Thilo
Aktives Mitglied
Hoi zusammen.
Ich versuche ja meine Leinwände für Acryl (geht auch für Öl) selber zu machen, und das auch nur Leinwand, ohne Spannrahmen und ohne Board, wobei ich letzteres auch selber bespanne,
In meinem Fall nicht um zu sparen, sondern ich mags einfach, mir genau die Oberfläche zu erstellen, auf der ich gerne male, es macht mir einfach Freude, auf selbstgemachter Leinwand zu malen und es macht mir viel Spass, damit rumzuspielen. In wieweit das sich auf Öl Malerei auswirkt, kann ich nicht sagen, da ich keine Erfahrung damit habe, aber vermute, es wird ähnlich sein. Bei günstigen Materialien kann man sparen damit. Sobald man hochwertige Leinwand und gute MFD HolzPlatten verwendet, ist der Preis kein Punkt mehr. Primer und gesso ist auch nicht billig, aber wenn man grössere Gebinde kauft, nicht der Grund für den hohen Preis hochwertiger Acrylboards. Ob, weshalb und wieviel diese besser sind wie günstige, ist eine ganz andere Frage, gerade bei Acryl. Ich glaube (weiss es aber nicht) ist die verwendete Leinwand eher unwichtig, ausser ich verwende Spannrahmen. Bei Öl könnte es noch andere Gründe für hochwertige Materialein geben (reissfestigkeit beim bespannen, Öl Verträglichkeit usw). Die Leinwand und das Holz ist meiner Erfahrung nach der grosse Kostenpunkt bei Acrylboards
Malplatten zu coaten oder mit Leinwand zu beziehen und chatten, ist sehr einfach, mit Pinsel oder Spachtel, daher gehe ich nur kurz darauf ein.
Eines kann ich wärmstens empfehlen. Ich habe mir sehr günstigste Malplatten gekauft, 10 Stück A3 ca. 22 Sfr. , und gelten als malfertig. Sind diese aber nur sehr begrenzt. Die Oberfläche hat Stoff Struktur, aber fühlt sich extrem glatt an.
Meine ersten Versuche gefielen mir erheblich besser wie auf Acryl Papier, aber musste feststellen, dass die Farbe, wenn nicht gerade Heavy Body ohne Wasser oder Medium verwendet wird, einfach vor dem Pinsel hergeschoben wird, und sauberes Blenden und Datails malen, recht schwierig ist. Erst recht mit Golden Open taugen diese nichts.
Hier habe ich einfach ein einzelnes Coating mit Primer, oder Gesso gemacht. Das verbesserte diese Oberfläche erheblich, diese wird fein oder leicht rau, und das malgefühl war für mich erheblich besser. Ich werde diese nicht mehr ohne verwenden. Teurere Malplatten, haben eine rauere Oberfläche, und da braucht das vermutlich nicht, aber habe ich noch nicht getestet. Ich spüre es einfach am Griff der Oberflächen, dass diese nicht so glatt sind. Es stehen 3 Platten verschiedener Hersteller bei mir im Regal, da sehe ich das. Der Preis ist aber erheblich höher 2-4 facher Preis. Aber das Holz ist auch dicker (4-6mm anstelle von 3mm) und stabiler, was für mich wegen der Dicke aber eher negativ ist.
Nun zu unbehandelter Leinwand
Gesso, Primer und Grundierung?
Grundierung:
Versiegelt die Leinwand und erhöht die Haftung für den folgenden Primer oder Gesso.
Ist theoretisch, laut allen Herstellern, bei den heutigen Primer oder Gessos nicht mehr notwendig, da das versiegeln von diesen übernommen wird.
ABER! Meine versuche zeigten, wenn ich bei dickeren Stoffen (>200 g/m2), die Baumwolle oder Leinen ohne Grundierung den Primer richtig aufsaugen, und ich grosse Mengen benötigte für die ersten beiden Schichten. Diese sind auch recht schwer aufzutragen, da diese kaum Streichbar sind, da das Wasser gleich beim ersten verstreichen rausgezogen wird (Stoff unbedingt anfeuchten) Nur mit Gesso, bleibt die Leinwand recht stark saugend (siehe Gesso), für mein Gefühl zu stark, aber je nach Technik ist das auch gewünscht.
Grundierung ist erheblich dünner, und lässt sich auf leicht mit Wasser besprühter Leinwand (Sprühflasche mit feinem Nebel) recht einfach auftragen und verstreichen. Auch hier, unbedingt vernetzen, das macht einen gleichmässigen Auftrag viel leichte.
Dies muss schnell geschehen, da natürlich auch hier das Wasser aufgesogen wird. Aber hat bei mir auf Anhieb, selbst bei 390g/m2 Baumwolle gut funktioniert.
Theoretisch könnte man auch Primer mit 50% Wasser verdünnen, aber einer Verdünnung über 20% wird überall abgeraten, da die Acrylate nicht mehr gleich abbinden.
Grundierungen habe ich eigentlich nur bei den teureren Herstellern gefunden. Verwendet habe ich Schmincke und Lascaux. Schmincke ist gebrauchsfertig und wässrig, Lascaux ist wie primer, aber wird mit 50% Wasser verdünnt, was die Kosten senkt, und scheint mir auch ergiebiger. Meine Wahl in Zukunft. Beide sind mit breitem, flachen Pinsel einfach aufzutragen.
Was ist Primer oder Gesso? Leider wird das im Internet oft vermischt, da Primer eigentlich ein allgemeiner Ausdrücke für eine Beschichtung ist, Gesso eher gezielt für Beschichtungen für Malerei verwendet wird, somit ist Gesso auch ein Primer. Aber es gibt beides zu kaufen und erfahrungsgemäss sind es eher verschiedene Produkte heute, und da kann es recht grosse Unterschiede geben. Daher behandle Ich diese als eigene Produkte, was wohl praxisnäher ist.
Grundierungen, Primer und Gesso können mit Acrylfarben versetzt werden, um das Auftragen visuell leichter zu machen und der Leinwand eine Farbe zu geben. Eine Untermalung kann sich dann erübrigen, wenn man nur mit einer Farbe untermalt. Farbe in Gesso vermindern den „Teeth„ leicht, also nicht Zuviel verwenden
Alle drei Produkte gibt es farblos, so sieht man die Leinwand am Ende, weiss (meist mit Titandioxid Pigmenten), und bei wenigen Herstellern auch farbig.
Die Leinwand bleibt flexibel, weich und biegsam, ohne dass das coating bricht. In gewissen Grenzen natürlich.
Saugend oder nicht saugend. Meist findet man Angaben dazu nur bei höherpreisigen Produkten (die Ausnahme bestätigt die Regel). Tendenz: Primer sind eher schwach, Gesso eher Mittel bis stärker saugend
Primer
Grundierung die meistens schwach saugend wird, und man sehr feine, glatte und flache Oberflächen erstellen kann, wenn man sie zwischen den Aufträgen leicht schleift. Perfekt zum Blenden von Acrylfarben, da diese nur wenig haften. Ungeschliffen können sich auch Primers wie ganz feines Schmirgelpapier anfühlen, was für mich eher Positiv ist, und ich den letzten Auftrag nicht mehr schleife oder nur, wenn ich es ganz glatt will. Primer ist perfekt, wenn ich die Stoffstruktur komplett verschwinden lassen will. Wobei ich mich frage, warum man dann Leinwand verwendet. Dasselbe funktioniert auch auf Papier, und die Oberfläche, auf der ich male ist dann dieselbe. Dazu habe ich keine Info gefunden, wenn jemand von euch das weiss, würde es mich sehr interessieren. Der einzige Grund für Leinwand wäre für mich dann, reissfestigkeit, flexibilität, und das tolle „anfassen“ Gefühl von Leinwand.
Gesso
Gesso ist grundsätzlich dasselbe wie Primer, mit dem Unterschied, dass noch weitere Zusätze drin sind (Kreide, Gips, Bimsstein und anderes, Hersteller geheimniss) welche die Oberfläche „Rauh“ und porös machen und „Zahnung, oder „teeth„ verleit, wie leichte bis ganz feines Schmirgelpapier, wie bei gesandetem Pastellpapier. Gleichzeitig wird Gesso deswegen in der Regel stärker saugend wie Primer, das heisst in der Praxis, die Farbe trocknet schneller, Aber die Farbe haftet besser und kann schärfer werden. Die Zusätze sind je nach Hersteller auch die selben wie bei Pastellpapier, nur feiner. Gesso ist auch bei 4 Herstellern für Pastell coatings erhältlich, welche ein noch raueres Papier oder Leinwand ergeben. Ja genau!!! Pastell auf Leinwand, werde ich nächstens auch Testen.
Das war erst mal Grundlagen. Gleich zur applikation.
Ich versuche ja meine Leinwände für Acryl (geht auch für Öl) selber zu machen, und das auch nur Leinwand, ohne Spannrahmen und ohne Board, wobei ich letzteres auch selber bespanne,
In meinem Fall nicht um zu sparen, sondern ich mags einfach, mir genau die Oberfläche zu erstellen, auf der ich gerne male, es macht mir einfach Freude, auf selbstgemachter Leinwand zu malen und es macht mir viel Spass, damit rumzuspielen. In wieweit das sich auf Öl Malerei auswirkt, kann ich nicht sagen, da ich keine Erfahrung damit habe, aber vermute, es wird ähnlich sein. Bei günstigen Materialien kann man sparen damit. Sobald man hochwertige Leinwand und gute MFD HolzPlatten verwendet, ist der Preis kein Punkt mehr. Primer und gesso ist auch nicht billig, aber wenn man grössere Gebinde kauft, nicht der Grund für den hohen Preis hochwertiger Acrylboards. Ob, weshalb und wieviel diese besser sind wie günstige, ist eine ganz andere Frage, gerade bei Acryl. Ich glaube (weiss es aber nicht) ist die verwendete Leinwand eher unwichtig, ausser ich verwende Spannrahmen. Bei Öl könnte es noch andere Gründe für hochwertige Materialein geben (reissfestigkeit beim bespannen, Öl Verträglichkeit usw). Die Leinwand und das Holz ist meiner Erfahrung nach der grosse Kostenpunkt bei Acrylboards
Malplatten zu coaten oder mit Leinwand zu beziehen und chatten, ist sehr einfach, mit Pinsel oder Spachtel, daher gehe ich nur kurz darauf ein.
Eines kann ich wärmstens empfehlen. Ich habe mir sehr günstigste Malplatten gekauft, 10 Stück A3 ca. 22 Sfr. , und gelten als malfertig. Sind diese aber nur sehr begrenzt. Die Oberfläche hat Stoff Struktur, aber fühlt sich extrem glatt an.
Meine ersten Versuche gefielen mir erheblich besser wie auf Acryl Papier, aber musste feststellen, dass die Farbe, wenn nicht gerade Heavy Body ohne Wasser oder Medium verwendet wird, einfach vor dem Pinsel hergeschoben wird, und sauberes Blenden und Datails malen, recht schwierig ist. Erst recht mit Golden Open taugen diese nichts.
Hier habe ich einfach ein einzelnes Coating mit Primer, oder Gesso gemacht. Das verbesserte diese Oberfläche erheblich, diese wird fein oder leicht rau, und das malgefühl war für mich erheblich besser. Ich werde diese nicht mehr ohne verwenden. Teurere Malplatten, haben eine rauere Oberfläche, und da braucht das vermutlich nicht, aber habe ich noch nicht getestet. Ich spüre es einfach am Griff der Oberflächen, dass diese nicht so glatt sind. Es stehen 3 Platten verschiedener Hersteller bei mir im Regal, da sehe ich das. Der Preis ist aber erheblich höher 2-4 facher Preis. Aber das Holz ist auch dicker (4-6mm anstelle von 3mm) und stabiler, was für mich wegen der Dicke aber eher negativ ist.
Nun zu unbehandelter Leinwand
Gesso, Primer und Grundierung?
Grundierung:
Versiegelt die Leinwand und erhöht die Haftung für den folgenden Primer oder Gesso.
Ist theoretisch, laut allen Herstellern, bei den heutigen Primer oder Gessos nicht mehr notwendig, da das versiegeln von diesen übernommen wird.
ABER! Meine versuche zeigten, wenn ich bei dickeren Stoffen (>200 g/m2), die Baumwolle oder Leinen ohne Grundierung den Primer richtig aufsaugen, und ich grosse Mengen benötigte für die ersten beiden Schichten. Diese sind auch recht schwer aufzutragen, da diese kaum Streichbar sind, da das Wasser gleich beim ersten verstreichen rausgezogen wird (Stoff unbedingt anfeuchten) Nur mit Gesso, bleibt die Leinwand recht stark saugend (siehe Gesso), für mein Gefühl zu stark, aber je nach Technik ist das auch gewünscht.
Grundierung ist erheblich dünner, und lässt sich auf leicht mit Wasser besprühter Leinwand (Sprühflasche mit feinem Nebel) recht einfach auftragen und verstreichen. Auch hier, unbedingt vernetzen, das macht einen gleichmässigen Auftrag viel leichte.
Dies muss schnell geschehen, da natürlich auch hier das Wasser aufgesogen wird. Aber hat bei mir auf Anhieb, selbst bei 390g/m2 Baumwolle gut funktioniert.
Theoretisch könnte man auch Primer mit 50% Wasser verdünnen, aber einer Verdünnung über 20% wird überall abgeraten, da die Acrylate nicht mehr gleich abbinden.
Grundierungen habe ich eigentlich nur bei den teureren Herstellern gefunden. Verwendet habe ich Schmincke und Lascaux. Schmincke ist gebrauchsfertig und wässrig, Lascaux ist wie primer, aber wird mit 50% Wasser verdünnt, was die Kosten senkt, und scheint mir auch ergiebiger. Meine Wahl in Zukunft. Beide sind mit breitem, flachen Pinsel einfach aufzutragen.
Was ist Primer oder Gesso? Leider wird das im Internet oft vermischt, da Primer eigentlich ein allgemeiner Ausdrücke für eine Beschichtung ist, Gesso eher gezielt für Beschichtungen für Malerei verwendet wird, somit ist Gesso auch ein Primer. Aber es gibt beides zu kaufen und erfahrungsgemäss sind es eher verschiedene Produkte heute, und da kann es recht grosse Unterschiede geben. Daher behandle Ich diese als eigene Produkte, was wohl praxisnäher ist.
Grundierungen, Primer und Gesso können mit Acrylfarben versetzt werden, um das Auftragen visuell leichter zu machen und der Leinwand eine Farbe zu geben. Eine Untermalung kann sich dann erübrigen, wenn man nur mit einer Farbe untermalt. Farbe in Gesso vermindern den „Teeth„ leicht, also nicht Zuviel verwenden
Alle drei Produkte gibt es farblos, so sieht man die Leinwand am Ende, weiss (meist mit Titandioxid Pigmenten), und bei wenigen Herstellern auch farbig.
Die Leinwand bleibt flexibel, weich und biegsam, ohne dass das coating bricht. In gewissen Grenzen natürlich.
Saugend oder nicht saugend. Meist findet man Angaben dazu nur bei höherpreisigen Produkten (die Ausnahme bestätigt die Regel). Tendenz: Primer sind eher schwach, Gesso eher Mittel bis stärker saugend
Primer
Grundierung die meistens schwach saugend wird, und man sehr feine, glatte und flache Oberflächen erstellen kann, wenn man sie zwischen den Aufträgen leicht schleift. Perfekt zum Blenden von Acrylfarben, da diese nur wenig haften. Ungeschliffen können sich auch Primers wie ganz feines Schmirgelpapier anfühlen, was für mich eher Positiv ist, und ich den letzten Auftrag nicht mehr schleife oder nur, wenn ich es ganz glatt will. Primer ist perfekt, wenn ich die Stoffstruktur komplett verschwinden lassen will. Wobei ich mich frage, warum man dann Leinwand verwendet. Dasselbe funktioniert auch auf Papier, und die Oberfläche, auf der ich male ist dann dieselbe. Dazu habe ich keine Info gefunden, wenn jemand von euch das weiss, würde es mich sehr interessieren. Der einzige Grund für Leinwand wäre für mich dann, reissfestigkeit, flexibilität, und das tolle „anfassen“ Gefühl von Leinwand.
Gesso
Gesso ist grundsätzlich dasselbe wie Primer, mit dem Unterschied, dass noch weitere Zusätze drin sind (Kreide, Gips, Bimsstein und anderes, Hersteller geheimniss) welche die Oberfläche „Rauh“ und porös machen und „Zahnung, oder „teeth„ verleit, wie leichte bis ganz feines Schmirgelpapier, wie bei gesandetem Pastellpapier. Gleichzeitig wird Gesso deswegen in der Regel stärker saugend wie Primer, das heisst in der Praxis, die Farbe trocknet schneller, Aber die Farbe haftet besser und kann schärfer werden. Die Zusätze sind je nach Hersteller auch die selben wie bei Pastellpapier, nur feiner. Gesso ist auch bei 4 Herstellern für Pastell coatings erhältlich, welche ein noch raueres Papier oder Leinwand ergeben. Ja genau!!! Pastell auf Leinwand, werde ich nächstens auch Testen.
Das war erst mal Grundlagen. Gleich zur applikation.










