Einstieg in die Nass-in-Nass-Ölmalweise

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Bei oben gezeigten Abbildungen zeigen die deutlich sichtbaren Verschlierungen ohne Schaumbildung, die sich ebenfalls in teils recht großen Kreisen vorfinden, deren ausgezogene Spitze eindeutig in Flussrichtung weist (Hier von rechts nach links).

[/FONT]
[FONT=&quot]Eingedenk dieser physikalischen Phänomene habe ich versucht, diese Erkenntnisse ein wenig in der Fluss-Szene mit dem starteten Vogel mit einfließen zu lassen.[/FONT]
[FONT=&quot]Deutlich anspruchsvoller ist die Situation, wenn sich ein breiter Auslauf daneben befindet. Dann drehen sich die Unruhewellen zur Seite und interferieren mit den Uferrücklaufwellen (s.u.).[/FONT]
[FONT=&quot]So etwas zeigt sich auch bei Strömungsbiegungen, wie es in nebenstehendem Gemälde angedeutet wird. Die zentrale Verschlierung biegt zwar mit der Kurve ein und wird etwas in die Länge gezogen.[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Sehr deutlich sind aber die Uferreflektionswellen als schmale, girlandenförmige Streifen zu erkennen, die enorm wichtig sind für die regelrechte Motivgestaltung.[/FONT]
[FONT=&quot]
[/FONT]
[FONT=&quot]Schwieriger wird es, wenn Sie einen Bachzusammenfluss malen wollen. Hier kommen dann zwei Strömungen zusammen - und bei ungleicher Strömungsstärke auch Reflektionswellen von der Uferzone, die zu Interferenzen führen.[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Fließen jedoch zwei Gewässer zusammen kommt es zu interessanten Interferenzen der Flussunruhen und Reflektionswellen der Uferregionen.[/FONT]
[FONT=&quot]
[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Wie aber verhält sich das Wasser bei Hindernissen im Bach- oder Flussbett? In dem Gemälderauschnitt in folgender Abbildung können Sie das ersehen. Die Verschlierungen laufen um das Hindernis herum und richten sich unmittelbar hinter weitgehend parallel aus.

[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Hindernisse im Wasser

[/FONT]
[FONT=&quot]Prinzipiell unterscheiden wir Hindernisse unter und über der Wasseroberfläche, sowie im Wasserlauf.

[/FONT][FONT=&quot]Steine unter Wasser

[/FONT]
[FONT=&quot]Wenn Steine im Flussbett auf dem Grund zu erkennen sein sollen, also unter Wasser, sind diese [/FONT][FONT=&quot]vor [/FONT][FONT=&quot] dem Malen mit Ölfarbe mit grauem und weißem Gesso und noch vor der Grundierung mit transparenter Feuchtgrundlösung einzubringen. Dies erreichen Sie auf folgende Weise: Nehmen Sie entweder einen alten Filbertpinsel oder neuwertigen OvalMop zur Hand. (Der Filbertpinsel ist im Gegensatz zu den großen Landschaftspinseln wasserfreundlich und quillt nicht auf.) Nach Gebrauch müssen Sie den eingesetzten Pinsel sofort mit Wasser auswaschen, damit das Gesso – das sehr schnell trocknet – nicht die Pinselhaare verklebt.

[/FONT]
[FONT=&quot]Bringen Sie die Vordergrundsteine mit weißem und die entfernten mit grauem Gesso ein, nachdem die erste Gessogrundierung abgetrocknet ist. Dazwischen bedarf es dann weitere Graumischungen, um die Übergänge nicht zu kontrastreich zu gestalten. Achten Sie darauf, dass die Steine zum Horizont hin immer kleiner werden und enger liegen müssen.[/FONT]

[FONT=&quot]Über diese Steine tragen Sie, wie oben beschrieben, die transparente Feuchtgrundlösung und eine Farbe nach Ihrer Wahl auf. So haben Sie automatisch die Steine unter Wasser dargestellt.

[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Steine im Wasserlauf – Möglichkeit 1

[/FONT]
[FONT=&quot]Werden Wasserrinnsale über Gestein in der Nass-in-Nass-Ölmaltechnik dargestellt, ist es ein bekanntes Problem, dass sich das abgetönte Weiß sofort mit dem dunklen Steinuntergrund mischt. Dies können Sie vermeiden, wenn Sie in einem vorausgehenden Malschritt zunächst die Steine mit allen drei Gessos untermalen. Gestartet wird zunächst die Untermalung der Steinfläche mit schwarzem Gesso. Nach Trocknung können Sie dann mit einem Flachpinsel oder einem ausrangierten Filbert-pinsel die Steine im Einzelnen skizzieren.[/FONT]
[FONT=&quot]
[/FONT][FONT=&quot]Nachdem alles getrocknet ist, überziehen Sie den gesamten Gessobereich mit einer dünnen Schicht transparenter Feuchtgrundlösung.[/FONT]


[FONT=&quot]Achten Sie wie immer darauf, dass die Transparentlösung nur hauchdünn aufgetragen ist und wischen Sie ggf. den Überschuss mit einem Papiertuch ab. Grundieren Sie nun die Steine in zwei Schritten mit Ölfarbe.

[/FONT][FONT=&quot]Schritt 1:[/FONT]
[FONT=&quot] Nehmen Sie mit dem gr. oder kl. Landschaftspinsel ein wenig v.Dyke-Braun auf und überziehen damit dünn den gesamten Bereich der Steinformation.
[/FONT]

[FONT=&quot]Schritt 2:[/FONT][FONT=&quot] Stoßen Sie jetzt den gleichen, ungereinigten Pinsel senkrecht in dünn ausgezogenes v.Dyke-Braun und betupfen damit ganz leicht die Steinoberfläche, um eine optisch raue Flächengestaltung zu erhalten. Somit sind die Steine jetzt fertig.

[/FONT] [FONT=&quot]Da die Farbschichten extrem dünn sind, kann jetzt die Übermalung mit dem Wasser und der Farbe Ihrer Wahl erfolgen.

[/FONT] [FONT=&quot]Bei der Farbwahl ist zu empfehlen: [/FONT]
[FONT=&quot]Verdünnen Sie Titanweiß mit etwas weißer Feuchtgrundlösung und dunkeln Sie es mit einer Spur Phthaloblau ab. Tragen Sie diese Farbmischung entweder mit dem Schriftenpinsel oder dem Fächerpinsel auf. Alternativ kann auch eine Farbmischung aus einem Teil Karmesinrot, zwei Teilen Phthalogrün, sowie 50 Teilen Titanweiß ge[/FONT][FONT=&quot]nommen werden. Achten Sie dabei auf die Form der Steine und des Geländes. Je weniger Wasser Sie darstellen wollen, desto mehr läuft dieses auch schräg über den Stein ab, bisweilen auch nur einzelne Tropfen.

[/FONT] [FONT=&quot]Am Einfachsten lassen sich ganz dünne Rinnsale darstellen, wenn Sie diese Farbmischung noch mit einer Spur Leinöl verdünnen.[FONT=&quot] Geruchloser Verdünner ist dazu ungeeignet, weil es mit der Transparentgrundlösung eine chemische Unverträglichkeit hervorruft, so dass sich die Farb[/FONT][/FONT][FONT=&quot]pigmente trennen. Benutzen Sie für den Farbauftrag bevorzugt den Schriftenpinsel.

[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Steine im Wasserlauf – Möglichkeit 2

[/FONT]
[FONT=&quot]Malen Sie zuerst die Wasserfälle und die Gischt wie weiter unten beschrieben. Nehmen Sie dann mit dem Malmesser eine Rolle v.Dyke-Braun auf und ziehen den Fels ein. Sie können auch dazu den Filbert- oder den Fächerpinsel einsetzen.[/FONT]

[FONT=&quot]Der Vorteil ist außerdem, dass Sie sich nicht so sehr um die Felsbasis kümmern müssen. Die darf ruhig nach unten hin ausgefleddert sein.

[/FONT] [FONT=&quot]Das erweckt den Eindruck noch höherer Wasserturbulenzen.[/FONT]
[FONT=&quot]Highlights setzen Sie auf die Steine nur spärlich mit marmorierter Mischung aus Dunkelsienna und Titanweiß. Beachten Sie auch den Lichteinfall, damit keine Unlogik auftritt.

[/FONT]
[FONT=&quot]Wollen Sie jedoch die Steine mit Gesso bereits in der Startphase vorplanen ist das auch kein Problem, wie Sie dieses der unten gezeigten Abbildung entnehmen können.

[/FONT][FONT=&quot]Hier ist das Wasser erst in der Ölphase um die Steine herum geführt worden.[/FONT]
[FONT=&quot]Beide Verfahrensweisen sind also durchaus sinnvoll und es liegt in Ihrem freien Ermessen, zu welcher Variante in Abhängigkeit vom Motiv Sie greifen woll[FONT=&quot]en.

[/FONT][/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Für [/FONT][FONT=&quot]kleinere[/FONT][FONT=&quot] Steine im Uferbereich können Sie den Filbertpinsel oder OvalMop benützen. Hier hat sich eine sog. „Doppelladung“ als sehr praktisch erwiesen.

[/FONT]
[FONT=&quot]Fertigen Sie dazu zunächst eine hellbraune weiche Farbmischung aus Dunkelsienna, Titanweiß und weißer Feuchtgrundlösung an. Mischen Sie das Ganze gut durch.[/FONT]

[FONT=&quot]Ziehen Sie den Filbertpinsel mit beiden Seiten durch v.Dyke-Braun und laden reichlich Farbe mit ein.[/FONT]

[FONT=&quot]Anschließend ziehen Sie nur eine Seite des Pinsels durch die helle Farbmischung.
[/FONT]
[FONT=&quot]Mit der hellen Farbe nach oben setzen Sie kleine Bögen in das Wasser, und zwar so, dass die helle Seite immer zum Licht hinzeigt. Beginnen Sie stets mit den hinteren Steinen und setzen Sie weitere davor.
[/FONT]
[FONT=&quot]Wenn das Wasser ruhig ist, ziehen Sie mit dem kl. Landschaftspinsel die untere Steinbegrenzung als Schatten im Wasser senkrecht nach unten und wischen ganz leicht horizontal. Die Schattenlänge ist hierbei nicht ganz willkürlich, sondern ist abhängig vom Son[/FONT][FONT=&quot]nenstand bzw. deren Standhöhe und natürlich von der Größe des Steins.
[/FONT]

[FONT=&quot]Mit einer winzigen Rolle weißer Feuchtgrundlösung, dem Sie etwas Schwarz beigefügt haben, um es zu einem Grau abzutönen, ritzen Sie dann noch mit einem Malmesser eine Wasserlinie ein. Bedenken Sie auch, die Wasserlinien absolut horizontal, also parallel zum unteren Leinwandrahmen, zu machen. Nur ein schräger Strich reicht, um den Gesamteindruck des Bildes zu stören.[/FONT]

[FONT=&quot]Steine mittlerer Größe, die vom Wasser glatt geschliffen wurden, lassen sich besonders gut mit dem gr. Katzenzungenpinsel einbringen. Auch hier ist die Doppelladung, wie oben bei den kleinen Steinen beschrieben, in gleicher Weise anzuwenden. Das kann dann so wie im Bild unten aussehen.

[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Darstellung von kleinen Stromschnellen

[/FONT]
[FONT=&quot]Ich empfehle, auch bei kleinen Stromschnellen diese mit schwarzem Gesso zu untermalen. Wie üblich sollte nach ausreichender Trocknungszeit (ca. 30 Minuten) dann diese Region mit einer sehr dünnen Schicht Transparentgrundierung überzogen werden. Die überschüssige Grundierung wird mit einem trockenen Papiertuch abgewischt. Je nach gewünschter Wassergrundfarbe ist jetzt eine dünne Öl-Farbschicht mit horizontalen Strichen aufzutragen:[/FONT]

[FONT=&quot]Saftgrün und v.Dyke-Braun zu gleichen Anteilen eventuell einschließlich Phthaloblau; v.Dyke-Braun; Phthaloblau und Phthalogrün zu gleichen Anteilen; oder nur Phthaloblau bzw. Preußischblau.[/FONT]

[FONT=&quot]Jetzt muss das Wasser zunächst sichtbar gemacht werden, da wegen der Transparenz der Farben auf schwarzem Gesso nichts zu erkennen ist. Dieses Vorgehen wurde bereits oben ausführlich beschrieben: gr. Landschaftspinsel und außerordentlich wenig Titanweiß![/FONT]

[FONT=&quot]Als Nächstes sind die Spiegelungen des Himmels auf der Wasseroberfläche einzubringen. Damit wird dem Wasser die erste Dynamik verliehen. So sollten Sie bereits mit diesem Schritt die Unruhe der Wasseroberfläche wie auch die Fließrichtung vorgeben.

[/FONT] [FONT=&quot]Wichtig ist dabei, dass im Gegensatz zu dem bisher üblichen Verfahren nur die Stellen aufzuhellen sind, die wirklich die Spiegelungen andeuten sollen. Alle anderen Regionen bleiben unangetastet. Da aber die Strichrichtungen hier sehr wichtig sind, möchte ich Ihnen die Durchführung an Hand von Pfeilen zeigen.

[/FONT] [FONT=&quot]Beginnen Sie wie üblich von oben nach unten parallele Striche nebeneinander zu setzen, aber nur in der Länge der angegebenen Pfeile.[/FONT]


[FONT=&quot]Hierbei ist zum Pfeilende hin der Druck auf den Pinsel eines jeden Zuges kontinuierlich nachzulassen (sehr wichtig!) Anschließend wischen Sie mit gleichem, grob mechanisch gereinigten Flachpinsel horizontal darüber, um die Borstenstreifen zum Verschwinden zu bringen und gleichzeitig eine horizontale Linienführung automatisch[/FONT][FONT=&quot]mit hinein zu bringen. Weiter im Vordergrund wurden ebenfalls dem Flachpinsel sehr zart geführte Striche vorgenommen, um die passenden Aufhellung einzufügen. Wie die roten Pfeil zeigen, sind diesmal aber die Striche in umgekehrter Weise vorgenommen worden: Von vorn nach hinten und zwar nach rechts und links vom Betrachter weg. Ein horizontales Darüberwischen erübrigt sich, wenn Sie nur ausreichend wenig Weiß aufgenommen haben, damit keine Aufsetzmarken zurückbleiben. Somit wird ein optimal perspektivischer und regelrechter Eindruck erreicht.

[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Verbleibt die Andeutung, dass auch alles unter Wasser sich befindet. Hierfür ist eine Komplementärfarbenmischung aus Phthalogrün mit Karmesinrot anzufertigen, wobei der Grünanteil leicht überwiegen sollte. Das Ganze ist dann mit Titanweiß aufzuhellen, wobei Sie etwa 50 Teile mindestens davon benötigen, um ein entsprechendes bläuliches Grau zu erlangen. Diese verdünnen Sie mit Leinöl so, dass es sehr flüssig wird. Damit laden Sie dann den Schriftenpinsel und fügen die Strömungen als Verschlierungsflächen ein.[/FONT]
[FONT=&quot]Die Form solcher Verschlierungsfiguren in Abhängigkeit vom Standpunkt des Betrachters wird im Meereskapitel ausführlich beschrieben und ist zum besseren Verständnis dort eingehend bebildert worden. Das Ganze könnte dann z.B. so aussehen:[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Wird das Ganze noch wilder, könnte ihr Gemälde dann so aussehen.


[/FONT]
 

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dr.bindewald

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Malerische Gestaltung von Gischt und Spritzern:

[FONT=&quot]Für Spritzer und Gischt kommt der Fächerpinsel zum Einsatz. Laden Sie den Pinsel nicht mit Titanweiß, sondern mit einem hellen Grau aus der bereits oben beschriebenen Komplementärfarbenmischung aus [/FONT][FONT=&quot]Karmesinrot, Phthalogrün und Titanweiß. Setzen Sie den[FONT=&quot] Fächerpinsel mit der [/FONT]geraden[FONT=&quot] Pinselseite senkrecht auf die Leinwand aufsetzen und drücken ihn leicht nach oben.[/FONT][/FONT]

[FONT=&quot]Nehmen Sie des Weiteren etwas von der weißen Feuchtgrundierung auf die Palette und verdünnen auch dieses mit etwas Leinöl. Sie benötigen das für die letzten Highlights. Zunächst brauchen Sie zwei Filbertpinsel: einen für die Gischtschatten und einen für die Gischtkronen, außerdem einen [/FONT][FONT=&quot]weichen Pinsel zum Verwischen der Übergänge. Hier hat sich beispielsweise der Pinsel Goldtoray-16 gut bewährt.

[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Beginnen Sie mit der Gischt. Hier sind zunächst die Schatten einzubringen. Laden Sie den ersten Filbertpinsel mit der hellen, grauen oder graublauen Schattenmischung und tupfen Sie damit die Schattenpartien im Bereich der Gischtbasis ein.

[/FONT][FONT=&quot]Laden Sie den zweiten Filbertpinsel einseitig mit Titanweiß. Setzen Sie dann diesen Pinsel über die Schattenpartie der Gischt senkrecht auf die Leinwand und drücken so auf den Pinsel, dass die Borsten sich biegen und ein ausgefranster Rand entsteht. Drehen Sie die breite Seite des Pinsels immer in die Richtung, in die das Wasser spritzen soll. In die gleiche Richtung müssen Sie auch den Pinsel drücken.

[/FONT][FONT=&quot]Als nächster Schritt ist dann die Trennschicht beider Farben sanft zu verwischen. Führen Sie den Pinsel wie beim Verblenden der Wolkenfarben in kleinen C-förmigen Bewegungen. Wischen Sie aber immer vom Schatten zum Highlight hin, ohne jedoch die obere feine Struktur zu zerstören.

[/FONT]
[FONT=&quot]Sollte die Schattenfarbe an einigen Stellen zu hell ausfallen, so kann mit diesem Verwischpinsel (aus weißem Ziegenhaar) auch noch etwas von der dunklen Schattenfarbe mit aufgenommen werden[/FONT][FONT=&quot].[/FONT]

[FONT=&quot]Mit dem Schriftenpinsel werden jetzt die Gischtverschlierungen über die Himmelsschatten eingebracht. Hier müssen Sie auch auf die Strömungsrichtung und den Blickwinkel achten. Benutzen Sie dazu die hellere Schattenfarbe.

[/FONT]
[FONT=&quot]Setzen Sie diese Linien spärlich, unter Beach[FONT=&quot]t[/FONT]ung der zuvor eingebrachten Grundschatten, ein. Um die Wasserfließrichtung noch besser herausarbeiten zu können, schieben Sie den Schriftenpinsel - in einem sehr flachen Winkel zur Leinwand - gegen die Borstenrichtung mit leichten Vor- und Zurückbewegungen.

[/FONT]
 

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dr.bindewald

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[FONT=&quot]Für die letzten, besonders zu betonenden Highlights wird die verdünnte weiße Feuchtgrundlösung aufgenommen.[/FONT]

[FONT=&quot]Vorsicht, nicht übertreiben! Mit dem Schriftenpinsel werden die wichtigsten, der Sonne exponierten Gisch[/FONT][FONT=&quot]tschaumströmungen betont. Mit dem zweiten Filbertpinsel können Sie noch einige wenige Tupfer in die Gischt aufsetzen, um die Illusion zu vervollständigen.

[/FONT]

[FONT=&quot]So, das sollte zunächst genügen, um zu zeigen, wie in diesem Buch-1 vorgegangen wird, um einzelne Probleme der Darstellung, der Verfahrensweisen, physikalischen Gegebenheiten und Pinsel, sowie Farbeinsätze in plausibler und so denke ich in gut nachvollziehbarer Weise aufzuzeigen. [/FONT]

[FONT=&quot]Wie gesagt, werden in diesem Band die für den Einsteiger in diese meine Maltechnik wichtigsten Grundkenntnisse vermittelt, die in den weiteren speziellen, motivbezogenen Bänden weiter vertieft werden.

[/FONT]
 

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