Stilleben nach Paul Cézanne

AnJa

Moderator
Liebe Inascha,

ich mag auch Deine Bilder nach alten Künstlern.
Ganz nach meinem Geschmack.
Die Äpfel mit den faulen Stellen find ich witzig, authentisch dargestellt.
 

Inascha

Aktives Mitglied
Liebe Hapi
liebe Anja

als Rainer Maria Rilke Sekretär bei Auguste Rodin in Paris war,
war eine Gedächtnisausstellung für Paul Cézanne.

Rilke war oft dort. Es war für ihn wie eine Offenbarung.
Er wusste, was es bedeutet, der Malerei in eine völlig neue
Richtung zu geben.
Ja, er hat bemerkt, dass er selber das Schreiben irgendwie neu
erfassen muss.

In Briefen an seine Frau Clara (Westhoff) schreibt er von dieser
Ausstellung und seiner Erschütterung.

Wer Paul Cézanne im Innersten erfahren will, kann in einem
Büchle lernen

Rainer Maria Rilke
"Briefe über Cézanne

Insel Taschenbuch 672

Hier schreibt ein Künstler an eine Künstlerin über einen Künstler!

Schönen Nikolaus-Tag!
 

Maraa

Aktives Mitglied
Liebe Inascha, das Bild gefällt mir, jedoch finde ich das Glas etwas schief.
Oder täusche ich mich? Schau es Dir doch nochmal an.
 

AnJa

Moderator
Hallo Inascha,
ich wollte mich noch bedanken für die interessanten Infos, die Du Dir angelesen hast. Das belebt so ein Bild sehr.
Teile sie uns gern mit, ich mag es.
 

HaGe

Senior Mitglied
Hallo Inascha,
ich hätte da eine Frage zu Ölkreiden. Kann man diese auch im Zusammenspiel mit Ölfarben verwenden?
 

Inascha

Aktives Mitglied
Liebe Anja,
vielen Dank!
Was ich oben schrieb, dass die Bilder Cézannes für Rilke ein Tiefergehen
im Schreiben veranlasst hat, schreibt er z. B. in einem Brief an
Lou Andreas-Salomé am 10. August 1903:

"Irgendwie muss auch ich dazu kommen, Dinge zu machen, nicht plastische, geschriebene
Dinge, - Wirklichkeiten, die aus dem Handwerk hervorgehen. Irgendwie muss auch ich
das kleinste Grundelement, die Zelle meiner Kunst entdecken, das greifbare unstoffliche
Darstellungsmittel für alles..."

Das haben die Bilder von Cézanne bewirkt.
Rilke beobachtet selbstverständlich auch die Leute, die in die Ausstellung kommen.
Wie die aufgeputzten Damen sich in den Glastüren spiegeln und sich wohlwollend
betrachten.
Und die Monsieurs, wenn sie vor dem Bild Madame Cézanne verärgert ausrufen:
il n'y a!


Gruss
Inascha
 

Painterling

Aktives Mitglied
Dein Bilder, auch dieses Stillleben zeigen, dass du dich sehr intensiv mit den Künstlern beschäftigst und dir da auch sehr viel Wissen über die Beziehungen der Künstler zu anderen Künstlern angeeignet hast. Es ist sehr interessant dies alles zu lesen und deine Bilder dazu anzusehen. Danke!
 

HaGe

Senior Mitglied
Meine sehr kranke Mal-Freundin würde empfehlen - probiers!
Danke für die Antwort, Inascha. Wenn ich's wüsste, dass es funktioniert, würde ich mir Ölkreiden anschaffen. So überlege ich es mir nochmal.

Ansonsten hat Deine Freundin recht: probieren geht über studieren, sagt ein altes Sprichwort.
Deiner Freundin alles Gute und gute Besserung!
 

Inascha

Aktives Mitglied
Danke für die Antwort, Inascha. Wenn ich's wüsste, dass es funktioniert, würde ich mir Ölkreiden anschaffen. So überlege ich es mir nochmal.

Ansonsten hat Deine Freundin recht: probieren geht über studieren, sagt ein altes Sprichwort.
Deiner Freundin alles Gute und gute Besserung!
Liebe Hildegard,

Danke für die Wünsche an meine Freundin.
Sie ist seit Jahren dement. Da sie weiter weg in einem Pflegeheim ist und
ich mit 83 Jahren keine großen Autofahrten mehr mache, weiß ich eigentlich
gar nicht, ob sie noch lebt.

Sie war selber eine Küstlerin und wenn ich sie um einen Tipp frug, kam eben
der wohlmeinende Satz: "probiers!"

Dich versteh ich gut, wenn Du die Oelkreiden erst anschaffen musst, ist
es schwierig, einfach mal zu probieren.

liebe Grüsse
Inascha
 
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