Leinwand Coating

Thilo

Aktives Mitglied
Hoi zusammen.

Ich versuche ja meine Leinwände für Acryl (geht auch für Öl) selber zu machen, und das auch nur Leinwand, ohne Spannrahmen und ohne Board, wobei ich letzteres auch selber bespanne,
In meinem Fall nicht um zu sparen, sondern ich mags einfach, mir genau die Oberfläche zu erstellen, auf der ich gerne male, es macht mir einfach Freude, auf selbstgemachter Leinwand zu malen und es macht mir viel Spass, damit rumzuspielen. In wieweit das sich auf Öl Malerei auswirkt, kann ich nicht sagen, da ich keine Erfahrung damit habe, aber vermute, es wird ähnlich sein. Bei günstigen Materialien kann man sparen damit. Sobald man hochwertige Leinwand und gute MFD HolzPlatten verwendet, ist der Preis kein Punkt mehr. Primer und gesso ist auch nicht billig, aber wenn man grössere Gebinde kauft, nicht der Grund für den hohen Preis hochwertiger Acrylboards. Ob, weshalb und wieviel diese besser sind wie günstige, ist eine ganz andere Frage, gerade bei Acryl. Ich glaube (weiss es aber nicht) ist die verwendete Leinwand eher unwichtig, ausser ich verwende Spannrahmen. Bei Öl könnte es noch andere Gründe für hochwertige Materialein geben (reissfestigkeit beim bespannen, Öl Verträglichkeit usw). Die Leinwand und das Holz ist meiner Erfahrung nach der grosse Kostenpunkt bei Acrylboards

Malplatten zu coaten oder mit Leinwand zu beziehen und chatten, ist sehr einfach, mit Pinsel oder Spachtel, daher gehe ich nur kurz darauf ein.
Eines kann ich wärmstens empfehlen. Ich habe mir sehr günstigste Malplatten gekauft, 10 Stück A3 ca. 22 Sfr. , und gelten als malfertig. Sind diese aber nur sehr begrenzt. Die Oberfläche hat Stoff Struktur, aber fühlt sich extrem glatt an.
Meine ersten Versuche gefielen mir erheblich besser wie auf Acryl Papier, aber musste feststellen, dass die Farbe, wenn nicht gerade Heavy Body ohne Wasser oder Medium verwendet wird, einfach vor dem Pinsel hergeschoben wird, und sauberes Blenden und Datails malen, recht schwierig ist. Erst recht mit Golden Open taugen diese nichts.
Hier habe ich einfach ein einzelnes Coating mit Primer, oder Gesso gemacht. Das verbesserte diese Oberfläche erheblich, diese wird fein oder leicht rau, und das malgefühl war für mich erheblich besser. Ich werde diese nicht mehr ohne verwenden. Teurere Malplatten, haben eine rauere Oberfläche, und da braucht das vermutlich nicht, aber habe ich noch nicht getestet. Ich spüre es einfach am Griff der Oberflächen, dass diese nicht so glatt sind. Es stehen 3 Platten verschiedener Hersteller bei mir im Regal, da sehe ich das. Der Preis ist aber erheblich höher 2-4 facher Preis. Aber das Holz ist auch dicker (4-6mm anstelle von 3mm) und stabiler, was für mich wegen der Dicke aber eher negativ ist.

Nun zu unbehandelter Leinwand

Gesso, Primer und Grundierung?

Grundierung:
Versiegelt die Leinwand und erhöht die Haftung für den folgenden Primer oder Gesso.
Ist theoretisch, laut allen Herstellern, bei den heutigen Primer oder Gessos nicht mehr notwendig, da das versiegeln von diesen übernommen wird.
ABER! Meine versuche zeigten, wenn ich bei dickeren Stoffen (>200 g/m2), die Baumwolle oder Leinen ohne Grundierung den Primer richtig aufsaugen, und ich grosse Mengen benötigte für die ersten beiden Schichten. Diese sind auch recht schwer aufzutragen, da diese kaum Streichbar sind, da das Wasser gleich beim ersten verstreichen rausgezogen wird (Stoff unbedingt anfeuchten) Nur mit Gesso, bleibt die Leinwand recht stark saugend (siehe Gesso), für mein Gefühl zu stark, aber je nach Technik ist das auch gewünscht.
Grundierung ist erheblich dünner, und lässt sich auf leicht mit Wasser besprühter Leinwand (Sprühflasche mit feinem Nebel) recht einfach auftragen und verstreichen. Auch hier, unbedingt vernetzen, das macht einen gleichmässigen Auftrag viel leichte.
Dies muss schnell geschehen, da natürlich auch hier das Wasser aufgesogen wird. Aber hat bei mir auf Anhieb, selbst bei 390g/m2 Baumwolle gut funktioniert.
Theoretisch könnte man auch Primer mit 50% Wasser verdünnen, aber einer Verdünnung über 20% wird überall abgeraten, da die Acrylate nicht mehr gleich abbinden.
Grundierungen habe ich eigentlich nur bei den teureren Herstellern gefunden. Verwendet habe ich Schmincke und Lascaux. Schmincke ist gebrauchsfertig und wässrig, Lascaux ist wie primer, aber wird mit 50% Wasser verdünnt, was die Kosten senkt, und scheint mir auch ergiebiger. Meine Wahl in Zukunft. Beide sind mit breitem, flachen Pinsel einfach aufzutragen.

Was ist Primer oder Gesso? Leider wird das im Internet oft vermischt, da Primer eigentlich ein allgemeiner Ausdrücke für eine Beschichtung ist, Gesso eher gezielt für Beschichtungen für Malerei verwendet wird, somit ist Gesso auch ein Primer. Aber es gibt beides zu kaufen und erfahrungsgemäss sind es eher verschiedene Produkte heute, und da kann es recht grosse Unterschiede geben. Daher behandle Ich diese als eigene Produkte, was wohl praxisnäher ist.

Grundierungen, Primer und Gesso können mit Acrylfarben versetzt werden, um das Auftragen visuell leichter zu machen und der Leinwand eine Farbe zu geben. Eine Untermalung kann sich dann erübrigen, wenn man nur mit einer Farbe untermalt. Farbe in Gesso vermindern den „Teeth„ leicht, also nicht Zuviel verwenden

Alle drei Produkte gibt es farblos, so sieht man die Leinwand am Ende, weiss (meist mit Titandioxid Pigmenten), und bei wenigen Herstellern auch farbig.

Die Leinwand bleibt flexibel, weich und biegsam, ohne dass das coating bricht. In gewissen Grenzen natürlich.

Saugend oder nicht saugend. Meist findet man Angaben dazu nur bei höherpreisigen Produkten (die Ausnahme bestätigt die Regel). Tendenz: Primer sind eher schwach, Gesso eher Mittel bis stärker saugend

Primer
Grundierung die meistens schwach saugend wird, und man sehr feine, glatte und flache Oberflächen erstellen kann, wenn man sie zwischen den Aufträgen leicht schleift. Perfekt zum Blenden von Acrylfarben, da diese nur wenig haften. Ungeschliffen können sich auch Primers wie ganz feines Schmirgelpapier anfühlen, was für mich eher Positiv ist, und ich den letzten Auftrag nicht mehr schleife oder nur, wenn ich es ganz glatt will. Primer ist perfekt, wenn ich die Stoffstruktur komplett verschwinden lassen will. Wobei ich mich frage, warum man dann Leinwand verwendet. Dasselbe funktioniert auch auf Papier, und die Oberfläche, auf der ich male ist dann dieselbe. Dazu habe ich keine Info gefunden, wenn jemand von euch das weiss, würde es mich sehr interessieren. Der einzige Grund für Leinwand wäre für mich dann, reissfestigkeit, flexibilität, und das tolle „anfassen“ Gefühl von Leinwand.

Gesso
Gesso ist grundsätzlich dasselbe wie Primer, mit dem Unterschied, dass noch weitere Zusätze drin sind (Kreide, Gips, Bimsstein und anderes, Hersteller geheimniss) welche die Oberfläche „Rauh“ und porös machen und „Zahnung, oder „teeth„ verleit, wie leichte bis ganz feines Schmirgelpapier, wie bei gesandetem Pastellpapier. Gleichzeitig wird Gesso deswegen in der Regel stärker saugend wie Primer, das heisst in der Praxis, die Farbe trocknet schneller, Aber die Farbe haftet besser und kann schärfer werden. Die Zusätze sind je nach Hersteller auch die selben wie bei Pastellpapier, nur feiner. Gesso ist auch bei 4 Herstellern für Pastell coatings erhältlich, welche ein noch raueres Papier oder Leinwand ergeben. Ja genau!!! Pastell auf Leinwand, werde ich nächstens auch Testen.

Das war erst mal Grundlagen. Gleich zur applikation.
 

Thilo

Aktives Mitglied
[]So, wie grundiere ich Leinwand?
Eigentlich geht es mit etwas Übung recht fix. Aber durch trocknungsphase und mehrmaliges grundieren über mehrere Tage.

billiges oder teures Gesso/ Primer…
kommt darauf an, Ich glaube nicht dass günstiges Gesso schlechter sein muss wie teures. Aber auch hier würde ich nicht billigster kaufen, nach meiner Erfahrung mit Aquarellfarben und Kreiden. Verkaufe ich meine Werke und hat das einen Einfluss darauf? Was ich mit Sicherheit sagen kann, ich habe für den Test beides verwendet. Günstiger Primer von Jacksons und Gesso von Jacksons Art, Marabu, Liquitex (clean gesso), Golden. Primer werde ich auch noch andere versuchen, vor dem Test war mir der Unterschied noch nicht wirklich klar.
die Oberflächen fühlen sich definitiv verschieden an, in Sachen porösität beim Gesso.
das teurere ist poröser (nicht rauher!), Golden ist sicher am Porösesten, Liquitex clear etwas weniger, aber scheint mir leicht uneben, das werde ich noch schleifen. Marabu ist eher zwischen Primer und den anderen Gessos, was aber nicht negativ sein muss. Das werde ich erst nach dem Malen darauf beantworten können. farblich ist Golden mit einer dünnen Schicht komplett weiss deckend, Marabu nicht, aber ich mache eh mehrere Schichten.
Am leichtesten zum auftragen war Liquitex, dicht gefolgt von Golden, dann Jackson und am Ende Marabu. Alle waren unverdünnt.Die beste Oberfläche ohne abschleifen zeigt klar Golden, dann Jackson, Maeabu und dann liquitex. Letzteres hat wie ganz feine nädelchen oder spitzen und ist das einzige farblose Gesso hier, und kurz anschleiffen löst das Problem bei liquitex und die Oberfläche ist perfekt.
was man sich überlegen sollte: Langlebigkeit, wie stabil ist die Schicht, brechen beim bewegen. Die Tests aller Gessos habe ich mit einer Schicht auf einer günstigen Malplatte gemacht. Wie bruchsicher die Schicht auf Looser Leinwand ist, kann ich nicht sagen. Golden und Liquitex habe ich auch auf loser Leinwand. Dieses bleibt flexibel , bricht nicht und hält gut.

Boards Beziehen:
Boards mit Leinwand beziehen, geht fix. Wegen der Stabilität ist MFD besser wie Sperrholz, es ist biegefester, aber ich hab keines gefunden unter 4mm. Der Preis ist auch höher.
Ich Teste mit 1,2,3 und 5mm Platten. Die Festigkeit mit aufgespannter Leinwand ist für mich bei allen optimal. Ab 3 mm kann man sie in der Staffelei einspannen ohne Unterlage, sie biegen sich nicht. Bei 1-2mm kommt es noch auf die dicke der Leinwand an. >300g/m2 geht das auch.
Grundsätzlich gibt es 2 Möglichkeiten, den Stoff aufzuleimen.
1. Leinwand ein paar cm grösser scheiden wie das Board zum Umlegen, Stoff mit Leim bestreichen und direkt die Ecken umlegen ohne spannung und beschweren bis der Leim trocken ist. Der Stoff zieht sich beim Leimen zusammen und spannt sich von alleine ohne geringste rümpfe. 3mm Boards ist minimum, durch das schrumpfen biegen sich dünnere Boards garantiert. und wenn mich, dann spätestens beim Primen!!!
2. Board mit Leim Bestreichen, und auf die Leinwand legen und beschweren bis getrocknet. Dann erst die Ecken umlegen, Oder Abschneiden. Da sich der Stoff hier zusammenzieht ohne zu spannen, ist das Resultat nicht so perfekt wie bei Option 1. aber ich spiele noch damit.

Meine Idee, da ich aus optischen Gründen den Stoff wegschneiden will. Ein 5mm Holz auf die unterseite des Board legen, die Leinwand umlegen und antackern. Wenn trocken, bereits Primen, dann erst Tacker entfernen und Stoff wegschneiden. Der Tacker kommt nächste Woche.
Vorteil. Sieht toll aus, und auch dünnere Boards biegen sich nicht sich nicht beim aufleimen und Primen, hoffe ich. Ich poste es, wenn ich es getestet habe. Mein Acrylbild „

Welchen Leim? Da bietet sich einiges an. Ich hatte Acrylmedium genommen. Geht Perfekt und die verleimung und das coating danach ist identisch, und ich hatte es in guten Mengen zur Hand . Das war für mich der Hauptgrund. Aber man kann auch verschiedene Leime nehmen, im Internet findet man die Optimalen, was eventuell etwas günstiger ist, aber habs nicht gerechnet. Leim ist auch nicht billig und Günstiges Acrylmedium sinkt der Preis nach gebindegrösse, und kann auch beim Malen verwendet werden. Einige meiner Bilder sind auf solchen Boards gemalt.

Mein Hauptziel ist aber Leinwand loose, ohne Spannrahmen oder Boards. Dazu verwende ich dickeren Baumwoll oder leinenstoff. Manche Stoffrollen sind schon vorgrundiert, und schnell bereitgestellt. Wie auch auf den Boards, grundiere ich diesen1-2 mal mit Primer oder Gesso. Das geht sehr schnell. Aber ich lasse diese 24h trocknen vor Verwendung.

Grundierung unbehandelter Leinwand:

Vorteile des Selbermachen:
- mir macht es Spass, damit zu experimentieren! DER Hauptgrund
- für mich befriedigend, auch „eigener“ Oberfläche zu malen
- ich kann jede Oberfläche an meinen Malstil und die Malrechnik anpassen
- Kosten
Nachteile:
-Zeitaufwand
- Kosten, ja das kann schnell auch negativ werden, ja nach Material, und zum richtigen experimentieren, brauche ich Materialien verschiedener Hersteller, was sich aber mit der Zeit relativiert, da ich diese verbrauche, in den Nächten Jahren :grinning:
- Platz

wie Grundiere ich am Besten:
- Roller: Geht nicht bei allen Primer oder gesso. Kann Blasen bilden oder Kleben. Ansonsten wenn es geht, kann man dünne und gleichmässige Coaching machen.
- Pinsel: Funktioniert recht gut, aber unbedingt Primer oder gesondert mit max. angegebener Menge Wasser verdünnen. leichte Pinselstriche sieht man immer! Wenn abgeschliffen wird ist das egal, auch sonst kaum sichtbar beim Malen. Unbedingt einen breiten, dünnen Pinsel mit mittelharten, dünnen Borsten verwenden (synthetisch). Ansonsten saugt der Pinsel alleine schon recht viel Primer, oder bei dicken, zu harten Borsten sieht man Striche.

- Breite Schaber aus Holz, Metall, Kunstoff oder Silikon, nicht zu weich. Ich verwende diesen hier, auch für abstrakte Öl oder Acril Maler interessant. Damit kriegt man sehr dünne und gleichmässige coatings in windeseile hin. Ausser für die Grundierung, da verwende ich einen Pinsel
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wieviele Coatings brauche ich.
Das ist abhängig davon, wie stark strukturiert ich meinen Malgrund will. Ich verwende verschiedene Leinwände, je dicker desto mehr Schichten brauche ich.
Vorgrundierte Boards und Leinwände:
1-2 Schichten, keine Grundierung
Rohe Leinwände und Boards:

1x Grundierung, mehr braucht es nicht, der Rest macht der Primer oder das Gesso
2x Primer oder Geseo, bei fein strukturierter Leinwand
3-4 bei Mittel strukturierter Leinwand, mit 4 Schichten kann man die Leinwandstruktur fast komplett verbergen

wenn Die Leinwandstruktur verschwinden soll, jede Gesso oder Primerschicht leicht anschleifen. Ohne anschleifen bleibt immer ein Teil der Struktur. Ich will diese in meinem Fall etwas erhalten. Wenn ich eine ganz feine Oberfläche mit leichter Leinwandstruktur will, schleife ich die letzte oder 2 letzten Schichten. Wenn ich es etwas griffiger will, schleife ich nur die vorletzte Schicht. So bleibt die Oberfläche flach und fein, aber leicht poröse.

Gesso oder Primer
je nach Wunsch, vor allen wie fein die Oberfläche sein soll und wie stark es saugen soll. Ich habe dieses Wochenende meine Rough Bildserie mit Acryl vervollständigen wollen, auf einer losen Leinwand, 3x mit Gesso geprimed. Für Heavy Body war das für mich viel zu stark saugend. Zudem hatte ich irgendwie Probleme mit dem Farbmischen und das erste Bild, welches ich nicht fertiggemalt und entsorgt habe.
Daraufhin habe ich neue vorbereitet, und ich mische Primer und gesondert, zudem schleife ich.
um das saugen zu reduzieren mache ich die Schichten nun folgendermassen:
1xGrundieren,
2x günstiger Primer ( saugen reduzieren)
1x gutes Gesso für poröse Oberfläche oder 1x Primer für leichteres Blenden.




Aufspannen oder nicht.
Je nachdem. Ich werde es in Zukunft vermutlich meistens aufpassen.
Aufspannen macht das Primen und Schleifen viel einfacher, zudem werden die Poren offengehalten, und die Grundierung, und Geseo und Primer kann diese besser benetzen und versiegeln. Ebenfalls bleibt dasvpapiervsehr flach und gespannt, schönere Textur der Leinwand, aber geschmackssache. Alles bleibt komplett flach. Dazu reicht ein besser klebendes Paperklebrband. Malercreppe, könnte reissen oder sich lösen.
ich werde nächsten mit antackern auf einem Holzbrett versuchen.
So sieht das dann aus:
angeklebt mit Papierklebeband auf einem stabilen Kunstoffbrett. Grundiert und 2 Schichten Primer, + 1x, Golden Gesso. 2. letzte Schicht geschliffen - Perfekte Oberfläche für mich
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Clear gesso
1x Grundierung, 3x clean gesondert, 2. letzte Schicht geschliffen. Sehr gute Oberfläche, Leinwand schön sichtbar.
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lose mit 1x Grundierung, 2x Primen, 1x Gesso ungeschliffen
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ohne Grundierung, 2x gesso, 1xprimer, 1x Gesso, ungeschliffen
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Thilo

Aktives Mitglied
Oh, noch die Details von den nicht aufgespannten:

Liquitex clear gessonwie oben aber lose gepriesen:
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und die beiden anderen:
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Pinselhansi

Forum-Guru
Vielen Dank für deine wirklich ausführlichen Berichte. Dazu muss man aber anmerken, dass bei einer derart aufwändigen Vorbereitung nicht nur viel Zeit rein geht, sondern und vor allem auch entsprechender Platz gebraucht wird. In meinem Fall ein nogo.
Dazu kommt, dass ich noch nicht den richtigen Vorteil sehe, eine Leinwand ohne Keilrahmen zu behandeln und zu bemalen. Irgendwie muss sie für den Malvorgang da doch befestigt werden und anschließend hat man den Stoff lose? Warum?
 

Thilo

Aktives Mitglied
@Pinselhansi
Hoi Hans,
ja etwas Zeit braucht es, aber dieses Wochenende habe ich gleichzeitig 5 Leinwände gemacht. Die erste Grundierung brauchte 2h, weil noch aufgeklebt und der Stoff geschnitten werden muss. Für die weiteren Coatings brauchte ich rund 30min/ Session für alle. Dann jedesmal 6h trocknen. Dazu an einem Flachen Platz, meist am Boden und Tisch in meinem Arbeitszimmer, oder sonstwo, solange meine Frau noch mitspielt
Der Hauptgrund ist vor allem Platz. Daher male ich nicht mit Öl, wobei Monika mal gezeitgt hat, dass es auch mit weniger Platz geht. Ich habe keinen Platz um so viele Bilder trocknen zu lassen, wie ich male, geschweige zu lagern. Der Keller ist noch mit Material von andern Hobbys prall gefüllt :grinning:
Meine Bilder lagere ich in Präsentationsmappen in Dokumenteechten Zeigetaschen, Papier und lose Baumwolle kriege ich gegen 40-60 Bilder pro Mappe rein, getrennt in A4, A3 und A2. , also ca 1/2 - 1 Jahr, da rein.Malplatten auch, aber schon deutlich deutlich weniger, daher auch die dünnen Malplatten. Für Bilder auf Keilrahmen zu lagern, habe ich keinen Platz. Ich überlege zwar einen Bastelraum zu mieten, aber das wird noch dauern. Dann könnte es sich ändern.
Daher versuche ich die Medien möglichst „dünn“ zu lagern. Rahmen und sogar auf einen Keilrahmen aufziehen, sollte dank dem Rand, den ich habe trotzdem später möglich sein.
Und genau so male ich auch. Ich befestige Papier oder lose Leinwand mit Kreppband, Vorderseitig bei Leinwand oder rückseitig geklebt (bei Aquarell und Pastell), auf einem sehr stabilen 5mm Kunstoffbrett, und dieses passt perfekt in die Nut am der Staffelei. Wenn es trocken ist, also ca. 1-3 Tagen je nach Farbe und dicke (golden Open) kommt es weg und entweder an die Wand oder in die Mappe.
Das schöne an der Mappe, ich kann alles mitnehmen oder selber wieder durchblättern, was ab und zu passiert.
Zum behandeln der Leinwand werde ich es in Zukunft temporär aufspannen. Das Resultat wird besser. Entweder mit Klebeband, das hält gut, oder mit Tacker auf ein HolzBrett, das werde ich ausprobieren wie beschrieben, wenn das Material ankommt.

Für die vorbereiteten Leinwände und Pastellpapier, habe ich eine schöne 65x95 cm und 7cm dicke Mappe, wo diese bis zum verwenden verschwinden.
meine Vorbereiteten Leinwände haben eine bemalbare Grösse von 45x65cm, das heisst ich kann diese auch zu zwei A3 Blättern schneiden.
Wenn die Leinwände geprimed sind, geht das super mit einem Rollenschneider, ohne dass es fusselt. Die Grundierung hält es bestens zusammen.

Der Haptgrund ist der Lagerplatz. Falls ich mal einen Bastelraum haben sollte, könnte sogar Ölmalen interessant werden, warten wir es mal ab :060-laughing-1:
 
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donald

Mitglied
Hallo Thilo,
ich habe ein paar Arbeiten auf Leinwand vom Block. Theoretisch hatte ich mir so gedacht, dass ich mit losen Keilrahmen eigene Formate bauen kann. Praktisch ist es aber so, dass ich die Leinwand nicht genügend straff ziehen kann, wenn ich sie festtackere. Keile reichen dann auch nicht aus, es ist nicht stramm genug.
Jetzt hab ich noch ein loses Stück, das ich gern auf Karton oder Faserplatte aufkleben möchte. Hast du einen Tipp für die Technik?
 

Thilo

Aktives Mitglied
Hallo Donald, ja solche Blöcke habe ich auch, englische und Italiänische. Beide sind gar nicht schlecht, und perfekt für unterwegs, finde ich. Aber mittlerweile Prime ich die Seiten des englischen , werden noch besser.
Das Problem mit dem Keilrahmen ist, wenn du diese antackerst, müsstest du stark spannen, was das Coating beschädigen kann. Tackere sie einfach mal halbwegs gespannt an und Prime sie einmal. Sie ziehen sich noch leicht zusammen, obwohl sie vermutlich schon 2 mal grundiert wurden, das könnte trotzdem zum Spannen noch reichen Und deine maloberfläche würde noch ein wenig gewinnen, zumindest beim englischen von J… wenn du diesen hast. Ich kenne nur 4 echte Leinwandblöcke.
Zum ankleben auf faserplatte (keinen Karton nehmen, der wird zerquetscht), 3mm Dicke Minimum, da bereits eine Grundierung drauf ist, zieht es sich nur noch weniger zusammen.
Oder einfach die Faserplatte mit Leim Bestreichen und möglichst flach andrücken und beschweren. Das geht schon recht gut und zum malen sehr gut ohne zusätzliche Spannung.
ich nehme als Leim ein günstiges Acrylmedium das ich sowieso habe.
Das mit dem Keilrahmen hatte ich wir auch überlegt, aber zum Primen brauchst du nicht spannen, ich teste bald mit einem 80x100cm Holzbrett, tackere die Leinwand leicht gespannt drauf, das spannt sich super von alleine, sobald wasser aus dem Primer drauf kommt.
 

donald

Mitglied
Ah, Missverständnis:
die auf Keilrahmen getackerten hatte ich auf dem Block gemalt (das ist grundiertes Leinen, ready to use auf Blöcke formatiert) und dann auf die Rahmen gezogen. Ich fand es gerade gut, auf Block zu malen und nicht auf Keilrahmen. Da war also nix mehr zu primen. ;) Mir fehlt halt die Kraft oder das richtige Werkzeug, um fertiges Canvas ordentlich zu spannen.
Die lass ich jetzt so.
Das aktuelle Teil ist halt auch fertig mit Öl bemalt und liegt jetzt schlapprig herum.
Acrylmedium wäre da wohl nicht das Mittel der Wahl.
Vielleicht kleb ich auch nur Stellen an den Rändern mit Double Tape auf Karton und leg es dann unter ein Passepartout.

Deine Tipps werde ich mir aber kopieren, wenn ich eigenen Malgrund machen will. :)
 

Thilo

Aktives Mitglied
Hm ja, alles habe ich nicht so verstanden, du machst also bemalte Leinwand auf Keilrahmen. Das habe ich noch nie gemacht, und mit Ölfarbe kenne ich mich nicht aus. Ich kann also nur sagen was ich gelesen habe für Acryl. Grundsätzlich soll das problemlos möglich sein, aber darf nicht so stark gespannt werden, gerade nicht mit mit den Zangen, wie unbehandelte, da die Acrylfarbe trotz der elastizität brechen kann oder Risse bekommt. Ich kann mir vorstellen, dass dies aber auch für Öl gilt.
 

donald

Mitglied
Wenn da dicke Lagen Farbe sind, kann das wohl passieren.
Aber Restauratoren ziehen ja auch manchmal Canvas neu auf, wenn er zu schlapp hängt oder das Holz kaputt ist.

Anyway, ich hab ja keinen Caravaggio. Lass ich's erst mal sein mit dem Keilrahmen.
Danke dir!
 

Barbaraa

Senior Mitglied
Hallo Thilo, Ich kann deine Begeisterung und Tatendrang gut verstehen, mache ich auch ab und zu.
2 Tipps kann ich mit einbringen. Zum aufziehen auf einen festen Untergrund verwende ich Panatol BB, der läßt sich super verarbeiten, kann mit Wasser verdünnt werden und läßt Korrekturen zu.

@donald Das aufspannen funktioniert gut mit einer Spannzange für Leinwände. Mittig anfangen dann gegenüber, dann die andere Seite ebenfalls auch mittig und gegenüber, so dann weiter hin und her bis man an den Ecken angelangt ist, bei mir klappt das sehr gut.
 

donald

Mitglied
danke. Jo, die Reihenfolge ist mir schon klar, eine Spannzange hab ich halt nicht. Vielleicht leg ich mir eine zu, wenn ich öfter mal was spannen könnte. Rein leinwandmäßig gesehn, natürlich.
 
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