Zitrone

Micha_L

Aktives Mitglied
Gestern habe ich meine bestellten Öl-Pastellkreiden von Artecho (48er) bekommen und gleich mal ausprobiert.
Zuerst habe ich mit den Stiften unter der Zitrone eine Grauwertuntermalung gemacht und dann mit verschiedenen Gelbtönen darüber gemalt. Allerdings hält die Übermalung nicht sonderlich gut ud ich tat mich sehr schwer damit.
Da es sehr günstige Stifte sind vermute ich mal, dass viel zu viel Bindemittel darin ist.
Beim Brett habe ich keine Untermalung gemacht und auch icht großartig gewischt.
Ich denke, für mein erstes Öl-Pastell ist noch ganz annehmbar geworden.
Ich muss mich erstmal an dieses neue Medium gewöhnen ... da geht noch was ;-)
 

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Pinselhansi

Forum-Guru
Die Zitronen sind ganz gut geworden, aber das Brett sieht aus, wie chinesische Gurkeneiche.
Aber ich gebe zu, ich kenne diese Stifte nicht und hätte wahrscheinlich noch viel mehr Probleme, da etwas ordentliches zu fabrizieren.
 

MonaB

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Teammitglied
Administrator
Ich vermute mal, dass die Stifte-Untermalung in grau kontraproduktiv war. Je nach Qualität der Kreiden hält das nicht gut.
Aber vermutlich wirst du weiter experimentieren, und deinen Weg finden.
Die Zitronen gefallen mir, das Gurkeneichebrett mutet mir zu chinesisch an :-)
 

Tiermalerin

Senior Mitglied
Für ein Ölpastell finde ich die Zitronen recht gut gelungen. Ich habe früher auch längere Zeit mit diesen Pastellkreiden gemalt und mich mit den Details immer recht schwer getan. Ich hatte allerdings immer so dicke Stempel. Bei Youtube habe ich mal gesehen, dass einer es mit Buntstiften für die Details kombiniert hat. Du wirst sicher noch deinen Weg finden, wie Moni schon sagte.
 

Micha_L

Aktives Mitglied
Vielen Dank auch an Moni und Ruth.
Ich habe heute bei youtube gesehen, dass man die feinen Details auch mit einem in Öl getunkten Pinsel malen kann, indem man diesen dann am Stift dreht um Pigment aufzunehmen.
Habe es aber noch nicht probiert.
Für scharfe Linien kann man auch mit Masking Tape abkleben.
Das hätte die Brettkante zumindest gerade werden lassen.
 

AnJa

Moderator
Ich kenne mich mit Ölpastellen nicht aus. Bei den Zitronenhälften ist m.E.
noch zuviel Grau von der Untermalung vorhanden.
Dadurch wirken die Zitronen wie schimmlig.
Viel Erfolg weiterhin mit diesem Medium, Micha.
 

Micha_L

Aktives Mitglied
Ja, mit der grauen Untermalung war wohl wirklich keine gute Idee.
Aber ich kann ja versuchen, eine weitere gelbe Schicht aufzubringen.
Vielen Dank AnJa. Ich werde weiter experimentieren.
 

canvas

Senior Mitglied
Hi. Die Zitrone ist an und für sich gut geworden. Aber ich finde auch, dass ein Grauuntermalung bei Ölpastell gar nicht notwendig ist und sogar gegen dich arbeitet.

Das grau kommt bei der Zitrone durch aber viel mehr fällt mir auch das Schwarz vom Papier auf das beim Brett durchscheint. Das heisst dass du eventuell die Pastelle dünn aufträgst oder das Papier keine Verwischung zulässt. Mir ist aufgefallen dass die Papierqualität und Oberfläche wichtig sind bei Pastellen. Was hast du denn für ein Papier verwendet?

Die Artecho Ölpastellkreiden habe ich mir auch vor kurzem bestellt und mir gefallen die echt gut. Viel Spaß weiter beim Experimentieren.
 

Micha_L

Aktives Mitglied
Hallo Lisi,
vielen Dank für Deine Anmerkung zu der Zitrone. Das schwarze Papier (Paint ON Mixed media Noir 250 g/m² von Clairefontaine) wollte ich wegen des starken Kontrastes zur Zitrone nehmen.
Wahrscheinlich habe ich tatsächlich viel zu dünn aufgetragen.
Gestern ist mir noch eine andere Idee gekommen: Anstatt grau lieber mit einem dunklerem gelb untermalen, dann in den Kühlschrank damit und danach mit der "warmen" gelben Zweiten Schicht.
Aber vielleicht geht es mit genügend Material und Verwischen auch alles in einem Durchgang.
 

Bunny0904

Aktives Mitglied
Besonders das schimmelige finde ich gut, es passt zu dem 'im feuchten Schrank vergessenen Brett'. Ordentliche und saubere Stilleben sind oft zu sehen, abstrakt und realistisch schimmelige selten, das macht es auch besonders. Außer Dir und uns weiß doch keiner das es anders werden sollte. Und wir hier...wir können schweigen. :smirk:
Das bissl was ich bisher mit Ölpastellen gemalt hab, ging semi-schief. Aber ein Hinweis auf Ohri-Bohri's (Wattestäbchen) in Öl getränkt hat mir wirklich geholfen um Farben zu verschieben und auch zu vertiefen.
 

Micha_L

Aktives Mitglied
Vielen Dank für den Tipp Bunny. Werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
Und nächstes Mal nehme ich eine frische Zitrone als Vorlage ;-)
 

Bunny0904

Aktives Mitglied
Ach nein, bitte, nimm eine schimmelige (es ist übrigens nicht leicht, eine Zitrone schimmeln zu lassen). Stilleben dieser Art sind oft so hyper ordentlich. Kein Staub, keine Spinnweben, kein fortlaufender Schimmel auf den Erdbeeren, auch nicht auf dem Käse (so viele Leute mögen alten Käse, aber keiner malt ihn) und kein gewollt runzeliger Apfel.
Wenn ich es könnte (und ich habs wirklich versucht), würde ich genau diesen Realismus malen. Einen halben, sehr braunen Apfel auf dem ein Egon (Fliege) sitzt und von oben lauert die Spinne. Fruchtfliegen die sich an den Weintrauben laben und ein Glas Wein, welches so abgestanden ist, das es einen Rand im Glas gibt. Mensch Leute, wenn das Stilleben fast wegläuft ist es doch total lebendig! :tearsofjoy:
 

Micha_L

Aktives Mitglied
Das sind echt gute Ideen! Eben voll aus dem Leben gegriffen. Vielleicht wird das ja mal ein Projekt nach dem "Wasser-Projekt".
Die alten Stillleben sind ja entstanden, weil man zeigen wollte, was man sich leisten kann.
Heute sollte man tatsächlich die Realität zeigen, also was so alles weggeworfen wird ...
 

Pinselhansi

Forum-Guru
Die alten Stillleben sind ja entstanden, weil man zeigen wollte, was man sich leisten kann.
Heute sollte man tatsächlich die Realität zeigen, also was so alles weggeworfen wird ...
Wenn ich zeigen wollte, was ich mir leisten kann, dann ist das ein leeres Blatt Papier, und auch das wird schon knapp. :034-ugly-4:
Also bilden wir die Realität ab, so gut wir können und solange es Spaß macht. Dem Maler und dem Betrachter.
 
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