Was ist denn für euch die optimale Sitzgelegenheit beim Malen/Zeichnen?

karlwei

Senior Mitglied
also ich habe meinen Malraum jetzt einen anderen Zweck zugeführt(Heimkino) und alle meine Malsachen in mehreren Rollis untergebracht, das heißt ich muss immer im Freien malen und daher werden einfach die Gartenmöbel verwendet, sitzend und stehend - wie´s gerade passt.
lg Karl
 

marlies+48

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Wie sich im Laufe der Diskussion herausgestellt hat, hat so jeder sein Päckchen zu tragen. Darum kann man gar keine Empfehlung geben, man muss es einfach ausprobieren. In meinem Rattansessel kann ich mich bei Bedarf zurücklehnen und die Beine auf einen anderen Rattansessel legen. Muss manchmal sein. Bei Aquarell male ich zwar mit Wasser, aber es ist gelegentlich auch in den Beinen und dann wird die Bequemstellung eingenommen.
LG Marlies
 

Johndell

Senior Mitglied
Ich glaube meinen Chaotischen Arbeitsplatz habe ich noch niemanden gezeigt.

Ich habe eine Staffel mit Kurbel und ein klavierhocker. Was zum klavierspielen nicht schlecht ist, dürfte zum malen wohl auch nicht verkehrt sein. Aufrecht sitzend soll ja gut für die Konzentration sein.
 

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Rainier

Senior Mitglied
Ich stehe an der Staffelei, ich kann öfters zurücktreten und das Bild betrachten, des weiteren ist das Bild senkrecht und es entstehen keine perspektivischen Verzerrungen so wie es beim liegenden Bild der Fall ist.
Für den Fall, dass ich doch mal sitzen mag habe ich den Bewegungsstuhl " Move " von Stokke, der ist sogar hydraulisch in der Höhe verstellbar. Von der Stuhlhöhe bis zum Barhocker ist alles möglich.
 

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Malmal

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Administrator
Ich glaube meinen Chaotischen Arbeitsplatz habe ich noch niemanden gezeigt.
Ich weiß gar nicht was du hast John?
Genauso muss ein Malplatz doch aussehen!
Außerdem hegst und pflegst du deine Pinsel, was man sehr gut erkennen kann :thumbsup:
Und wie du deine Farbpallette angelegt hast, lässt ein planvolles System erkennen:thumbsup::thumbsup:
Also ich finde es genau richtig, da möchte man doch direkt loslegen, Klasse:smiley:
 

Ernesto

Senior Mitglied
Ich stehe an der Staffelei, ich kann öfters zurücktreten und das Bild betrachten, des weiteren ist das Bild senkrecht und es entstehen keine perspektivischen Verzerrungen so wie es beim liegenden Bild der Fall ist.
ja, so sehe ich es auch. An der Staffelei hat man den besten Überblick. Und wenn schon am Tisch, sollte man ihn so neigen können, dass der Blick senkrecht erfolgt. Ich kann mir nicht vorstellen, ein Portrait auf einem waagrechten Tisch zu malen. Das Gehirn „rechnet“ zwar die perspektivische Verzerrung heraus, aber ein genauer Vergleich ist meiner Meinung nach nicht möglich. Das ist umso schwieriger, je größer das Format ist. (Meine Meinung)

LG Ernesto
 

Bunny0904

Aktives Mitglied
Ich glaube meinen Chaotischen Arbeitsplatz habe ich noch niemanden gezeigt.

Ich habe eine Staffel mit Kurbel und ein klavierhocker. Was zum klavierspielen nicht schlecht ist, dürfte zum malen wohl auch nicht verkehrt sein. Aufrecht sitzend soll ja gut für die Konzentration sein.
Also was daran chaotisch sein soll sehe ich jetzt auch nicht so. Im Gegenteil, sieht ziemlich perfekt aus.
Nur wäre der Klavierhocker hier nichts für mich weil man sich immer in der Hüfte drehen muss um Material zu tauschen/aufzunehmen. Nur mit Palette und greifbaren Pinseln geht das sicher, mit Kreiden und Stiften wird das hier schon eng, zumindest ab einer gewissen Menge.
In welche Richtung zeigt denn das Fenster?
Ich hab bei mir eine komplette Fensterfront aber nach Süden und nach Norden nur ein Minifenster. Ab Mittags hab ich dadurch ein zuviel-Licht-Problem welches ich aufgrund der Dachschrägen noch nicht lösen konnte.
 

Johndell

Senior Mitglied
Ich weiß gar nicht was du hast John?
Genauso muss ein Malplatz doch aussehen!
Außerdem hegst und pflegst du deine Pinsel, was man sehr gut erkennen kann :thumbsup:
Und wie du deine Farbpallette angelegt hast, lässt ein planvolles System erkennen:thumbsup::thumbsup:
Also ich finde es genau richtig, da möchte man doch direkt loslegen, Klasse:smiley:
Ja, also die Pinsel muss ich einfach pflegen, sind von Rosemary und grade wegen dem Brexit…. aber früher habe ich es nie so ernst genommen mit den Pinseln, da sind mir viele eingetrocknet.


Also was daran chaotisch sein soll sehe ich jetzt auch nicht so. Im Gegenteil, sieht ziemlich perfekt aus.
Nur wäre der Klavierhocker hier nichts für mich weil man sich immer in der Hüfte drehen muss um Material zu tauschen/aufzunehmen. Nur mit Palette und greifbaren Pinseln geht das sicher, mit Kreiden und Stiften wird das hier schon eng, zumindest ab einer gewissen Menge.
In welche Richtung zeigt denn das Fenster?
Ich hab bei mir eine komplette Fensterfront aber nach Süden und nach Norden nur ein Minifenster. Ab Mittags hab ich dadurch ein zuviel-Licht-Problem welches ich aufgrund der Dachschrägen noch nicht lösen konnte.

Um Missverständnisse vorzubeugen, habe ich schon aufgeräumt als ich die Bilder machte und es sah viel schlimmer auf. Viel Papier auf dem Boden, alle Schubladen weit aufgerissen und anderes zeugs das ich niemanden antun konnte das es auf dem Bild ist. Man sieht oben noch ne Fliegen klatsche liegen und lose Schubladen so wie Dinge die nicht auf dem Bild sind. Kronleuchter auf dem Boden und einfach Gerümpel was zugedeckt wurde.

Ich meine rechts das Fenster ist Süden und hinter mir ist Westen. Aber ich habe ein Konzept für mein Licht. Mein Lichtsystem hat 2 Punkte mit 5500k und Vollspektrum um die 96. Ein Licht alleine wirkt zu steril mit starken Schattenbildung daher 2 mal und eine über der Farbpalette. Daran orientiere ich mich am meisten wenn ich male und vernachlässige das Sonnenlicht. Das Sonnenlicht nehme ich dann nur für Verbesserungen und feinere Farbabstufungen zum ende hin. Da eh kaum Sonnenlicht ist hat man immer nur ein kleines Zeitfenster.

Zum Hocker: ich bin Linkshänder daher auch Links meine Platte und ich sitze sehr Dynamisch, meist vorgebeugt und auch oft im Schneidersitz oder andere Sitzarten die eher Kinder vollbringen. Klappstühle oder die sich drehen, komme ich nicht zu recht. Aber interessant das mir grade die Art wie ich sitze mir bewusster wird und jeder andere Vorlieben hat.
 

catsndogs

Senior Mitglied
... Um Missverständnisse vorzubeugen, habe ich schon aufgeräumt als ich die Bilder machte und es sah viel schlimmer auf. Viel Papier auf dem Boden, alle Schubladen weit aufgerissen und anderes zeugs das ich niemanden antun konnte das es auf dem Bild ist. Man sieht oben noch ne Fliegen klatsche liegen und lose Schubladen so wie Dinge die nicht auf dem Bild sind. Kronleuchter auf dem Boden und einfach Gerümpel was zugedeckt wurde. ....

Jetzt bin ich gleich entspannter.
Denn auch ich habe zunächst staunend Deinen wohlgeordneten Arbeitsplatz be- und mich sehr gewundert, was Du unter Chaos verstehst.
Aber dann: Deine Zustandsbeschreibung vor der Aufnahme der Fotos kommt der Normalsituation meines eigenen Arbeitsplatzes deutlich näher. Allerdings habe ich in den letzten Tagen echt fleißig geräumt, um wieder Ordnung und Platz zu schaffen. Zwar habe ich den Luxus eines eigenen Arbeitsraumes, aber der ist nicht groß. Da wirkt Unordnung gleich doppelt nachhaltig.
Fotos hatte ich schon mal vor tausend Jahren in der entsprechenden Rubrik eingestellt (natürlich auch nach einem Räumanfall). Das brauche ich nicht zu wiederholen, da sich nichts verändert hat.
 

catsndogs

Senior Mitglied
Da ich ja erst angefangen habe zum malen, male ich in der Küche am Küchentisch und räume nachher immer alles wider auf. Aber irgend etwas muß ich da auch ändern, leider ist Platz bei uns rar.
Meines Wissens hat René Magritte auch lieber am Küchentisch gemalt, sogar als er schon ein Atelier hatte.
Einzig das Wegräumen ist natürlich lästig, aber vielleicht auch eine Frage der Organisation.
Für Balkon oder Garten habe ich einen Malrucksack, in dem ich alles bequem transportieren kann, was ich brauche und sogar noch die Hände für Zubehör frei habe.
 

Johndell

Senior Mitglied
Jetzt bin ich gleich entspannter.
Denn auch ich habe zunächst staunend Deinen wohlgeordneten Arbeitsplatz be- und mich sehr gewundert, was Du unter Chaos verstehst.
Aber dann: Deine Zustandsbeschreibung vor der Aufnahme der Fotos kommt der Normalsituation meines eigenen Arbeitsplatzes deutlich näher. Allerdings habe ich in den letzten Tagen echt fleißig geräumt, um wieder Ordnung und Platz zu schaffen. Zwar habe ich den Luxus eines eigenen Arbeitsraumes, aber der ist nicht groß. Da wirkt Unordnung gleich doppelt nachhaltig.
Fotos hatte ich schon mal vor tausend Jahren in der entsprechenden Rubrik eingestellt (natürlich auch nach einem Räumanfall). Das brauche ich nicht zu wiederholen, da sich nichts verändert hat.
Ja, eigentlich ist es eine Ausnahme was man da sieht. Aber wenn man malt ist es ja wie ein Wahn. Aufräumen und Ordnung lenkt nur vom Fokus und dem wesentlichen ab.
 

marlies+48

Forum-Ikone
Dein Arbeitsplatz erinnert mich an meinen, den ich vor über 50 Jahren in der Goldschmiede hatte. Natürlich sieht ein Goldschmiedearbeitsplatz anders als ein Malplatz aus, aber es musste Ordnung herrschen, damit man sein Werkzeug schnell zu Hand hat. Das meine ich damit.
LG Marlies
 

catsndogs

Senior Mitglied
Dein Arbeitsplatz erinnert mich an meinen, den ich vor über 50 Jahren in der Goldschmiede hatte. Natürlich sieht ein Goldschmiedearbeitsplatz anders als ein Malplatz aus, aber es musste Ordnung herrschen, damit man sein Werkzeug schnell zu Hand hat. Das meine ich damit.
LG Marlies
Dem habe ich wirklich überhaupt und gar nichts entgegenzusetzen, Du hast absolut Recht!
 

Sonnenwurm

Senior Mitglied
Total spannend eure Beiträge zu lesen.... Ich bin gerade dabei umzuziehen und richte mir gerade mein neues Malzimmer ein und freue mich schon wie Bolle. Es ist zwar etwas kleiner als mein bisheriger Malraum, aaaaaaaaber:
Es hat ein Dachfenster und eine Balkontür und direkten Zugang zur großzügigen Dachterrasse!
Die Fenster sind nach Norden und Osten ausgerichtet, das finde ich ganz gut so.
Werde mit Lichtquellen arbeiten die dann so ausgerichtet sind, dass es am Steh- und Sitzplatz passt.
 

canvas

Senior Mitglied
Sehr viele interessante Meldungen und daher danke an euch alle für die tolle Beteiligung. Ich verstehe schon dass viele stehen und auch die Argumente dafür. Habe es auch öfters probiert bzw. mache das zwischendrin immer wieder. Ist je nach Bild und Medium verschieden.

@Johndell: Toll hast du dir das eingerichtet, schön viel Platz. Der breite Rollwagen sieht auch interessant aus. Deine Beleuchtung hast du hier schon mal erklärt, ist natürlich Oberklasse. Ich finde es spannend dass du uns einmal zeigst wo deinen tollen Bilder entstehen. Danke für die Eindrücke.

Ich habe mir eine Tageslichtlampe (Birne 5000K 95Ra/Cri war damals die Empfehlung) gekauft und die passt mir ganz gut. :lightbulb: Jetzt schaue ich wegen einer Stehlampe dafür die ich für Staffeleiarbeiten hoh stellen kann und beim Arbeiten mit Aquarellstiften über den Tisch direkt einstellen kann. Meine alte Bürolampe, die am Tisch festgeschraubt war, lässt sich nicht mehr dauerhaft in eine Position bringen und wandert immer traurig mit dem Köpfchen nach unten, die hat also die besten Tage hinter sich... :044-pressure: Da ich aktuell auch viel im Homeoffice bin, wäre eine solidere Lösung gut. So was hier wäre da sehr anpassungsfähig glaub ich. :hearteyes:
 

Bunny0904

Aktives Mitglied
So wie die Malweisen verschieden sind, sind es eben auch die Sitz- und Stehpositionen dahingehend.
Je nach körperlichem Befinden braucht jeder etwas anderes und eben je nach dem wie man am besten beim malen körperlich entspannen kann.
Als ich noch meine furchtbar miesen Ölbilder gemalt hab, hab ich auch meist gestanden, gut getan hat das nicht..aber es ist einfacher die Palette in der Hand zu halten und die paar Pinsel im Fach unter der Staffelei zu verfrachten als im Sitzen keinen Platz zu haben.
Beir der Pastellmalerei bleibt mir quasi nichts anderes übrig als zu sitzen weil ich ja irgendwie an die Kästen mit Kreiden und Stifte kommen muss. Sowieso da ich noch Anfänger bin und vorher nie genau weiß welche Farben ich so brauche.
Ein Maler ist genauso individuell wie sein Bild, Tips gibts genug, was jeder für sich am Ende braucht ist aber doch differenziert.
Aber obwohl ich 35qm zur Verfügung hätte und mir davon nur 9 maltechnisch eingerichtet habe liebe ich meine Ecke, einige würden sagen es wäre so chaotisch wie von John beschrieben wie es vor dem Foto war, ich weiß- es ist immer alles sortiert und sauber. Nach jedem Bild werden die Stifte sauber gemacht und eingeräumt, auch wenn ich schon das nächste Projekt im Kopf hab.
Wenn es zu dunkel zum malen ist (egal wie hell das Kunstlicht ist, es liegt mir nicht darin zu malen), wird in der Malpause nach Optik und Farbe sortiert (Kreide und Stifte separat). Das geht schnell und ich hab dennoch alles direkt wieder zur Hand. Bleibt dann halt eben offen liegen ohne weg geräumt zu werden.
Und gelernt hab ich dabei- wenn man Lakritz mag, darf man das immer nur auf die Seite mit den Stiften legen. Nie auf die Seite mit den Kreiden! Im Affekt merkt man sonst schnell- Pastellkreide schmeckt furchtbar während Lakritz nicht gut malt. :088-thinking:
 

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