einblick in das Buch 4 (Meer, Wasser und Gewässer)

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Der Band 4 (Meer, Wasser und Gewässer) beinhaltet eine eingehende Behandlung zur Darstellung von Gewässern, Wasserfällen und insbesondere die malerische Umsetzung von Meeres- und Brandungswellen. Hierbei wird nicht nur beschrieben, wie Sie dabei vorgehen sollten, sondern insbesondere auch werden ihnen die notwendigen physikalischen Grundlagen mitgeliefert, die zu einer naturgerechten Darstellung erforderlich sind. [/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Was dieses Buch alles beschreibt, ist dem hier angefügtem Inhaltsverzeichnis zu entnehmen:[/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Die Darstellung von Oberflächen stehender Gewässer[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Malerische Durchführung:[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Gewässer mit geriffelter Oberflache[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Gewässerzuflüsse[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Darstellung von fließendem Gewässer[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Bildgestaltung und Perspektive[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Direkte Farbgestaltung auf weißem Feuchtgrund[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Schwarze Gessobasis mit transparentem Feuchtgrund[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Intensive Gessovorgestaltung und transparentem Feuchtgrund[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Spiegelungen[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Wasserbewegungen und ihre Darstellung[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Physikalische Grundüberlegungen zu Brandungswellen[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Erscheinungsformen[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Schwallbrecher[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Sturzbrecher[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Schäumender Brecher[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Strandformen[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Wellendynamik[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Wellenüberschlag des Sturzbrechers[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Wellenhindernis[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Bucht[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Reflektionswellen[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Wellenkamm[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Dynamik und Dramatik[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Wellenfrontformen[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Farbgestaltung[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Transparenz[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Wellenauge[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Welle im Mittagssonnenlicht[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Welle im Gegenlicht[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Lichtreflektionen[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Auslaufwellen[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Verschäumungslinien[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
- [FONT=&quot]Gedanken zur Perspektive[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Standortabhängige Größenverhältnisse[/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
-[FONT=&quot]Zusammenfassung aller gleichzeitig stattfindenden Bewegungen[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
- [FONT=&quot]Das sogenannte Wellenauge[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
- [FONT=&quot]Winkelgrade und Richtung von Verschäumungslinien[/FONT][FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Schwappende, in sich schwingende Welle[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Benötigte Malutensilien[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- Pinsel[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- Spachtel[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- Schaumstoffschwamm[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- Grundierungen und Verdünner[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- Leinwände[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- Farben[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Farbenlehre? Muss ich das lesen?[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Benötigte Grundfarben für die Nass-in-Nass-Ölmaltechnik[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Farbtonübersicht, Mischanleitung und Verwendungszweck[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Pinselauswahl und Farbladung[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Komplexität der Verschäumungslinien[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Durchführung des Ölgemäldes[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Darstellung von Wellen mit schwarzer Gessogrundierung.[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Darstellung von Wellen mit vorbereitendem Einsatz aller Gessos[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Die Gestaltung von Brandungswellen ohne direkten Gessoeinsatz[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Darstellung von Brandungswellen ohne jegliche Nassgrundierung.[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Umsetzung eines Wellenmotivs im Gegenlicht[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]- [/FONT][FONT=&quot]Umsetzung der Auslaufwellen am Stand[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Kleine Tricks und Kniffe[/FONT][FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]
[FONT=&quot]Wasserfälle und ihre Darstellung[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Ich möchte Ihnen kurz zwei kleine Kapitel dieses Buchs zeigen, um ihnen einen Eindruck zu vermitteln, wie dieses gestaltet ist.[/FONT]
[FONT=&quot]A)[/FONT]
[FONT=&quot]Intensive Gessovorgestaltung und transparenter Feuchtgrund[/FONT]
[FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot][/FONT]
[FONT=&quot][FONT=&quot]Das beginnt ganz einfach damit, dass vielleicht die schwarze Gessofläche mit mittelgrauem Gesso leicht aufgehellt wird. Das erleichtert das regelrechte Erreichen der richtigen Wasserfärbung im Verschäumungsbereich.[/FONT][/FONT]
[FONT=&quot][FONT=&quot][/FONT][/FONT]
[FONT=&quot][FONT=&quot] [FONT=&quot]Generell ist vorab zu sagen, dass selbst bei flachen Gewässern nicht immer der Grund zu sehen ist. Das hängt natürlich von mehreren Faktoren ab, die es bei der malerischen Umsetzung mit zu bedenken gilt.[/FONT]
[FONT=&quot]Hierzu zählen: [/FONT]
[FONT=&quot]1) [/FONT][FONT=&quot]Die Fließgeschwindigkeit[/FONT]
[FONT=&quot]2) [/FONT][FONT=&quot]Die klimatischen Bedingungen[/FONT]
[FONT=&quot]3) [/FONT][FONT=&quot]Die Transparenz sowie Trübung des Wassers durch Schwebestoffe[/FONT]
[FONT=&quot]4) [/FONT][FONT=&quot]Die Wassertiefe[/FONT]
[FONT=&quot]5)[/FONT][FONT=&quot][FONT=&quot] [FONT=&quot]Der Standpunkt des Betrachters[/FONT][/FONT][/FONT]
[/FONT][/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Zu Punkt 1: der Fließgeschwindigkeit:[/FONT]
[FONT=&quot]Je höher die Bewegungsenergie des Gewässers, desto unregelmäßiger und weniger glatt zeigt sich die Oberfläche des Wasserspiegels. Da mag die Trübung des Wassers selbst noch so gering sein, die erzeugten Oberflächenwellen spiegeln so mannigfaltig den Himmel, so dass das Licht nicht in die Tiefe gelangt, um dann noch Steine zu erkennen. Zusätzlich stören mögliche Schaumblasen die Sicht noch zusätzlich.

[/FONT]
[FONT=&quot]Ein klassisches Beispiel dafür ist dieses sehr flache, aber mit etwa 4 m/sek. fließende Gewässer mit absolut ungewöhnlich klarem Wasser. Obwohl sein Bett nur aus kleinen faustgroßen Steinen besteht ist es der unruhigen Oberfläche wegen, nicht möglich den Grund zu sehen.

[/FONT]
[FONT=&quot]Selbst die Steine in unmittelbarer Uferregion sind wegen der Wasseroberflächenunruhe nicht zu sehen.

[/FONT]
[FONT=&quot]Selbst dieses glasklare Wasser ist trotz erhöhten Standpunktes des Betrachters wegen seiner Strömung, auch wenn sie relativ gering ist, nicht durchsichtig genug. Die kleinen Riffelungen der Wasseroberfläche verhindern durch die Spiegelungen des Himmels die klare sich auf die metergroßen Steinbrocken am Grund dieses Beckens.

[/FONT]
[FONT=&quot]Dass trotz einer Wassertiefe von nur 10 cm die überströmten Steine nicht sichtbar sein können, demonstriert das rechte obige Foto mit seiner ganz erheblichen Luftuntermengung, die jegliche Sicht in die „Tiefe“ verwehrt.

[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Zu Punkt 2: die klimatischen Bedingungen

[/FONT]
[FONT=&quot]Natürlich ist klar, dass bei Nebel und Eisbildung der Gewässergrund sich zu sehen ist. Nein; das meine ich mit diesem Erörterungsgrund nicht. Angesprochen werden soll hier der Einfluss des Windes.

[/FONT]
[FONT=&quot]Dieser berühmte „Blausee“ verfügt trotz seiner beträchtlichen Tiefe nicht nur über eine zu jeder Zeit vorhandene auffällige Blaufärbung, sondern auch um eine überraschende Klarheit des Wassers, dass überall nicht nur der gesamte Fischbestand zu erkennen ist, sondern auch jeder Stein am Seegrund.

[/FONT][FONT=&quot]Wie Sie im folgendem Bild erkennen, ist trotz stehenden Gewässers in diesem Augenblick nichts von der bekannten Trans-parenz zu sehen. Ursache dafür ist ein wenn auch geringer Windzug, der die Wasseroberfläche leicht aufraut und damit durch multiple Spiegelungen die komplette Sicht in die Tiefe verwehrt.

[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Zu Punkt 3: Die Transparenz sowie Trübung des Wassers durch Schwebestoffe

[/FONT]
[FONT=&quot]Es gibt Gewässer, die auf Grund der darin gelösten Substanzen und Schwebestoffe absolute keine Transparenz mehr aufweisen und es dem Betrachter unmöglich ist, auch nur 10 cm in die Tiefe schauen zu können. Ein sehr bekanntes Beispiel dafür ist der Grimselsee mit seinem ungewöhnlich fahlgrünen Wasser.

[/FONT]

[FONT=&quot]Zu Punkt 4: Die Wassertiefe[/FONT]
[FONT=&quot]Zu diesem Punkt ist eigentlich sehr wenig zu sagen, da es jedem völlig plausibel ist, dass je flacher das Gewässer ist, desto mehr die Chance besteht, am Grund Steine zu erkennen.[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Zu Punkt 5: der Standpunkt des Betrachters:

[/FONT]
[FONT=&quot]Hier kommen wir nun zu einem Punkt, der eminent wichtig ist. Deshalb soll ihnen diese Problematik an Hand einiger Beispielfotos näher gebracht, bevor wie an die malerische Umsetzung gehen.

[/FONT]
[FONT=&quot]Wie Sie den beiden Fotos entnehmen können, ist das Erkennen von Steinen am Grund eines Sees[/FONT]
[FONT=&quot]nicht möglich, je niedriger Ihr Standpunkt ist. Das bedeutet, je flacher Sie auf das Wasser schauen, desto mehr spiegelt die Oberfläche und verwehrt den Blick in die Tiefe.

[/FONT]
 

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dr.bindewald

Gast
[FONT=&quot]Dass das auch selbst bei sehr flachen Gewässern stimmt, zeigen die Abbildungen 45 und 46, deren Wassertiefe zwischen 10 und 20 cm zu veranschlagen ist.

[/FONT][FONT=&quot]Dieser keine Bach (unten links) von nur 10 cm Tiefe lässt trotz steinigen Untergrunds, auf Grund des niedrigen Betrachterwinkels, keinen Blick auf die Steine am Grund zu.
[/FONT]
[FONT=&quot]Wieder einmal (unten rechts) ein Ausschnitt aus der Uferregion des sog. Blausee. Während Sie, trotz der Baumspieglungen im Vordergrund, die großen Steinplatten eben gerade noch erkennen können, geht Ihnen die freie Sicht auf die Steine Richtung Horizont immer mehr verloren.[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Ändern wir jedoch den Blickwinkel und schauen mehr von oben herab, nahezu senkrecht, entfallen weitgehend die Spiegelungen und der Grund wird sichtbar, sofern sich die Wassertrübungen und Strömungen in Grenzen halten. Betrachten Sie das gleiche Gewässer des Bildes oben links aus anderem Blickwinkel, können Sie, je senkrechter Sie hineinschauen, plötzlich mehr und mehr vom Grund erkennen.

[/FONT]
[FONT=&quot]Achten Sie bitte auch gleich mit auf die Färbung der Steine. Diese sind im Uferbereich nahezu schneeweiß. Unter Wasser jedoch verfügen alle die gleichen, hellen Steine über eine einheitliche braune Färbung mit nur geringen Helligkeitsunterschieden von Licht und Schatten. Den abrupten Farbübergang sehen Sie sehr gut im Bild oben links. Nebenbei bemerkt, hat das Wasser insgesamt auch eine leicht grünliche Tönung. Damit wäre auch klar, wie farblich Wasser mit Steinen am Grund darzustellen sind. Damit die Grundsteine auch als unter Wasser erkannt werden können, ist neben einer leichten Trübung eine leicht bläulich graue Wasseroberflächenunruhe zu erkennen.

[/FONT]
[FONT=&quot]Damit ist eigentlich klar wie ein solches Motiv technisch durchzuführen wäre.

[/FONT]
[FONT=&quot]1. [/FONT][FONT=&quot]Herstellen eines grauen Bachuntergrundes[/FONT]
[FONT=&quot]2. [/FONT][FONT=&quot]Einsetzen von Steinen mit leicht hellerer Oberflache und dunklem Schatten[/FONT]
[FONT=&quot]3. [/FONT][FONT=&quot]Einfärben der gesamten Fläche mit transparentem Braun-Grün[/FONT]
[FONT=&quot]4. [/FONT][FONT=&quot]Eintrüben der Fläche mit einen sehr, sehr dünnen Überzug von Titanweiß[/FONT]
[FONT=&quot]5. Einfügen der Wasserunruhe, bzw. –spiegelungen mit einem bläulichen Grau, das genau der Komplementärfarbenmischung aus Phthalogrün mit Karmesinrot entspricht.

[/FONT]
 

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dr.bindewald

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B)
[FONT=&quot]Dynamik und Dramatik[/FONT][FONT=&quot] von Brandungswellen

[/FONT]
[FONT=&quot]Um die Gewalt und Dynamik einer Brandung zu ersehen, achten Sie auf das hinter einer Wellenfront befindliche Wellental. Je mehr dieses lang ausgezogen und flachmuldig ist, umso höher ist die darin enthaltene Energie enthalten. Die fortlaufende Welle nimmt nahezu alles Wasser mit und die nachfolgende saugt bereits gleichzeitig den verbliebenen Rest ab.
[/FONT]
[FONT=&quot]Eine noch höhere Wellengewalt ist dem Bild unten rechts zu entnehmen, in dem eine Doppelwelle zu erkennen ist, bei der die Hintere um das dreifache höher als die Vordere aufgeworfen wurde. Dieses Foto zeigt eine Sturmwelle auf Maui/Hawaii Nähe Hilo mit einer Höhe von schätzungsweise 4m.[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Beachten Sie weiter, dass der Zusammenbruch des Wellenkamms beim Sturzbrecher nicht überall zu gleicher Zeit stattfindet. Häufig erfolgt er in einer linearen Folge, fortlaufend von einer Seite zur anderen, wie hier im Bild von rechts nach links.

[/FONT]
[FONT=&quot]Deutlich seltener erfolgt der Zusammenbruch in einem einzigen Augenblick wie im linken unteren Foto zu erkennen ist.[/FONT]
[FONT=&quot]Nicht aber bricht eine Welle in einem einzigen Überschlag in sich zusammen. Vielmehr ist selbst an einer Stelle ein mehrfacher Zusammensturz möglich.

[/FONT][FONT=&quot]Obwohl der Wellenkamm bereits zusammenbricht, wird durch die enorme Schubkraft der Wasserwalze und der großen Windangriffsfläche ein zweiter und dritter Wellenkamm aufgetürmt, der in unmittelbare Folge dann nahezu zeitgleich in sich zusammenfällt.[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Des besseren Erkennens wegen sind im folgenden Foto die Aktionsfronten mit farbig, gepunkteten Linien besonders hervorgehoben worden.


[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Ein weiteres Augenmerk ist auf den Brecherfuß, speziell die Gischtmenge und –Form zu richten. Eine nur geringe Gischt wie in unten gezeigtemFoto rechts (Sylt) spricht für eine eher sanfte Welle.[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Je höher die Gischt am Brecherfuß, desto mehr Gewalt verbirgt sich dahinter. Dramatischer wird es erst, wenn die Gischt im oberen Anteil sehr unregelmäßig wird oder gar teilweise den Brecher selbst überragt.

[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Die höchste Dramatik wird dann erreicht, wenn alles auf einmal zusammentrifft. Windverblasung bei einem Sturzbrecher mit gewaltiger, unregelmäßig aufschäumender Gischt, der unmittelbar vor einer Felsbarriere zusammenbricht.[/FONT]
[FONT=&quot]
[/FONT]

[FONT=&quot](die verschiedenen Brechertypen werden zu Beginn ers Meereswellenabhandlung besprochen und in [FONT=&quot]F[/FONT]orm von Grafiken für jedermann pausibel gemacht)

[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Ganz anders sieht es bei einem Schwallbrecher aus. Der Schaumkamm rutscht selten gleichmäßig [wie auf dem Foto unten links zu sehen ist], sondern beginnt meist an verschiedenen Stellen gleichzeitig abzulaufen.

[/FONT]
[FONT=&quot]Die darin steckende Kraft und Bewegungsenergie kommt erst deutlich zum Ausdruck, wenn der Wellenkamm seine Gleichmäßigkeit verliert und der ablaufende Schaum krakenartig in ungleichmäßiger „Nasenbildung“ erscheint.[/FONT]
[FONT=&quot]Bei noch höherer Progressionsgeschwindigkeit und Gewalt wird[/FONT][FONT=&quot] gleichzeitig auch die Wellenfront unregelmäßig, wie in nebenstehendem Foto gut zu erkennen ist.[/FONT] [FONT=&quot]

Alle diese Dinge sollten bei der Bildplanung zuvor berücksichtigt werden. Was soll dargestellt werden und mit welcher Dynamik ist das Gemälde zu versehen? Wo liegen die Hindernisse, wie ist der Untergrund, von wo kommt der Wind, wie und wo kommen Reflektionen zustande? Dazu kommen noch weitere Merkmale die, in folgenden Kapiteln angesprochen werden müssen.[/FONT]
 

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