit EBV irgenwo ein Pixel rein.

stereo-hohenzollern_IMG_3814.jpg
 
Oben