Papier aufspannen ohne Ränder

canvas

Senior Mitglied
Beim Aquarell sieht ein weißer Rand oft gut aus und passt dazu. Manchmal stören mich allerdings die Ränder, wenn ich Papier mit Klebeband aufspanne, vor allem bei kleineren Formaten. Das kommt natürlich immer auf das Motiv drauf an und wahrscheinlich ist es auch wieder mal Geschmackssache.

Einen Tipp zum Aufspannen von Papier ohne dass man Ränder sieht (oder diese wegschneiden muss) habe ich dazu neulich im Internet gesehen und dachte ich teile ihn hier mit euch:

Zuerst wird ein Klebeband auf der Rückseite aufgeklebt - so dass ein Rand übersteht mit der Klebeseite nach oben.
Dann klebt man auf der Vorderseite das zweite Klebeband auf den überstehenden Rand des ersten Klebebands:

20251228_184235.jpg20251228_184328.jpg

Somit bleibt die Vorderseite des Papiers komplett frei vom Klebeband und Schäden desselben.
Ich habe hier zwei Farben verwendet damit es deutlicher zu sehen ist.

Vielleicht ist dieser Trick ja schon einigen bekannt, aber mir war es völlig neu und ich fand es einfach genial.
 

Mon

Forum-Guru
Danke, der Trick ist gut, ich merke ihn mir, falls ich doch mal wieder Aquarell malen sollte.
(Ich habe auch einen Trick: ich male mit Ölfarben, da brauche ich kein Wasser und folglich auch kein Klebeband. :023-crazy: ) Abgesehen von notwendigen Tricks hat mir die Aquarellmalerei auch immer gefallen.
 

otti123

Forum-Guru
Lustig, das habe ich vor 4 Wochen auch entdeckt. Habe es auch schon angewendet, macht saubere Ränder, aber ich fand es ein bißchen klebrig aufwändig - das Klebeband und ich werden wahrscheinlich nie die dicksten Freunde. Vor allem bei kleineren Formaten ist es aber echt gut!
 

Painterling

Forum-Guru
Ich kenne diese Art auch und habe es auch schon versucht, bin aber auch nicht so zufrieden, außerdem ist der weiße Rand, der durch den Klebestreifen als Abschluss entsteht, mir oft wichtig..
Ich verwende vorwiegend von

Tesa
Precision Mask Sensitive
4333 50 x 19 mm

Dieses Band löst sich ohne Rückstände zu hinterlassen. Ich habe es sogar zweimal verwendet.
 

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Thilo

Aktives Mitglied
Haha, auch ich hatte das vor ein paar Wochen im Internet gesehen, kam aber nicht auf die Idee das zu poste, danke dir Lisi. Für Aquarell und auch Pastell perfekt. Allerdings scheint mir, dass gerade gesandetes pastellpapier die Rückseite etwas sensibel ist, und es hat mir schon zweimal das Papier an der Rückseite gelöst. An der frontseitig hatte ich nie Probleme.
Aber auch da gibt’s einen Trick… das Masking Tape einfach ein, zweimal aufs Tshirt kleben, und erst dann aufs Papier. Dann lässt es sich immer gut vom Papier lösen, da es durch die Fusseln nicht mehr so stark klebt…. Aber nach 500 Mal löst sich das Tshirt auf :grinning:
war ein Scherz…
 
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marlies+48

Forum-Ikone
Das Thema hatten wir vor Jahren schon mal im Forum. Ich steige trotzdem nicht dahinter, warum man das Klebeband braucht. Ich male seit fast 25 Jahren Aquarelle und habe mein Papier noch nie festgeklebt.
Ich benutze es aber auch, indem ich die Bilder damit von hinten an den Passepartouts festklebe. Dafür ist es mir nützlich, ansonsten nicht.
 

otti123

Forum-Guru
Wenn ich naß-in-naß male, wellt sich sonst das Papier - deshalb klebe ich an. Außerdem verrutscht nix und ist fixiert.
 

canvas

Senior Mitglied
Danke euch für das Interesse und die Antworten.

@Mon Stimmt, dann brauchst du kein Klebeband. :grinning: :thumbsup:

@otti123 Natürlich ist es aufwändiger als sonst und ich denke auch es ist nicht immer notwendig. Nur bei den kleinen Formaten stört mich je nach Motiv der Rand bzw. wird bei der Postkarte die Fläche zum Malen noch kleiner. Und wie du schreibst, wenn das Papier sehr nass wird, wellt es sich manchmal auch bei höherer Grammatur. :grinning:

@Painterling Danke für deine Erfahrung und den Tipp mit der Marke. :thumbsup:

@Thilo Ich hatte doch manchmal Probleme beim Ablösen. Den Trick mit dem Shirt hab ich auch schon versucht, funktioniert. Ich bin aber erst bei 499 Mal... drück mir die Daumen. :sunglasses:
Die Doppelklebevariante ist aber auch für den „randlosen Look“. :grinning:

@marlies+48 Oh, das hatte ich nicht gesehen. Hab vorher noch gesucht ob es schon gepostet war aber nix gefunden. Und ist ja toll wenn du gar kein Klebeband brauchst. Und außerdem ist das ja das Schöne bei unserem Hobby, dass es jeder so halten kann wie er/sie will. Aber ich wollte den Tipp doch teilen. :grinning:
 
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Gregorio

Aktives Mitglied
Für Aquarelle und Gouache und Acryl Gemälde( Acryl lässt sich auch in ganz dünnen Schichten aqarellmässig vermalen) gibts für mich nur das eine.

1. Bögen wässern in der Wanne.
2. Gut abtropfen lassen
3. Auf ein schichtverleimtes Brett legen min 8mm stark
4. Ränder 1-2 cm mit Küchenkrepp Papier abtupfen nicht reiben!
5. Mit Nassklebeband ringsum ankleben und liegend trocknen lassen gut kontrollieren dass das Klebeband gut hält ( andrücken)
Warum das ganze?
Die Papierfasern quellen auf im Wasserbad, der Bogen wird grösser, nach dem trocknen schrumpft der Bogen wieder und wird kräftig gespannt. Wenn ich nun beispielsweise eine grössere Fläche bemale etwa einen Himmel wird sich der Bogen weniger oder gar nicht wellen.
Wichtig gewöhnliches Maler Abdeckband eignet sich nicht , nur Nassklebeband.
am Schluss schneide ich das fertige Bild so dass ein Teil vom Klebeband noch auf dem Papier ist. Weil lösen kann man das Nassklebeband sowieso nicht. Es verschwindet am Schluss unter dem Passepartout.

Beispiel unten: Untermalung in dünnen Schichten auf Tonpapier mit Acrylfarben, danach
Übermalung mit Pastelstiften, braucht aber etwa doppelt so viel Zeit für ein Bild , 60-80 Stunden
Aber es sind feinere Details möglich, weil das Papier eine feinere Oberfläche hat.
Beim dritten Bild sieht man deutlich dass auf den 2 Brettern rechts noch keine Kreide drauf ist.
 

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