Ronni's Welten: "sechs" (MixedMode)

Ronni

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So, liebe Happies,

nachdem ich nun über Wochen und Monate verschiedenste Medien für meinen Wiedereinstieg ausprobiert habe, und mit meinem ersten Testprojekt "Colonies - Zentang One" gehörig "baden gegangen" bin, brauche ich jetzt unbedingt mal ein Erfolgserlebnis.
Erste Gehversuche hab' ich bereits mehr oder weniger erfolgreich mit den "Happycards" unternommen, was auch sehr hilfreich war. Da ich aber eher der "großformatige Typ" bin, möchte ich mich nun langsam steigern.

Mein erstes Projekt trägt den (Arbeits-) Titel "sechs". Und zwar deshalb, weil alles mit dem blauen Objekt und der weißen Kugel begann, was stark an die Ziffer 6 erinnert. Es ist im Format DIN A5 angelegt (artspaze Aquarellpapier 300 g/m²) und mit Aquarellstiften (Billigproduktlinie: ZZone) begonnen. Später sind noch der Einsatz von Acrylfarben und evtl. Softpastellkreide geplant.
Für Aquarellstifte hab' ich mich aus zwei Gründen entschieden. Der erste beruht auf einer Aussage in einem YT-Video, in dem es heißt, dass man mit Aquarellstiften nicht langatmig schichten muss und deshalb schneller als mit Buntstiften arbeiten kann. Der zweite Grund beruht ebenfalls auf einer YT-Aussage, die da besagt, dass man bei Aquarellstiften mit deutlich weniger Wasser auskommt, als bei Aquarellfarben (weniger Welligkeit).
 

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Joachim

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Das gefällt mir! Hat eine schöne Formensprache und ist auch technisch sauber ausgeführt.

Joachim
 

Ronni

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Danke @Joachim , das geht runter wie Öl. Formensprache ... ok. muss ich mir merken. Ich lege viel Wert auf Harmonie in meinen Bildern was die Formen als auch die Farben anbelangt.
 

Ernest

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Das Bild gefällt mir SEHR, harmonisch in Form und Farbe und eine saubere Ausführung :thumbsup::thumbsup:
LG Erhard
 

AnJa

Moderator
Hallo Ronni,
Ich find schön, wie die Oberfläche der blauen und gelben Rundungen wirkt, so angenehm weich.

Ich kann mit Aquarellstiften gar nichts anfangen, aber bewundere es, wenn man es beherrscht.
 

Ronni

Aktives Mitglied
@Ernest Vielen Dank, Erhard. Deine Meinung ist mir sehr wichtig. Aber wart's mal ab, geht ja noch weiter. :046-wink-3:

Ein dritter Grund übrigens, weshalb ich mich für Aquarellstifte entschieden hab', ist der, dass es (ebenfalls in einem YT-Video) heißt, dass man aufgrund der Beschaffenheit der Stifte auch flächig damit arbeiten kann, ohne Hilfsmittel wie Zest-it verwenden zu müssen um die Poren des Papiers zu füllen.
Ja, das funktioniert auch wie man sehen kann. Allerdings ist der Zeitvorteil gegenüber Buntstiften dahin, wenn man trocken arbeitet (wichtige Erkenntnis).

Im nächsten Schritt habe ich den Hintergrund im Hauptobjekt hinzugefügt und einige Detailkorrekturen vorgenommen.
Für den Bildhintergrund habe ich mich noch nicht entscheiden können zwischen Aquarellstiften und Softpastellkreide.
 

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Sonnenwurm

Senior Mitglied
Das ist mal ne saubere Sache..... Spricht mich sehr an!
Bin gespannt, was da noch so alles passiert....
 

Ronni

Aktives Mitglied
@AnJa Auch Dir vielen Dank für Deinen Kommentar, liebe Angelika. Ich gebe mir viel Mühe damit, diese Formen so hinzubekommen. Sind übrigens ohne jedes Hilfsmittel (Lineale, Zirkel etc.) entstanden. Meine besten Freunde und Helfer sind hierbei eine ganze Batterie von Radiergummis.
 

Mon

Senior Mitglied
Gefällt mir sehr, besonders die Anordnung dieser Formen und vor allem die gleichmäßigen Farbübergänge.
 

Ronni

Aktives Mitglied
@Mon Vielen Dank auch Dir, Monika. Es freut mich sehr, dass mein Bild Deinen Geschmack trifft. Farben und Formen könnte man durchaus als typischen Ronni-Stil bezeichnen. Sie tauchen in den meisten meiner Bilder immer wieder (in Variationen) auf.
Und soviel sei schonmal verraten: Das Finish, das ich mit Acrylfarben hinzufügen werde, entspricht dann nicht mehr dem typischen Ronni-Stil. Das gibt's schon in diversen Variationen in den bekannten Bilderarchiven zu betrachten, ist ein wenig kitschig, schien mir hier aber passend zu sein.
Im Grunde ist es ja auch ein Testprojekt, wie mir die Aquarellstifte liegen. Und das tun sie. Und zwar ausgesprochen gut, wie man vielleicht erkennen kann. Aber sie sind soooo quälend langsam ... Ich glaube, das war auch der Grund, weshalb ich vor Jahrzehnten von Buntstiften auf Öl umgestiegen bin.
 

Andrea_justme

Aktives Mitglied
Mir gefallen deine Objekte auch. Klare Formen, doch weich und ebenso die Beschaffenheit simuliert wie zum hinein Kuscheln.
Aquarellstifte finde ich super, allerdings mag ich ja auch die kleinen Formate.

Weil du die Welligkeit ansprichst. Mit Aquarell habe ich es nun so gemacht. Wenn ich die erste Schicht nass male, befeuchte ich das Papier satt von beiden Seiten und klebe es leicht, mit Washi-Tape, auf einer Glasplatte fest. Nach dem Malen und Trocknen ist kaum eine Veränderung zu sehen. Damit wird das Papier auch nicht über-stretched und beschädigt. Ein weiterer Tipp: es gibt Glasplatten für die Küche z.B. zum Schneiden und diese sind naturgemäß günstiger, als im Kunsthandel.
 

marlies+48

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Ronni, deine 6 gefällt mir sehr. Mit Aquarellstiften kann ich nichts anfangen. Es gelingt mir einfach nicht.
 

Ronni

Aktives Mitglied
@Andrea_justme Vielen Dank, Andrea. Freut mich, dass es Dir gefällt. Diese Beschaffenheit der Oberflächen ergibt sich ganz von selbst beim Schattieren. Um eine homogene Fläche mit trocken verarbeiteten Aquarellstiften hinzubekommen, muss man die Farbe sehr sättigend auftragen. Das hat zur Folge, dass das Papier die Schattierungsfarbe nicht mehr so recht annehmen mag. Und so entsteht dann diese Airbrush-Feeling-Struktur.
Das ist von mir nicht beabsichtigt gewesen, aber der Effekt hat was, wie ja auch schon Anja festgestellt hat. Möglicherweise ist das ja auch eine Eigenheit meiner Billig-Aquarellstifte und lässt sich mit anderen Aquarellstiften nicht reproduzieren. Ich werd's herausfinden. Hab' vor einigen Tagen weitere Aquarellstifte anderer Marken bei Amazon geordert, die heute eintreffen sollten. Bin mal gespannt.

Und bevor ich's vergesse: Vielen Dank auch für Deine wertvollen Tipps. Den mit dieser Jungfern-Waschung(?) hatte mir Gregorio schonmal in einem anderen Zusammenhang gegeben, allerdings ohne die wertvollen Zusatzinfos. Gerade gestern hab' ich mich mal für Magnettafeln interessiert, um mal schnell ein Bild darauf fixieren oder vielleicht die Position ändern zu können. Das müsste doch dann auch für diese erste Waschung (mir fällt leider die gebräuchliche Bezeichnung dafür im Moment nicht ein) gut sein, oder?
 

Ronni

Aktives Mitglied
@marlies+48 Vielen Dank auch Dir für Deinen Kommentar, Marlies. Freut mich, dass Dich das Bild anspricht. Mit Aquarellstiften hatte ich bis vor kurzem noch gar keine Erfahrungen gemacht. Jetzt sind sie in die engere Wahl auf meiner Suche nach "meinem Medium" gerutscht. Allerdings ist mir die trockene Verarbeitung viiiiel zu langsam - in einem meiner nächsten Werke werde ich's mal mit der nassen Verarbeitung versuchen.
 

Mon

Senior Mitglied
Aber sie sind soooo quälend langsam ... Ich glaube, das war auch der Grund, weshalb ich vor Jahrzehnten von Buntstiften auf Öl umgestiegen bin.
Nach viel Ausprobieren, u.a. auch mit den "quälend langsamen" :013-happy-13: Stiften, bin ich jetzt gerne bei (guten!) Ölfarben (quäle mich gerade im Urlaub mit schlechten). Warum gehst Du von Ölfarben zurück zu Stiften?
 

Ronni

Aktives Mitglied
@Mon Ich bin vor etlichen Jahren aus der Ölmalerei ausgestiegen, weil ich die Lösungsmittel-Ausdünstungen und Gerüche nicht mehr ertragen konnte dank einiger chron. Atemwegserkrankungen. Dieses Argument scheint heutzutage keine Substanz mehr zu haben, gibt ja mittlerweile alles geruchlos. Der Hauptgrund aber ist mein Malstil und die damit verbundene Arbeitsweise.
Ich muss das mal 'n bisschen auseinanderfleddern:
Mein Malstil:
Ich male fast ausschließlich Bilder, die lediglich in meinem Kopf existieren. Das ist für mich das Faszinierende an der Malerei, dass ich andere Menschen an den Bildern in meinem Kopf teilhaben lassen kann. Mit der realistischen Malerei hab' ich nicht so viel am Hut. Bitte nicht falsch verstehen. Ich habe großen Respekt vor den Künstler|innen, die das beherrschen, oder zumindest Freude daran haben und bewundere immer wieder deren Werke. Aber das ist eben nicht mein Antrieb. Ich überlasse das Einfangen der Realität lieber einer Kamera oder halt den Künstler|innen, denen das Freude bereitet. Ich habe mehr Gefallen daran, die Bilder zu malen, die sich eben (noch) nicht mit der Kamera einfangen lassen.
Häufig ist es nun aber so, dass ich die Bilder nicht komplett im Kopf habe, sondern nur Teile oder Elemente davon, die ich dann versuche in ein erdachtes Szenario zu integrieren. Das ist mitunter dann so verzwickt, dass ich ins Stocken gerate und manchmal auch einfach das Bild abbreche, um es mir dann später nochmal vorzunehmen. Ich habe nun mal keine Vorlage, an der ich mich orientieren könnte.
Meine Arbeitsweise:
Dieses Vorgehen führt dann in der Regel dazu, dass ich an mehreren Projekten arbeite. Zwar nicht simultan gleichzeitig, eher so in der Art: Heute dies und morgen das und mal sehen, worauf ich übermorgen Lust habe, bzw. heute ist mir etwas eingefallen, wie es bei diesem Bild weitergehen könnte und morgen fällt mir vielleicht etwas zu dem anderen Bild ein.
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer (armer Kerl :046-wink-3: ) . Ich habe einfach in meiner 1,5 Zimmer-Wohnung nicht den Platz, um viele Ölgemälde sachgerecht zu lagern. Bei trockenen, oder schnelltrocknenden Medien legst Du das Bild, mit dem Du nicht weiterkommst, einfach in eine Sammelmappe, um es dann bei Bedarf wieder hervorzuholen. Das geht eben mit Ölgemälden nicht.
 

HaGe

Aktives Mitglied
Ronni, hast Du die Aquarellfarben trocken aufgebracht und danach mit Wasser vermalt? Mich interessiert die Technik, mit der Du vorgegangen bist, weil Dein Bild so satte und ausdrucksstarke Farben und sanfte Farbverläufe hat.
Meine Aquarellstifte (ebenfalls Billigprodukt, von Aldi) liegen so gut wie unbenutzt in der Schachtel, habe sie bisher wenn überhaupt zum Vorzeichnen benutzt, um Bleistiftstriche im Aquarell zu vermeiden, und ich finde toll, was Du mit diesen Stiften gezaubert hast.
 
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